Verkauf von Giftschlangen auf einer Börse

Der Umweltausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hat am 10.06.2020 für die Einführung des sogenannten Gifttiergesetzes (Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor sehr giftigen Tieren) gestimmt. Das Gesetz wurde von der schwarz-gelben Landesregierung nach dem Fund einer Monokelkobra in Herne eingebracht. Die Haltung von sehr giftigen Tiere, die aufgrund ihrer starken Giftwirkung nach Bissen oder Stichen in der Lage sind, Menschen erheblich zu verletzen oder zu töten, ist damit zukünftig verboten. Personen, die solche Tiere derzeit halten, müssen dies bei der zuständigen Behörde anzeigen. Wenn sie die Haltung fortsetzen möchten, müssen sie volljährig sein, die persönliche Zuverlässigkeit sowie das Bestehens einer Haftpflichtversicherung nachweisen. Ansonsten können sie das Tier kostenlos bei einer Landesstelle abgeben. Die Neuanschaffung von sehr giftigen Tieren ist verboten.

animal public begrüßt das neue Gifttiergesetz ausdrücklich als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wäre das von Bündnis90/Die Grünen eingebrachte Genfahrtiergesetz ein weitreichenderer Schritt zum Schutz der Bevölkerung und der Tiere gewesen. Dies haben wir auch in unserem Schreiben an die Landtagsabgeordneten deutlich gemacht.

Update: Das Gifttiergesetz wurde am 24.06.2020 beschlossen. Es tritt am 01.01.2021 in Kraft.

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