Unterstützen Sie uns!



Newsletter 11.03.2018

Nach fast einem halben Jahr hat Deutschland eine neue Regierung und damit auch eine neue Tierschutzagenda. Wer gehofft hat, dass die zähen Koalitionsverhandlungen eine Verbesserung der Tierschutzpolitik der GroKo zur Folge haben könnten, wird bitter enttäuscht. Das Gegenteil ist der Fall, Tieren und Tierschützern hat die neue Regierung explizit den Kampf angesagt. So plant die GroKo den Abschuss der gerade erst wieder eingewanderten Wölfe. Dazu heißt es im Koalitionsvertrag: „Wir werden die EU-Kommission auffordern, den Schutzstatus des Wolfs abhängig von seinem Erhaltungszustand zu überprüfen, um die notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können. Unabhängig davon wird der Bund mit den Ländern einen geeigneten Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickeln. Dazu erarbeiten wir mit der Wissenschaft geeignete Kriterien für die letale Entnahme.“

Generell kündigt die GroKo an, die Jagd stärken zu wollen. Nicht so den Schutz von Tieren in der sogenannten Nutztierhaltung. So verspricht der Koalitionsvertrag lediglich eine Kennzeichnung für Lebensmittel einzuführen, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die über die gesetzlichen Vorgaben der Haltung hinausgehen, statt endlich die unsäglichen Haltungsvorgaben zu ändern und die industrielle Massentierhaltung abzuschaffen. Statt dafür zu sorgen, dass es keine Haltungen mehr gibt, in denen Schweine riesige Abzesse haben, Ferkel totgeschlagen werden, Puten unter ihrem eigenen Körpergewicht zusammenbrechen oder schnabellose Hühner mit kahlen Leibern dahinvegetieren, will die Regierung verhindern, dass dieses Tierleid weiterhin öffentlich wird. Tierschützer, die solche Haltungsumstände dokumentieren, sollen zukünftig effektiver verfolgt werden, heißt es im Koalitionsvertrag.

Wir werden all unsere Möglichkeiten nutzen, die geplanten tierschutzrechtlichen Verschlechterungen zu verhindern, dazu werden wir nicht nur mit der Opposition zusammenarbeiten, sondern auch mit den Regierungen der Bundesländer und den Verantwortlichen in der EU. Wenn Sie uns dabei unterstützen würden, würden wir uns sehr freuen.

Diese Seite teilen.Share on Facebook
Facebook