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Newsletter 22.04.2018

Über 150 Jahre galt der Wolf in Deutschland als vom Menschen ausgerottet. Mittlerweile leben in Deutschland wieder einzelne Wolfsrudel, ein großer Schritte für den Naturschutz, denn als Beutegreifer kommt dem Wolf eine wichtige Funktion im Ökosystem zu. Doch während sich Tier- und Naturschützer über diese Entwicklung freuen, machen Jäger und zahlreiche Weidetierhalter massiv Stimmung gegen den Wolf und finden bei einigen Parteien damit auch Gehör.

In dieser Woche hat sich der Bundestag daher bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr mit der Rückkehr des Wolfes befasst, diesmal im Umweltausschuss. Dort kamen in einer öffentlichen Anhörung von den Parteien geladene Experten zu Wort, die im Wesentlichen die bereits bekannten Fakten und Interessen erneut darlegten.
Für die Parteien war diese Anhörung trotzdem nützlich, hatten sie doch die Möglichkeit ihre Anträge zum Thema Wolf der Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn, so haben wohl viele von ihnen festgestellt, mit der Angst vorm Wolf lässt sich im ländlichen Raum Stimmung machen. So fordert die AfD in ihrem Antrag die Bedingungen für die Einstufung eines Einzelwolfs oder eines Wolfsrudels als „problematisch“ abzusenken. Die Interessen der Weidetierhalter seien mit denen des Naturschutzes gleichzustellen. Die FDP verlangt von der Bundesregierung sogar, den Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Bei der großen Koalition dürften sie damit offenen Türen einrennen, hat diese doch bereits im Koalitionsvertrag angekündigt „geeignete Kriterien für die letale Entnahme“ von Wölfen erarbeiten zu wollen.

animal public setzt sich dafür ein, dass durch Aufklärung und Förderung des Herdenschutzes ein Zusammenleben mit dem Wolf in Deutschland zur Selbstverständlichkeit wird. Die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht lehnen wir entschieden ab. Einen kurzen Überblick über die Rückkehr des Wolfes finden Sie hier auf unserer Internetseite.
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Informationen auch mit Ihrer Familie und Ihren Freunden teilen. Nur durch die Verbreitung von sachlichen Informationen zum Thema Wolf können wir verhindern, dass das Schüren von Ängsten aus wirtschaftlichen Eigeninteressen Erfolg hat.

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