Ich begrüße den Aufruf der organisierten Jägerschaft, im beginnenden neuen Jagdjahr in Streik zu treten. Demnach soll ab 1. April kein einziger Schuß – weder auf ein Wildtier, noch auf ein Haustier – abgefeuert werden.

Wie aus ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, wollen die Waidmänner der nichtjagenden Bevölkerung endlich einmal drastisch vor Augen führen, was passiert, wenn sich die Jägerschaft weigert, weiterhin für Ruhe, Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit in Feld, Flur und Wald zu sorgen.

Nach eigenen Aussagen, fühlen sich Hobby-Jäger im Moment zu Unrecht an den Pranger gestellt. Sie haben den Sportschützen, die sie bisher als Waffen-Brüder im Geiste betrachtet haben, die Solidarität aufgekündigt.

„Wir brauchen keine schärferen Waffengesetze! Wir lassen uns nicht vorschreiben, wieviele Langwaffen wir anschaffen und zu Hause lagern dürfen und wieviel Schuss Munition uns zusteht. Wir passionierten Jäger sind keine Waffennarren“, empöret sich ein Lodengrüner, der lieber anonym bleiben will.

Dem Vernehmen nach, wollen die Hobby-Jäger ihren Streik so lange fortsetzen, bis ihre Lobbyisten die leidige Waffengesetz-Diskussion zum Verstummen gebracht haben. Erst wenn aus dieser Richtung keine Gefahr mehr droht, seien sie gewillt, ihre gesellschaftlich wichtige Aufgabe wieder wahrzunehmen, auf die Jagd zu gehen und Tiere zu schießen.

01.04.2009

 

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