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Protest gegen Giraffen-Tötung

animal public fordert: Keine weitere Tötung gesunder Giraffen

Trotz massiver Proteste wurde am Sonntag, den 09.02.2014, der erst eineinhalb Jahre alte Giraffenbulle „Marius“ im Kopenhagener Zoo in Dänemark getötet. Vor den Augen zahlreicher Kinder zerstückelte man „Marius“, um ihn den Löwen zum Fraß vorzuwerfen.

Grund für die Tötung des vollkommen gesunden Tieres war: es passte nicht in das Zuchtprogramm der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA). Nach Angaben der EAZA war keiner der 300 Mitgliedzoos bereit das Tier aufzunehmen, da sie alle Giraffen mit ähnlichem Genmaterial hätten.

Fakt ist, dass…

  • die Zuchtprogramme der EAZA freiwillige Vereinbarungen sind, die weder von unabhängigen Wissenschaftlern, noch von staatlicher Stelle kontrolliert werden und damit auch keine hinreichende Begründung für die Tötung eines gesunden Tieres darstellen.
  • lediglich ca. 8% der Zoos- und Tierparks in Europa der EAZA angehören. Es also Tausende gegeben hätte, die „Marius“ auch hätten aufnehmen können. Einige Angebote sollen dem Zoo sogar vorgelegen haben und nicht berücksichtigt worden sein.
  • Giraffen auch in Bullengruppen gehalten werden können. Eine Unterbringung wäre daher auch in einem EAZA Zoo problemlos möglich gewesen, wenn man gewollt hätte.
  • im Rahmen des EAZA Zuchtprogramms 825 Giraffen gehalten werden, davon sind 138 Unterart-Hybriden und bei 48 ist der Unterart-Status unbekannt (Stand 2013). Damit sind fast ein viertel der Tiere ohnehin nicht für die so genannte Arterhaltungszucht geeignet.

Das Zuchtbuch für Giraffen wird im ZOOM Gelsenkirchen geführt. Dort wird mitentschieden, was mit den Giraffen in den EAZA Zoos passiert.

Wir fordern vom EEP Koordinator, dass keine weitere gesunde Giraffe getötet wird.

Bitte unterstützen Sie unseren Protest und senden Sie eine Mail an den EEP Koordinator.

Protestmail———————————————————————————————————–

ZOOM Erlebniswelt / EEP Koordinator für Giraffen

Sehr geehrter Herr Jebram,

mit Empörung habe ich zur Kenntnis genommen, dass im Zoo Kopenhagen in Dänemark ein vollkommen gesunder Giraffenbulle getötet wurde, angeblich weil die Gefahr der Inzucht bestanden hätte, wäre das Tier in einem anderen EAZA Zoo untergebracht worden.

Die Tötung eines Tieres, nur weil es nicht in ein Zuchtprogramm passt, halte ich für moralisch verwerflich. Der Zoo Kopenhagen und die EAZA hätten für „Marius“, der bewusst gezüchtet wurde und mit dessen Zurschaustellung man bereits gutes Geld verdient hat, einen geeigneten Platz finden oder schaffen müssen. Verschiedene Zoos sollen sogar angeboten haben „Marius“ aufzunehmen.

Als Führer des EEP Zuchtbuchs für Giraffen, wäre es Ihre Aufgabe gewesen dafür Sorge zu tragen, dass erst gar keine unerwünschte Giraffe wie „Marius“ gezüchtet wird und wenn Ihnen dennoch ein Fehler unterläuft, dass das Tier artgemäß untergebracht wird.

Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass ein gesundes Tiere eine nicht funktionierende Zuchtpolitik mit dem Leben bezahlen musste.

Ich fordere Sie hiermit auf, dafür Sorge zu tragen, dass keine weiteren im Rahmen der EAZA gezüchteten Giraffen getötet werden, weil sie unerwünscht sind.

Mit freundlichen Grüßen






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