Unterstützen Sie uns!



Wildtiere im Zirkus

Affe im Zirkus

Vor etwa 250 Jahren wurden die ersten Zirkusunternehmen gegründet. Akrobaten, Magier, Clowns und Kunstreiter zeigten dort ihr Können. Viele Jahre später begannen die Zirkusunternehmen auch wilde Tiere, die man in Afrika oder Asien gefangen hatte, vorzuführen. Internet, Fernsehen oder Kino gab es noch nicht; und auch die Fotografie war gerade erst erfunden. Einige Menschen hatten noch nie auch nur das Bild eines Elefanten, eines Nashorns oder einer Giraffe gesehen und waren natürlich begeistert, solche Tier plötzlich in echt vor sich zu sehen. Aber auch Menschen wurden damals ausgestellt – zum Beispiel kleinwüchsige Menschen, siamesische Zwillinge oder farbige Afrikaner. Diese Menschenschauen gibt es zum Glück heute nicht mehr. Aber Wildtiere wie Elefanten, Tiger, Löwen oder Affen werden auch heute noch im Zirkus gehalten. Für die Tiere ist das gar nicht schön. Sie sind in kleine Gitterwagen eingesperrt oder werden sogar an den Beinen angekettet. Sie können nicht laufen, klettern, schwimmen oder jagen, wie sie das machen würden, wenn sie frei wären. Egal ob sie Hunger, Langeweile, Angst oder Schmerzen haben, ihnen kalt oder zu warm ist, sie sind auf einer Fläche etwa so groß wie ein Klassenzimmer eingesperrt und können sich nicht selber helfen. Als wäre das nicht schlimm genug, müssen sie auch noch ein paar Mal am Tag die Kunststücke vorführen, die man ihnen beigebracht hat. Tiger müssen durch brennende Reifen springen, Elefanten auf den Hinterbeinen stehen und Affen Kleider tragen. Das tut kein Tier freiwillig. Mit Schlägen, Elektroschocks oder Futterentzug werden sie dressiert. Dabei ist das doch gar nicht mehr nötig. Durch Bücher, das Internet und das Fernsehen wissen heute nicht nur alle Menschen in Deutschland, wie Elefanten, Löwen oder Tiger aussehen, sie wissen sogar, wie sie in freier Natur leben. Daher ist es an der Zeit, die tierquälerische Haltung von Wildtieren im Zirkus endlich genauso zu beenden wie die Menschenschauen. In anderen Ländern ist man schon einen Schritt weiter, da ist die Haltung mancher oder gar aller Wildtiere im Zirkus bereits gesetzlich verboten.

Das fordern Tierschützer auch für Deutschland. Sie wollen ein sogenanntes Nachstellverbot. Das heißt, kein Zirkus darf mehr neue Tiere kaufen oder züchten. Dafür dürfen alle Zirkusunternehmen ihre Tiere, die sie jetzt haben, behalten und können ihr Programm langsam verändern. Doch bislang haben die deutschen Politiker ein solches Verbot noch nicht beschlossen. Daher ist es an jedem Einzelnen, den Tieren im Zirkus zu helfen.

So kann man den Wildtieren im Zirkus helfen:

  • Keinen Zirkus mit Wildtieren besuchen. Wenn die Zirkusunternehmen merken, dass sie mit den armen Tieren kein Geld mehr verdienen können, kaufen sie auch keine neuen Tiere mehr dazu.

  • Familie und Freunde informieren. Wenn ganz viele Menschen nicht mehr in Zirkusunternehmen mit Wildtieren gehen, dann werden immer mehr Zirkusse nur noch Akrobaten, Clowns und Zauberer zeigen.

  • Darüber schreiben. Egal ob in einer Schülerzeitung, einem Leserbrief oder im Internet. Schreibt über das Leid der Wildtiere im Zirkus und informiert so andere Menschen.

Diese Seite teilen.Share on Facebook