Während die Parteien im Bundestag noch über die Politik der nächsten Jahre verhandeln, haben die Länder am Freitag im Bundesrat bereits eine wichtige Aufgabe für die zukünftige Regierung definiert.

So hat der Bundesrat beschlossen, die Bundesregierung aufzufordern, sich auf europäischer Ebene für eine umfassende Regulierung von Wildtierimporten einzusetzen, verbindliche Vorgaben für Tierbörsen und den Online-Tierhandel zu erlassen und einen Sachkundenachweis für Privathalter von Wildtieren einzuführen.

Der Handel mit Wildtieren für die Privathaltung boomt. In aller Welt werden insbesondere Reptilien und Amphibien, aber auch Fische und Säugetiere gefangen und zu Millionen in Beuteln, Kisten und Käfigen nach Europa transportiert und als exotische Haustiere gewinnbringend verkauft. Viele dieser Tiere sterben schon nach kürzester Zeit.

animal public macht seit Jahren auf dieses Tierleid aufmerksam und auf die immense Gefahr, die dieser Wildtierhandel für die wildlebenden Populationen darstellt.

Auch wenn der jetzige Beschluss des Bundesrates uns nicht weit genug geht, ist er doch ein deutliches Signal an die Bundesregierung und ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Wildtierschutz.