Internationaler Tag des Artenschutzes: Heimtierhandel gefährdet Tierarten

Berlin/ München, 02.03.2010. In den vergangenen Jahren sind weltweit 869 Wildtierarten ausgestorben. Weitere 44.838 Tierarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN (International Union for Conservation of Nature). Nicht nur Umweltverschmutzung und Lebensraumzerstörungen tragen zum weltweiten Artensterben bei, sondern auch der internationale Wildtierhandel. Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 03.03.2010 fordern die Tierschutzorganisationen aktion tier und animal public daher den Verzicht auf die Haltung von Wildtieren.

80 Millionen Zierfische, 900 000 Papageien und Sittiche, 300 000 Schlangen, unzählige Warane, Chamäleons, Geckos und Schildkröten fristen ihr Dasein in deutschen Haushalten. Viele der Tiere sind immer noch Wildfänge aus freier Natur.

„Mellers Chamäleons aus Tansania, Vierzehenschildkröten aus Usbekistan oder Buntfrösche aus Indonesien, der Wunsch nach Exotik im heimischen Wohnzimmer bringt immer neue Tierarten an den Rand der Ausrottung“, kritisiert Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftsstelle München. Unter Schutz gestellt werden Tierarten erst, wenn es schon fast zu spät ist.

Die Tierschutzorganisationen aktion tier und animal public fordern daher anlässlich des Internationalen Tag des Artenschutzes alle Verbraucher auf den Kauf eines Wildtieres zu verzichten. „Artenschutz fängt nicht in der Ferne, sondern hier beim Endverbraucher an“, so Laura Zimprich vom Verein animal public e.V.

Der Verzicht auf die Haltung eines Wildtieres ist nicht nur ein Beitrag für den Artenschutz, sondern auch für den Tierschutz, erklären die Vereine aktion tier und animal public, denn kein Aquarium kann die Weiten eines Meeres ersetzen, kein Terrarium den tropischen Regenwald und kein Käfig kann einem Papagei ausreichend Platz zum Fliegen bieten.

 

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