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Unsere nächsten Verwandten

Wir sind Menschen und zugleich Große Menschenaffen, ebenso wie Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen. Tatsächlich weicht die menschliche DNS nur um etwas mehr als ein Prozent von derjenigen unserer nächsten Verwandten, den Schimpansen ab.

Die nichtmenschlichen Großen Menschenaffen sind hoch soziale Individuen, sie verfügen über ein Ich-Bewusstsein, können sich mental in andere Wesen hineinversetzen und in die Zukunft denken. Sie benutzen Werkzeug, haben lokale Traditionen, trauern um ihre Toten und führen, wenn sie allein sind, Selbstgespräche.

In Freiheit leben die Großen Menschenaffen in komplexen Sozialgefügen zusammen. Ihr Lebensraum sind vor allem dichte Wälder, ihre Reviere mehrere dutzend Quadratkilometer groß. In Zoos werden sie dagegen auf engstem Raum gehalten. Nicht in einer natürlich gewachsenen Gruppe, sondern zusammen mit Artgenossen, die ein Zuchtbuchleiter anhand von genetischen Daten ausgesucht hat.

Gefangen im Zoo

In Deutschland werden rund 450 Menschenaffen in zoologischen Einrichtungen zur Schau gestellt. Panzerglasscheiben, bemalte Betonfelsen und künstliche Gräser sollen den Besuchern das trügerische Gefühl vermitteln, die Tiere würden artgerecht gehalten. Doch die Realität ist eine andere. So wurden bei einer großangelegten Beobachtung der Großen Menschenaffen in deutschen Zoos bei jedem zweiten Tier augenfällige Symptome zoochotischer Störungen, wie Bewegungsstereotypien, Essstörungen, Hyperaggressivität, Selbstverstümmelung, Angststörungen oder Apathie dokumentiert. Auch mehrere Studien in nordamerikanischen Zoos belegen, dass abnormale Verhaltensweisen allgegenwärtig sind und bei der Mehrheit der Gorillas und Schimpansen auftreten. Tatsächlich zeigen zahlreiche Untersuchungen, dass Menschenaffen trotz intensiver Bemühungen in Gefangenschaft Verhaltensstörungen entwickeln, die psychischen Erkrankungen bei Menschen gleichen.

Der renommierte Primatologe Professor Dr. Volker Sommer geht davon aus, dass Menschenaffen, da sie eine Vorstellung von Zukunft haben, in Zoos aufgrund der Ausweglosigkeit ihrer Situation, ähnlich wie wir Menschen, verzweifeln.

Kein Beitrag zum Artenschutz

Vielfach wird die Haltung von Großen Menschenaffen in Zoos damit begründet, dass diese dem Artenschutz dienen würde. Dabei gibt es kein Auswilderungsprojekt für in Zoo-Gefangenschaft gezüchtete Große Menschenaffen. Aus gutem Grund: ein Überleben dieser Tiere in freier Natur gilt als unwahrscheinlich, da sie über Generationen selbst die elementarsten Verhaltensweisen, wie Futtersuche oder Feindvermeidung nicht erlernen können.

Hinzu kommt, dass in ihren Heimatländern bereits mehrere hundert rehabilitierte Menschenaffen in Auffangstationen auf Wiederauswilderung warten. Was fehlt ist ein konsequenter Schutz dieser Tiere und ihrer Lebensräume. Mit den finanziellen Mitteln, die hierzulande für die Zucht und Haltung einiger weniger Menschenaffen eingesetzt werden, könnten im natürlichen Lebensraum der Tiere große Flächen geschützt werden.

Grundrechte für Menschenaffen

Im Jahr 1993 initiierten die Philosophen Peter Singer und Paola Cavalieri das Great Ape Project. Sie fordern für Orang-Utans, Gorillas, Bonobos und Schimpansen einige jener Privilegien ein, die bisher nur für Menschen gelten: das Recht auf Leben, auf Freiheit und ein Verbot der Folter. Da die Großen Menschenaffen über ein Bewusstsein verfügen, sich mental in andere Wesen hineinversetzen und in die Zukunft denken können, sollten wir sie als Personen anerkennen und als Individuen respektieren. Sie erfüllen hinreichend die Voraussetzung, um in den Kreis der moralisch Gleichen einbezogen zu werden.
Es würde somit als strafbares Unrecht gelten, Menschenaffen in medizinischen Experimenten zu schädigen, sie in Gefangenschaft unter unwürdigen Bedingungen zu halten, zu Tode zu richten oder ihren Lebensraum zu zerstören.

animal public unterstützt die Forderung des Great Ape Projcts nach Grundrechten für Große Menschenaffen.

Aktuell:

Gemeinsame Stellungnahme zum Neubau eines Menschenaffenhauses im Krefelder Zoo

Bisherige Aktionen und Erfolge:

  • Durch Mitarbeit am „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“ konnte animal public erreichen, dass die Haltungsbedingungen für Menschenaffen in deutschen Zoos grundlegend verbessert werden müssen
  • Durch Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und aktive Öffentlichkeitsarbeit konnten in den letzten Jahren zahlreiche Schimpansen aus Tierparks, Zirkussen und privaten Haltungen gerettet und an geeignete Auffangstationen vermittelt werden.
  • Im Dialog mit den zuständigen Politikern, Behörden und der Betreiberfamilie konnte erreicht werden, dass der Vergnügungspark Schwabenpark seine Schimpansenshow einstellt. Zudem soll die Haltung der Tiere verbessert und der Tierbestand durch Abgabe reduziert werden.

Mithelfen:

  • Als Projektpate können Sie uns helfen Menschenaffen eine Stimme zu geben
  • Verzichten Sie auf den Besuche von Zoos und klären Sie auch Ihre Freunde und Familie über das Leiden der Großen Menschenaffen in Gefangenschaft auf