Lebenslange Gefangenschaft in tristen Betonpools

© Born Free Foundation

Delfine sind hochintelligente Säugetiere mit einem Ich-Bewusstsein und einer eigenen individuellen Persönlichkeit. Immer wieder überraschen sie mit ihren erstaunlichen Fähigkeiten und der Art und Weise, wie sie ihr Zusammenleben gestalten. Die überaus klugen Meeresbewohner leben in hoch komplexen sozialen Familienverbänden, sogenannte Schulen, benutzen Werkzeuge, zeigen untereinander enormes Einfühlungsvermögen und geben sich individuelle Namen. Man weiß heute, dass die Tiere sogar um ihre Toten trauern. Viele Wissenschaftler sprechen sich mittlerweile dafür aus, Delfinen den Status von „nichtmenschlichen Personen“ zuzusprechen.

Vom Ozean ins Betonbecken

Delfine erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 55 km/h, können bis zu 500 m tief tauchen und haben Streifgebiete von etwa 300 km². Eine artgerechte Haltung dieser Tiere ist unmöglich. In Gefangenschaft leiden Delfine enorm unter der räumlichen Enge, der Bewegungseinschränkung, Langeweile und dem Fehlen einer natürlichen Sozialstruktur. Verhaltensstörungen und Aggressionen sind die häufige Folge, die dann mit Medikamenten wie Antidepressiva behandelt werden. Kein Becken der Welt kann diesen Tieren genug Raum bieten, um ihre Arteigenschaften voll ausleben zu können.

Treibjagden für die Delfinarien

© Marna Frida Olsen

Umso unerträglicher ist es, dass noch immer eine beachtliche Anzahl an Delfinen aus der freien Natur gefangen wird. Traurige Berühmtheit hat in diesem Zusammenhang das japanische Dorf „Taiji“ erlangt. Dort werden jedes Jahr tausende Delfine in eine Bucht getrieben und mit Speeren und Messern getötet. Regelrecht finanziert werden diese Treibjagden von der Delfinarienindustrie. Vor Ort suchen Delfintrainer die attraktivsten Tiere aus, die dann lebend gefangen und an Zoos und Vergnügungsparks in aller Welt verkauft werden, für bis zu 150.000 US Dollar pro Tier.

Gefangen im Spiegelkabinett

Delfine verfügen über ein Sonarsystem, mit dem sie aus den ausgesandten und dann vom Objekt reflektierten Sonarwellen ein dreidimensionales Klangbild erzeugen. Die Tiere nutzen dieses Echoortungssystem zur Ausübung der Jagd und zur Verständigung untereinander. In Gefangenschaft wird diese besondere Eigenschaft nicht nur unnötig, sondern gar lästig, da durch die geringe räumliche Ausdehnung der Betonbecken permanent Echos entstehen. Dies setzt die Tiere unter Stress, da sie einer quälenden „Dauerbeschallung“ ausgesetzt sind, aus der es kein Entrinnen gibt.

Delfinschwimmen – Ihr vermeintlicher Spaß bedeutet für die Tiere immenses Leid!

Das freundliche “Lächeln“ dieser klugen Meeressäuger ist ihnen zum Verhängnis geworden. Viele Menschen wünschen sich engen Kontakt zu diesen einzigartigen Tieren. Dies hat zweifellos dazu beigetragen, dass Schwimmen mit Delfinen in vielen Urlaubsregionen zu einer beliebten Touristenattraktion wurde.

Auch in der Natur ist Delfinschwimmen tabu! © A. Keeley

Unwissende Besucher sind begeistert von Freizeitparks, die ihnen die Möglichkeit geben, Delfine nicht nur zu beobachten, sondern „hautnah“ zu erleben oder sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Jedoch ist es ein einseitiges Vergnügen, denn der Delfin hat sich dieses Leben nicht selbst ausgesucht. Oftmals werden die Tiere aus der freien Wildbahn entrissen, um sie zur Unterhaltung für zahlende Kunden einzusetzen. Im Ozean springen und spielen Delfine mit den Wellen, jagen in Gruppen und führen ein selbstbestimmtes Leben. In Gefangenschaft fristen die Tiere ein trauriges Dasein, denn was uns Menschen Spaß machen soll, macht die Tiere krank und depressiv. Das alltägliche Leben in engen, trostlosen Betonbecken und der ständige erzwungene Kontakt zu unzähligen fremden Menschen sind für die sensiblen Wildtiere derart unnatürlich, dass sie oftmals mit Psychopharmaka behandelt und manipuliert werden. Zusätzlich zu der kaum vorstellbaren permanenten Enge führt das Fehlen von Beschäftigung, der Lärm von Umwälzpumpen, Showmusik und Besuchern und die unnatürliche Nahrung zu einer Belastung der Tiere, die sie krankheitsanfälliger, frustriert und mitunter auch aggressiv werden lassen. Zahlreiche Berichte dokumentieren Erfahrungen von Delfinarienbesuchern, die von Delfinen angegriffen und verletzt wurden.

Werden Sie selbst aktiv für die Delfine!

© Sam Lipman

Es ist nie zu spät umzudenken! Bitte besuchen Sie keine Delfinarien – weder in Deutschland noch im Ausland. Das scheinbar harmlose Urlaubsvergnügen ist übelste Tierquälerei. Bitte klären Sie auch Ihre Familie und Freunde über das Leiden der intelligenten Meeressäuger in Gefangenschaft auf. Sie können uns in unserem Kampf für die Freiheit dieser Tiere unterstützen! Wenn Sie Delfinen etwas Gutes tun möchten, haben Sie bei uns die Möglichkeit, eine Delfin-Projektpatenschaft zu übernehmen oder zu verschenken. Stand: 06/2018

 

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