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Palma de Mallorca verabschiedet sich von Zirkussen mit Wildtierhaltung

Berlin/ München, 29.07.2010. Gestern beschloss das Parlament des beliebten Urlaubsorts Palma de Mallorca, dass in der Stadt keine Zirkusunternehmen mit Wildtieren erwünscht sind. Als Begründung wurde angeführt, dass solche Unterhaltungsshows nicht mehr zeitgemäß seien, da die Tiere nur während ihres Auftritts aus den engen Käfigen dürften. Die Tierschutzvereine aktion tier und animal public begrüßten diesen Beschluss als eine wichtige Entscheidung für den Tierschutz.

Länder, wie Österreich, Schweden, Finnland, Dänemark, Costa Rica und Bolivien haben die Haltung von Wildtieren im Zirkus bereits teilweise oder ganz verboten.  Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftsstelle München ist von dem Beschluss ganz begeistert: „Das ist wieder einen kleiner Erfolg für den Tierschutz und hat hoffentlich Signalwirkung auf Spanien und andere Länder in Europa. Ein reisendes Unternehmen, wie ein Zirkusbetrieb, kann Wildtiere niemals artgerecht halten.“

In Deutschland hatte der Bundesrat bereits im Jahr 2003 gefordert, dass bestimmte Wildtiere, wie z.B. Elefanten, grundsätzlich nicht im Zirkus gehalten werden dürften. Doch die Bundesregierung hat bislang diesen Beschluss nicht umgesetzt. Mittlerweile sind einige Städte in Deutschland aktiv geworden und versuchen ein Verbot für Gastspiele von Zirkusunternehmen mit Wildtieren zu erwirken.

Laura Zimprich von der Tierschutzorganisation animal public fordert, dass die Bundesregierung endlich handelt: „Der Beschluss in Palma de Mallorca und die  Bestrebungen verschiedener deutscher Städte Wildtiere im Zirkus zu verbieten zeigen deutlich, dass immer mehr Menschen nicht mehr bereit sind, das Leid der Wildtiere im Zirkus länger hinzunehmen. Bundesministerin Ilse Aigner muss endlich aktiv werden und die Wildtierhaltung im Zirkus verbieten.“

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