Weihnachtsgastspiel von Circus Krone damit abgelehnt

Als 101. Kommune geht die bayerische Stadt diesen wichtigen Weg für Wildtiere. In Ingolstadt dürfen künftig keine Zirkusse mehr gastieren, in denen Wildtiere wie, Elefanten, Raubkatzen oder Bären „Kunststücke“ aufführen. Gleichzeitig bedeutet dies das Aus für fünf Weihnachtsgastspiele (2019 bis 2023) von Circus Krone, denn für städtische Flächen hat die Mehrheit im Stadtrat am 26.07.2018 ein generelles Auftrittsverbot für Zirkusse mit Wildtieren beschlossen.

Auch animal public war aktiv!

animal public hatte sich mit einem Brief an den Oberbürgermeister und die Mitglieder des Stadtrates gewandt und gefordert, sich für die Tiere, die öffentliche Sicherheit und gegen die Bereitstellung städtischer Flächen für Circus Krone zu entscheiden. Obwohl die Abstimmung mit 24 zu 22 Stimmen knapp ausging, ist dies ein wichtiges Signal in Richtung der Zirkusbetreiber und der Politik. Zwei Drittel der Deutschen lehnen Zirkusse mit Wildtieren ab. Aus gutem Grund. Die meiste Zeit eingesperrt in kleine Käfigwagen oder wie Sträflinge festgekettet, fristen Hunderte Wildtiere ein elendes Dasein in deutschen Zirkusbetrieben. Alle paar Tage werden sie an einen neuen Ort gekarrt, um die immer gleichen Kunststücke zu zeigen. Antrainiert werden ihnen diese häufig mit Schlägen, Elektroschocks oder spitzen Eisenhaken.

Zum Hintergrund

Circus Krone hält weiterhin an seiner Wildtierhaltung fest und lässt Tiere, deren Art vom Aussterben bedroht ist, wie Showclowns in der Manege auftreten. Mit teils fatalen Folgen. Unzählige Male „schaffte“ es das Zirkusunternehmen in der Vergangenheit in die Schlagzeilen. Erst kürzlich kam es zu einem Zwischenfall bei der Premieren-Vorstellung in Osnabrück. Dabei wurde ein Elefant von zwei anderen Elefanten gerammt. Dieser stürzte unkontrolliert in den Zuschauerbereich. Die Elefanten wurden mit einem metallenen Elefantenhaken „unter Kontrolle gebracht”. Ein Mann wurde verletzt. Der Vorfall zeigt, wie riskant die Zurschaustellung von Wildtieren in der Manege ist. Dies betrifft neben Elefanten auch andere Wildtiere – wie beispielsweise Große Raubkatzen.

Warum ist das Wildtierverbot so wichtig?

Ein Wildtierverbot im Zirkus ist nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch im Hinblick auf die Gefährdung von Menschen unumgänglich. Da die Bundespolitik neben dem Tierschutzaspekt die mögliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bisher nicht ausreichend berücksichtigt hat, liegt es derzeit in den Händen der Kommunalpolitiker, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen. Denn Unfälle und Ausbrüche von Tieren aus dem Zirkus kommen öfter vor, als man denkt. Häufig sind die Tiergehege eher provisorische Einzäunungen und nur unzureichend gesichert. In der Manege selbst sind die Zuschauer so gut wie schutzlos den möglichen Attacken aggressiver ausrastender Wildtiere ausgeliefert. Einer Studie der Eurogroup for Animals zufolge, bei der die Häufigkeit von Zwischenfällen mit Tieren aus Zirkussen in europäischen Ländern auswertet wurde, war Deutschland trauriger Rekordhalter – hier ereigneten sich in den letzten 22 Jahren knapp die Hälfte aller dokumentierten Vorfälle.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keine Zirkusvorführungen mit Wildtieren und klären Sie auch Ihre Freunde und Familie über das Leiden der tierischen „Artisten“ auf. Stand: Juli 2018

Hier können Sie geeignetes Infomaterial bestellen. Danke!

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