Vor rund einem Jahr setzte China das WHO-Büro in Peking in Kenntnis, dass offenbar ein neuartiges Virus bei dutzenden Menschen in Wuhan eine Atemwegsinfektion ausgelöst habe. Seither hat COVID-19 die Welt und unser aller Leben verändert, zumeist zum Negativen. 

Doch es besteht die Hoffnung, dass diese Pandemie auch positive Folgen haben wird. Denn spätestens seit dem Auftreten einer Sars-CoV-2 Mutation auf zahlreichen Pelzfarmen in Dänemark, ist nicht mehr von der Hand zu weisen, dass der Umgang von uns Menschen mit der Natur und den Tieren, maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung und die Verbreitung von Pandemien hat. 

In den Niederlanden wurde daher das Pelzfarmverbot, das erst ab 2024 gelten sollte, auf 2021 vorgezogen. In Ungarn wurde die Pelztierzucht vorsorglich ganz verboten. Wir haben gemeinsam mit zahlreichen anderen Tier- und Artenschutzorganisationen den zuständen EU-PolitikerInnen geschrieben und ein europaweites Verbot der Pelztierzucht gefordert, das jetzt erstmals in greifbarer Nähe ist. 

Nach jahrelanger Untätigkeit hat die Bundesregierung dann im November gleich ein ganzes Maßnahmenpaket zum Schutz von Wildtieren beschlossen. So will die Bundesregierung den Schutz dieser Tiere in Privathand und im Handel verbesseren, den illegalen Wildtierhandel stärker bekämpfen und sich auf internationaler Ebene für eine Schließung von Wildtiermärkten engagieren. Wir setzen uns dafür ein, dass diesem Beschluss auch Taten folgen werden. 

Die Entwicklung der letzten Monate scheint auch bei manchen Unternehmen zu einer erhöhten Sensibilität für den Tier- und Artenschutz geführt zu haben. So konnten wir gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen erwirken, dass die großen Einzelhandelsketten Kaufland, Lidl, Real und V-Markt Känguru-Produkte aus dem Sortiment nehmen. Und auch dm hat jetzt aufgrund des anhaltenden Protestes eine Überprüfung des Verkaufs von Tierfutter aus Kängurufleisch angekündigt.

Das alles sind kleine Schritte in die richtige Richtung. Wir werden unermüdlich dafür kämpfen, dass ihnen weitere, größere Schritte folgen, hin zu einem grundlegend anderen Umgang mit Tieren. Wir möchten Ihnen für die anhaltende Unterstützung in dieser schwierigen Zeit danken. Ohne Ihre Hilfe wäre unsere Tierschutzarbeit nicht möglich. 

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr. 

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