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Newsletter 31.12.2017

In wenigen Stunden geht das Jahr 2017 zu Ende, der richtige Zeitpunkt um einen Blick zurückzuwerfen und Bilanz zu ziehen. Keine gute, denn viel hat sich für die Tiere in diesem Jahr nicht verbessert. Ein wesentlicher Grund dafür waren die Wahlen, in vier Bundesländern und auf Bundesebene. Schon Monate vor dem eigentlichen Wahltermin kam die politische Arbeit quasi zum Erliegen und rückte der Stimmenfang in den Vordergrund. Und, wie das Ringen um die neue Bundesregierung zeigt, kann es auch nach einer Wahl noch Monate dauern, bis eine neue Regierung mit der tatsächlichen Arbeit beginnt.

In Niedersachsen und NRW wurden in diesem Jahr zwei rot-grüne Landesregierungen abgewählt, die in den letzten Jahren zahlreiche Tierschutzinitiativen auf den Weg gebracht haben. Die neuen Regierungen werden wohl viele dieser tierschutzpolitischen Verbesserungen wieder rückgängig machen. In NRW wird derzeit bereits an der Abschaffung des ökologischen Jagdgesetzes gearbeitet. Federführend ist dabei Ministerin Christina Schulze Föcking (CDU), die in diesem Jahr mit ihrer quälerischen Schweinemast bundesweit für Entsetzen sorgte. Ihr Amt durfte sie trotz des Tierschutzskandals behalten.

Aber es gibt auch erfreuliche Entwicklungen, im Kleinen. So verbieten immer mehr Kommunen Gastspiele von Zirkusunternehmen die Wildtiere mitführen. Aufgrund des massiven öffentlichen Drucks konnte der Bau des Hai-Aquariums „Shark City“ in Sinsheim verhindert werden. Und auch am neuen Standort, im hessischen Pfungstadt, ist der Widerstand massiv. So haben sich nicht nur zahlreiche Tierschutzorganisationen zusammengeschlossen, um den Bau zu verhindern, auch die Bürger vor Ort sind aktiv geworden und haben ein Bürgerbegehren ins Leben gerufen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es den aktiven Hai-Freunden mehr als genug Unterschriften zu sammeln. Trotzdem wurde das Bürgerbegehren von den Stadtverordneten aufgrund juristischer Bedenken abgelehnt. Doch es ist nicht vom Tisch, Dank des Widerspruchs einer engagierten Bürgerin. Und auch die Bürgerinitiative vor Ort will nicht kampflos aufgeben, sie will juristisch gegen den Beschluss der Stadtverordneten vorgehen.

Auch wenn das nur kleine Schritte in die richtige Richtung sind, sind sie umso bedeutender. Denn sie zeigen eines, es gibt viele Menschen, die sich in ihrem persönlichen Umfeld gegen Tierleid engagieren. So beginnt ein gesamtgesellschaftlicher Wandel, so kann sich langfristig wirklich etwas ändern. Bitte seien Sie mit uns gemeinsam Teil dieses Wandels. Werden Sie in ihrem persönlichen Umfeld aktiv, zum Beispiel indem Sie Informationsmaterial verteilen oder helfen Sie uns ganz einfach als Mitglied oder Spender den Tieren eine Stimme zu geben.
Doch ganz egal auf welchem Wege Sie den Tieren helfen, Danke, dass Sie es tun.

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