Appellieren Sie an SPD und CDU, Angebote von Jagdsafaris auf der Messe Dortmund zu verbieten

Auf Europas größter Jagdmesse „Jagd & Hund“ in den Dortmunder Westfalenhallen bieten jedes Jahr über 150 Aussteller Trophäenjagdreisen an – inklusive Abschuss gefährdeter und geschützter Arten wie Eisbär, Nashorn, Elefant oder Löwe. Dieser Ausverkauf seltener Wildtiere muss endlich gestoppt werden!

Unsere Forderung: Angebote von Trophäenjagdreisen auf der „Jagd & Hund“ verbieten

!

Als alleinige Gesellschafterin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe Dortmund GmbH hat die Stadt Dortmund die Möglichkeit, diese Forderung umzusetzen. Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE/Piraten und FDP in Dortmund unterstützen unsere Forderung – doch SPD und CDU blockieren ein Verbot! Hier können Sie die Positionen einsehen.

Am 13. September 2020 wird in Dortmund gewählt.
Helfen Sie uns, SPD und CDU zum Umdenken zu bewegen

  • Fordern Sie die OB-Kandidaten und Kommunalparteien von SPD und CDU in Dortmund auf, Angebote von Trophäenjagdreisen in den städtischen Messehallen abzulehnen!
  • Nutzen Sie Social Media Kanäle, um den Druck auf die Parteien zu erhöhen!
  • Teilen Sie Informationen über die Hashtags #BanTrophyHunting und #WorthMoreAlive

Protestieren Sie direkt über die Social Media Kanäle der Parteien

Schreiben Sie eine Email an SPD und CDU Dortmund

Textvorschlag Email

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland ist nach den USA und Spanien größter Importeur von Jagdtrophäen geschützter Tiere wie Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard und Eisbär. Europas größte Jagdmesse „Jagd & Hund“ in Dortmund nimmt eine Schlüsselrolle beim Geschäft mit der Lust am Töten ein: über 150 Aussteller bieten dort Trophäenjagdreisen an. Die Hobbyjagd aus reiner Gier nach Trophäen ist inakzeptabel und widerspricht dem Tierschutzgesetz. Die Stadt Dortmund hat es in der Hand, solche Angebote in den städtischen Westfalenhallen zu verbieten – doch SPD und CDU haben dies bisher blockiert. Ich fordere Sie daher eindringlich auf, sich dafür einzusetzen Angebote von Trophäenjagdreisen auf der Messe „Jagd & Hund“ zu verbieten!

Ich sehe Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Hintergrund:

  • Alleine in Afrika gehen jedes Jahr mehr als 18.000 Ausländer auf Großwildjagd und töten dabei mehr als 100.000 Wildtiere, darunter bedrohte und geschützte Arten wie Elefanten, Geparde, Leoparden und Nashörner. Während der Handel mit Produkten dieser Tiere verboten ist, können Jagdtrophäen trotz des strengen Schutzstatus mit behördlicher Einfuhrgenehmigung legal nach Deutschland importiert werden – zum privaten Vergnügen. Denn für Jagdtrophäen gelten spezielle Ausnahmeregelungen.
  • Deutschland ist weltweit der drittgrößte Importeur für Jagdtrophäen international geschützter Arten, alleine 2019 wurden Trophäen von 750 Tieren eingeführt, darunter Körperteile von Elefanten, Löwen, Nashörnern, Eisbären und Affen.
  • Weil die Trophäenjagd tier- und artenschutzrechtlich nicht zu rechtfertigen ist, haben einige Länder bereits Einfuhrverbote erlassen: Frankreich stoppte 2015 als erstes EU-Land die Einfuhr von Löwentrophäen, 2016 erließen die Niederlande ein Einfuhrverbot für Trophäen aller geschützten Tierarten. Die Regierung von Großbritannien erarbeitet derzeit ein Einfuhrverbot und in Belgien haben im Juli 2020 zwei Parteien einen entsprechenden Antrag gestellt.
  • Trophäenjagd ist weder „Artenschutz mit der Flinte“ noch trägt sie zum „Erhalt eines gesunden Tierbestandes“ bei, wie Jagdorganisationen gerne behaupten. Trophäenjäger konkurrieren untereinander um besonders herausragender Trophäen – oft von bedrohten Arten. In der Regel haben sie es auf die stärksten, erfahrensten und für die Arterhaltung wichtigsten Individuen abgesehen. Verschiedene Studien belegen, dass diese unnatürliche Auslese fatale Auswirkungen auf bejagte Populationen hat.
  • Großwildjäger behaupten, die Jagd würde zur Armutsbekämpfung beitragen. Tatsächlich ist sie vor allem ein lukratives Geschäft für ausländische Veranstalter von Jagdsafaris. Laut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) erhält die lokale Bevölkerung aus dem Jagdtourismus im Durchschnitt nur 0,3 US-Dollar pro Person und Jahr – ein viel zu geringer Betrag, um die wirtschaftliche Situation der Menschen zu verbessern oder zum Schutz von Lebensräumen beizutragen.

Setzen Sie sich für die Rechte der Wildtiere ein!

Mit unserem Newsletter sind sie ganz nah dran an unseren Themen!

Jetzt Newsletter abonnieren!