Noch immer werden von deutschen Wanderzirkussen hunderte Wildtiere unter erbärmlichen Bedingungen an ständig wechselnden Orten zur Schau gestellt. Eines der wohl bekanntesten Tiere, der Breitmaulnashorn-Bulle Tsavo, ist in dieser Woche verstorben. Tsavo wurde in Freiheit geboren, als Jungtier gefangen genommen und nach Deutschland verkauft. Über Jahrzehnte wurde er vom Zirkus Barum in einem kleinen Gitterwagen durch die Lande gekarrt. Nach dessen Schließung gelangte er in den Circus Krone, der ihn bis zu seinem Tod ausstellte.

Ein Vorstoß, solche Tierquälerei zu beenden, ist gerade vor dem Verwaltungsgericht Ansbach gescheitert. Die Stadt Ansbach hatte Gastspiele von Wildtierzirkussen auf kommunalen Flächen aus Gründen des Tierschutzes und zur Gefahrenabwehr verboten. Denn die auf engstem Raum unter unnatürlichen Umständen gehaltenen Wildtiere stellen auch eine oftmals unterschätzte Gefahr für Menschen dar.

Trotzdem kippte das Verwaltungsgericht das kommunale Wildtierverbot in Ansbach und gab dem Circus Krone Recht, der in Ansbach mit all seinen Wildtieren, darunter Löwen, Tiger und Elefanten, gastieren will. Gegen das Urteil kann die Stadt Ansbach noch bis diesen Mittwoch Beschwerde einlegen, um eine Klärung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zu veranlassen. Ob das geschieht, darüber will der Stadtrat am Dienstag in einer Sondersitzung beraten.

Wir haben den Verantwortlichen geschrieben und sie gebeten, sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof für das kommunale Wildtierverbot einzusetzen. Denn das Urteil wird bundesweit Signalwirkung haben. Tiere wie Tsavo brauchen Menschen, die für ihre Rechte eintreten und sich nicht von einem negativen Gerichtsurteil abschrecken lassen.

Bitte unterstützen Sie animal public im Kampf für ein Ende der Wildtierhaltung in Zirkussen. Für jede Spende ab 10 Euro schenken wir Ihnen diese Woche als kleines Dankeschön eine unserer Statement-Taschen „Manege frei von Tierquälerei“.  

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