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Tierpark Kalletal: Tierschützer halten Vorgehen des Veterinäramtes für richtig

Düsseldorf, den 22.01.2010 – Über Monate beschäftigte das Schicksal der Tiere im Tierpark Kalletal im letzten Jahr Öffentlichkeit, Behörden und Tierschützer. Ende 2009 wurde das Gelände dann mitsamt des Tierbestandes an Herrn S. aus Lemgo verkauft.Diesem verweigert das Veterinäramt des Kreises Lippe nun die Erteilung einer Betriebsgenehmigung, wegen Zweifeln an seiner Zuverlässigkeit und fordert die Auflösung des Tierbestandes. Der Tierschutzverein animal public hält das Vorgehen des Veterinäramtes für richtig.

Die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft erfordert nicht nur umfassende Fachkenntnisse und ein hohes Maß an Verantwortung, sondern ist auch mit hohen Kosten verbunden. Ob der Betreiber einer Einrichtung in der Wildtiere gehalten werden sollen diesen Anforderungen gerecht werden kann, muss das Veterinäramt vor Erteilung einer Betriebsgenehmigung prüfen, so schreibt es das Tierschutzgesetz vor. Durch die Prüfung der „Zuverlässigkeit“ eines Halters soll zukünftiges Tierleid verhindert werden.
Nur selten und aus triftigen Gründen verweigern Veterinärämter die Erteilung einer Betriebsgenehmigung wegen Zweifeln an der Zuverlässigkeit eines Halters. Bei Herrn S. ist das der jedoch der Fall.
Laura Zimprich, Sprecherin des Tierschutzvereins animal public, erklärt: „Es ist davon auszugehen, dass es schwerwiegende Gründe gibt, wenn ein Veterinäramt die Erteilung einer Betriebsgenehmigung verweigert. Aus Sicht des Tierschutzes ist das Vorgehen des Veterinäramtes zu begrüßen. Durch diese Maßnahme soll zukünftiges Tierleid verhindert werden.“
Genau wie das Veterinäramt hat auch der Verein animal public e.V. Zweifel an der Zuverlässigkeit von Herrn S. und lehnt eine Wiedereröffnung eines Tierparks oder die Eröffnung einer Auffangstation unter seiner Leitung ab.
„Herr S. hat mindestens ein Tigerbaby angeschafft und dann wieder verkauft, spricht davon Tiere „loswerden“ zu wollen und hat den Verkauf von Tieren nach China angedroht“, so Laura Zimprich, „mit Tierliebe hat das nichts zu tun. Aus unserer Sicht sollte jemand der so agiert weder einen Tierpark noch eine Auffangstation leiten.“

Während Herr Schäfer noch lautstark behauptet für eine Auffangstation auf dem Tierparkgelände kämpfen zu wollen, steht dieses schon längst bei ebay zum Verkauf, die Übernahme des Tierbestandes ist „verhandelbar“: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=180448734509

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