Tiere als Fotoobjekte

© Born Free Foundation – Indonesien

In vielen Urlaubsländern weltweit bieten Zoos, Tierparks und private Geschäftemacher Urlaubern hautnahen Kontakt mit Wildtieren an. Als besonders niedlich geltende Tiere wie beispielsweise Faultiere und  Tierkinder wie Tigerbabys sind besonders beliebt. Doch die begehrten Schnappschüsse und das kurze Touristenvergnügen heißt für die Tiere  lebenslange Gefangenschaft und permanentes Leid. Noch immer werden Wildtiere aus der Natur gefangen, um  für Touristenfotos vermarktet zu werden. Die Trennung von Artgenossen und die Haltung auf engem Raum lassen sie krank werden; viele entwickeln sichtbare Verhaltensstörungen oder sterben nach kurzer Zeit. Der nahe Kontakt zu  Menschen oder das stetige Herumreichen, Streicheln und Tätscheln stresst Wildtiere zusätzlich. Oft werden sie daher mit Medikamenten ruhig gestellt.

Gefahr für Mensch und Tier

Viele Tiere sterben sehr jung. Sie überstehen die desolaten Haltungsbedingungen oder die gewaltsamen Dressur nicht. Doch auch für tierliebe Urlauber stellen die Fotos mit Wildtieren eine Gefahr dar. Raubkatzen, Elefanten oder Affen können Menschen erhebliche Verletzungen zufügen.

© Born Free Foundation – Tigerbaby in Mexiko

Die hautnahen Begegnungen mit den durch die Gefangenschaft und Unterdrückung teils schwer traumatisierten Tiere haben mitunter tödliche Konsequenzen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Besucher sich bei den Tieren mit exotischen Krankheiten anstecken oder ihrerseits die Tiere mit Erregern infizieren, die für die Tiere tödlich sind.

Das herzlose Geschäft mit den Tieren

Vor allem die Jungtiere sind für Urlauber attraktiv!  Mit ihnen lässt sich richtig Geld verdienen. Zudem sind Tierkinder im direkten Kontakt weniger gefährlich. Das einzelne Tierleben zählt in diesem brutalen Geschäft nicht. Heranwachsende oder zu groß gewordene Tiere, die nicht mehr lukrativ genug sind, werden aussortiert, in  noch schlechtere Haltungsbedingungen abgegeben oder gnadenlos getötet.

Die Tiger in Thailand – trauriges Beispiel einer vermeintlichen Urlaubsattraktion

© Born Free Foundation – Tiger in Thailand

In Thailands Tiger-Zoos können Besucher gegen Eintritt die mächtigen Raubkasten streicheln und sich mit ihnen fotografieren lassen. Den Tigern werden Beruhigungsmittel verabreicht, damit sie stundenlang regungslos liegenbleiben und möglichst vielen zahlenden Touristen für ihre „Mutprobe“ zur Verfügung stehen. Doch damit nicht genug! Um die schläfrigen Tiere wach zu halten, wird ihnen immer wieder auf die empfindliche Nase und den Kopf geschlagen oder in ihre Genitalregion gekniffen. Zudem werden die zur Schau gestellten Raubkatzen teils an kurze Ketten angebunden, damit interessierte Urlauber ihnen noch näher sein können. So sind die Tiere attraktiver und bringen mehr Geld ein. 

Tierleid weltweit

Rund um den Globus müssen Tiere als Foto-Touristenattraktionen leiden. In Südamerika werden Faultiere und Papageien, in Marokko junge Berberaffen eingefangen, damit Touristen für Fotos mit den Tieren bezahlen. In Japan werden Eulen, in Südkorea Waschbären benutzt, um Besucher in Tiercafés zu locken. In Vietnam  erfreuen sich  Schildkröten, Schlangen und andere Reptilien in Cafés großer Beliebtheit, während in Thailand  Füchse und Erdmännchen präsentiert werden. Es gibt leider kaum ein Wildtier, das nicht für die Unterhaltung von Touristen herhalten muss.

Werden Sie selbst aktiv für Wildtiere!

© Born Free Foundation – Kamelreiten auf Lanzarote

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf gegen die Ausbeutung dieser Tiere. Es ist nie zu spät umzudenken! Bitte besuchen Sie keine vermeintlichen Urlaubsattraktionen, bei denen Tiere als Fotorequisiten zur Schau gestellt, als Streicheltiere oder auf andere Weise zur  Touristenunterhaltung ausgenutzt werden. Sie unterstützen damit ein grausames Geschäft auf Kosten der Tiere. Das scheinbar harmlose Urlaubsvergnügen ist eindeutig Tierquälerei. Bitte klären Sie auch Ihre Familie und Freunde über das Leiden der Wildtiere im Tourismus auf. Stand: 06/2018

Bestellen Sie hier unseren Flyer zum Thema!

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