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Zirkus-Elefant verletzt Vater mit Kleinkind

Berlin/München/Düsseldorf, 24.09.2010 . Am vergangenen Samstag verletzte in Leutkirch, Baden-Württemberg, ein Elefant des dort gastierenden Zirkus Luna während einer Betriebsfeier einen 24-jährigen Mann mit seinem neun Monate alten Sohn schwer. Der Elefant „Baby“ wurde von der Firma, bei der sich das Unglück ereignete, für ein Gruppenfoto ausgeliehen. Anscheinend hatte die Elefantenkuh irgendetwas erschreckt, sie drehte sich um und nahm den jungen Mann, der seinen kleinen Sohn auf den Armen hielt, mit ihren Stoßzähnen auf. Dabei fielen beide aus vier Meter Höhe auf den Boden und erlitten schwere Verletzungen.
Erst am 28.08. hatte ein Zirkuselefant in Jena während einer Tierschau eine Frau angegriffen, die mit einigen Prellungen davon kam. animal public e.V. und aktion tier e.V. fordern seit langem die politisch Verantwortlichen auf endlich Konsequenzen aus den Unfällen zu ziehen und die Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben zu verbieten.  Judith Brettmeister von der aktion tier Geschäftsstelle in München weißt eindringlich daraufhin: „ In Deutschland halten sich ca. 350 Zirkusse auf, die meisten von ihnen führen Wildtiere mit sich wie Elefanten oder Großkatzen. Eine artgerechte Haltung ist für diese Tiere in fahrenden Unternehmen ist nicht möglich. Besonders Elefanten gelten in Gefangenschaft als äußerst gefährlich und unberechenbar“.  Auch für Laura Zimprich von animal public ist es unverständlich warum nicht endlich gehandelt wird: „Alleine beim Zirkus Luna ereigneten sich in vergangenen Jahren  zwei Zwischenfälle an denen Zirkuselefanten beteiligt waren:

        Im August 2000 wurde eine 32-jährige Passantin von der Elefantenkuh des Zirkus Luna mit dem Rüssel niedergeschlagen. Das Kind der Frau erlitt einen Schock.

        Im November 2001 brach ein Elefant des Zirkus Luna aus und lief durch Aschersleben. Er riss eine Hecke aus, Personen kamen nicht zu schaden.

„In den letzten 30 Jahren sind in Europa und den USA 40 Menschen von Elefanten getötet und 110 Menschen schwer verletzt worden“, führt Laura Zimprich weiter aus, „was muss eigentlich noch alles passieren, damit Bundesministerin Ilse Aigner endlich aktiv wird“.

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