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In dieser Woche verkündete der Zoo Krefeld, die Schimpansen Bally und Limbo behalten zu wollen. Die beiden Menschenaffen waren vor rund eineinhalb Jahren die einzigen Überlebenden, als in der Silvesternacht das Affenhaus des Zoos auf die Grundmauern niederbrannte. Nach dem Brand wurden sie in einem winzigen provisorischen Gehege untergebracht, das statt der vorgeschriebenen 400 qm gerade einmal 42,5 qm misst. Dort sind Bally und Limbo bis heute eingesperrt.

Anfänglich erklärte der Zoo Krefeld, die beiden Menschenaffen würden nach ihrer Genesung über das EEP an einen anderen Zoo vermittelt. Als dies auch nach Monaten noch nicht geschehen war, nahm der Druck auf den Zoo, den Tieren endlich bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen, zu. Nach einer Strafanzeige durch das Great Ape Project, zahlreichen Schreiben an das zuständige Veterinäramt, einer Petition mit über 37.000 Unterschriften, der persönlichen Intervention von Dr. Jane Goodall und zuletzt der massiven öffentlichen Kritik durch das Jane Goodall Institut, hat der Zoo in dieser Woche erklärt, Bally und Limbo doch behalten zu wollen.

Eineinhalb Jahre nach dem Brand, will der Zoo nunmehr ein provisorisches Außengehege für die beiden Tiere bauen. Dafür wird nach Angaben des Krefelder Zoos aber gerade erst ein Bauantrag gestellt. Es ist also davon auszugehen, dass es noch Monate dauern wird, bis Bally und Limbo endlich in Freie dürfen und ein wenig mehr Platz zur Verfügung haben.

Auch wenn dies ein kleiner Fortschritt ist, wird es den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht. Sie werden weiterhin viele Stunden in einem viel zu kleinen Innengehege verbringen müssen und vor allem ohne den Kontakt zu weiteren Artgenossen. Dabei würde es auch Alternativen geben, allein in Europa gibt es sechs anerkannte Auffangstationen für Schimpansen, die schon zahlreiche Menschenaffen aus deutschen Zoos aufgenommen und vergesellschaftet haben.

Bally und Limbo dürfen nicht zum Faustpfand des Zoos werden, der auf Steuergelder in Millionenhöhe zur Errichtung eines neuen Menschenaffenhauses spekuliert. Eine artgerechte Haltung von Menschenaffen im Zoo ist nicht möglich, der Neubau wird daher von Tier- und Artenschutzorganisationen entschieden abgelehnt.

Statt größere und modernere Tiergefängnisse zu bauen, müssen wir die Tierbestände in freier Natur effektiver schützen und die Haltung in Gefangenschaft auslaufen lassen. Dafür setzt sich animal public mit Nachdruck ein. Sie können uns dabei unterstützen, zum Beispiel mit einer Projektpatenschaft für Große Menschenaffen.