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Reisende Reptilien-Ausstellungen müssen verboten werden

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der reisenden Reptilien-Ausstellungen zu. Viele arbeiten wie Zirkusbetriebe. Sie kündigen sich mit Plakaten und Flyern an, die keinen Veranstalter und auch keinen Eintrittspreis nennen. Stattdessen werben sie mit Sensationen, wie zweiköpfigen Tieren oder dem Nervenkitzel eine Riesenschlange oder einen Alligator anfassen zu dürfen.
Reptilien reagieren sehr sensibel auf alle Arten von Erschütterungen, Temperaturveränderungen und sind daher für die Haltung in reisenden Unternehmen absolut ungeeignet. Allein dies wäre Grund genug, reisende Reptilien-Ausstellungen aus Tierschutzgründen zu verbieten.

Viele der Ausstellungen bieten den Besuchern an, sich mit den Tieren fotografieren zu lassen. Zwischen 5 Euro und 200 Euro müssen die Besucher für ein Foto mit einem Leguan einer Riesenschlange oder einem Alligator zahlen. Dieses Herumreichen der Tiere ist aus Sicht des Tierschutzes unverantwortlich. Reptilien sind Wildtiere, sie haben sich anders als Hunde oder Katzen nicht über Jahrtausende an ein Leben in der Nähe des Menschen gewöhnt. Reptilien sehen den Menschen nicht als gutartigen Partner. Angefasst werden und herumgereicht werden, bedeutet für sie die Gefangennahme vor der Tötung. Wissenschaftliche Beobachtungen haben gezeigt, dass selbst bloßer Augenkontakt mit einem Menschen bei Reptilien erheblichen Stress auslöst. Wie muss es dann erst Tieren gehen, die über Stunden von fremden Menschen angefasst und immer wieder herumgereicht werden?

Doch nicht nur den Tieren gegenüber ist das Verhalten der Reptilienaussteller unverantwortlich. Etwa zwei Drittel bis drei Viertel der in Deutschland gehaltenen Reptilien ist asymptomatisch mit Salmonellen infiziert und scheiden die Erreger über den Kot kontinuierlich aus. Für Kinder kann eine Salmonelleninfektion tödlich enden. Daher rät das Robert Koch Institut, dass man bei Kindern unter 5 Jahren den Kontakt zu Reptilien vermeiden sollte. Bei den Reptilien-Ausstellungen fehlt ein solcher Hinweis. Vielmehr werden Kinder offensiv aufgefordert die Tiere zu streicheln.

animal public setzt sich für ein gesetzliches Verbot von reisenden Reptilien-Ausstellungen ein. Bitte unterstützen Sie uns dabei.

Das können Sie tun:

  • Besuchen Sie keine Reptilien-Ausstellungen und informieren Sie auch ihre Freunde und Bekannte.

  • Wenn Sie von dem Gastspiel einer Reptilien-Ausstellung erfahren, dann melden Sie dieses bitte dem lokalen Veterinäramt.

  • Unterstützen Sie die Arbeit von animal public mit einer Spende. Jede Spende und sei sie noch so klein, hilft uns, den Tieren zu helfen.

 

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