Geschäfte auf Kosten der Tiere

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In zahlreichen Ländern Asiens, aber auch in Afrika werden diverse Aktivitäten mit Elefanten angeboten. Darunter das beliebte Elefantenreiten, ein gemeinsames Foto, aber auch der hautnahe Kontakt zu den Tieren beim Waschen, Baden oder Füttern. Die Urlauber können die Tiere bei Tempelprozessionen bestaunen oder gar selbst für einen Tag Elefantenpfleger spielen. Für viele Touristen ist es der Höhepunkt ihrer Reise, den grauen Riesen derart nah zu kommen. Doch diese scheinbar einmaligen Momente bedeuten für die Wildtiere lebenslanges Leid, denn sie sind Gefangene. Den unwissenden Touristen wird vermittelt, dass sie etwas Gutes tun, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Vorstellung von fürsorglichen Mahouts, die sich liebevoll um ihre imposanten Tiere kümmern, ist schlichtweg falsch. Es geht allein ums Geschäft.

Das Leiden der grauen Riesen

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Elefanten sind hoch soziale Tiere, die in freier Wildbahn in komplexen Sozialstrukturen leben. Eine Elefantenherde besteht aus miteinander verwandten weiblichen Tieren und deren Jungtieren. Angeführt wird die Herde in der Regel von einer erfahrenen Leitkuh. Elefanten legen täglich Strecken von bis zu hundert Kilometern zurück. Eine artgerechte Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft ist nicht möglich. Die Tiere werden oft einzeln gehalten, haben keinen Auslauf und leiden unter haltungsbedingten Problemen. Darunter Verletzungen, Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Zudem werden die Tiere vielfach nicht ausgewogen ernährt. Der ständige Bewegungsmangel kann zu Adipositas (Fettleibigkeit) führen. Selbst blinde, sehkranke und sehr alte Tiere müssen für die Touristen-Attraktionen herhalten.

Wildfänge für den Tourismus

Viele Urlauber glauben, einen Beitrag für den Tier- und Artenschutz zu leisten, doch um das Geschäft mit den Elefanten am Laufen zu halten, werden immer neue Tiere gebraucht. Noch immer stammen die meisten Elefanten, die in Gefangenschaft gehalten werden, aus der freien Natur. Die immense Nachfrage führte vor allem in Asien zu einem organisierten illegalen Handel mit wilden Elefanten. Doch auch in Afrika werden wilde Elefanten gefangen. Dabei wird gezielt Jagd nach Elefantenbabys gemacht, da diese einfacher gebrochen und dressiert werden können. Zudem trägt der illegale Handel zur Gefährdung der Art bei.

Rohe Gewalt und ein Leben in Ketten

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Elefanten sind und bleiben gefährliche Wildtiere. Damit sie auf Befehle von Menschen gehorchen, werden sie brutal unterworfen. Ihr Wille wird mit Gewalt, Wasser-, Nahrungs- und Schlafentzug gebrochen. Dies geschieht oft schon bei den Jungtieren, da diese sich nicht wehren können. Sie werden angekettet und mit dem sogenannten Elefantenhaken (auch Ankus genannt) malträtiert. Dabei handelt es sich um einen scharfen Eisenhaken, der in besonders empfindliche Körperregionen wie hinter den Ohren oder zwischen den Zehen, wo man Verletzungen nicht gleich sieht, eingehakt wird. Der Elefantenhaken bleibt lebenslänglich im Einsatz, damit die sensiblen Tiere nicht vergessen, was ihnen droht, wenn sie die Befehle „ihres“ Mahouds nicht erfüllen.

Lebensgefahr für Mensch und Tier

Zwei von drei Elefantenbabys überleben die grausame Dressur (das sogenannte „Einbrechen“) nicht. Doch nicht nur für die Tiere, auch für Menschen hat der grausame Umgang mit den mächtigen Wildtieren mitunter tödliche Konsequenzen. Immer wieder lehnen sich Elefanten gegen ihre Peiniger auf, mit fatalen Folgen: regelmäßig gibt es Verletzte und Tote – unter ihnen auch Touristen.

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Werden Sie selbst aktiv für die Elefanten!

Sie können uns in unserem Kampf gegen die Ausbeutung dieser Tiere unterstützen. Es ist nie zu spät umzudenken! Bitte besuchen Sie keine Elefanten-Attraktionen. Sie unterstützen damit das grausame Geschäft auf dem Rücken der grauen Riesen. Das scheinbar harmlose Urlaubsvergnügen ist eindeutig Tierquälerei. Bitte klären Sie auch Ihre Familie und Freunde über das Leiden der Elefanten im Tourismus auf.

Stand: 06/18

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