| Elefanten - unschuldige Kettensträflinge |
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![]() Ganz anders sieht das Leben von Elefanten in Gefangenschaft aus. Als Publikumsmagneten sollen sie die Kassen von Zoos und Zirkussen füllen. Doch wie es den Tieren dabei ergeht, weiß kaum ein Besucher. ![]() Die intelligenten Tiere leiden unter der Enge, der Monotonie und der unnatürlichen Umgebung. Sie werden darüber krank, verhaltensgestört, ja wahnsinnig. Stereotypien, wie das ständige Weben mit dem mächtigen Kopf, sind in jedem Zoo zu beobachten. Die meisten grauen Riesen, die heute in Gefangenschaft leben müssen, wurden in Freiheit geboren. Im Kindesalter entriss man sie ihren Müttern, um die traumatisierten Elefantenbabys - je jünger, desto begehrter - an Zoos und Zirkusse zu verkaufen. Doch bevor man sie zur Schau stellen oder mit ihnen auftreten kann, werden sie eingebrochen. So wird es genannt, wenn die Tiere mit Peitschenhieben, Futter- und Wasserentzug gefügig gemacht werden. Denn nur wenn die starken - und ganz und gar nicht ungefährlichen Kolosse gelernt haben, sich vor "ihrem" Menschen zu fürchten und sich ihm bedingungslos zu unterwerfen, können sie in Gefangenschaft gehalten werden. Ein Leben lang erinnert sie der Elefantenhaken des Dompteurs oder Trainers an ihre Verwundbarkeit. ![]() Dank strengerer Schutzgesetze ist der Elefantennachschub aus freier Wildbahn nahezu versiegt. Der Asiatische als auch der Afrikanische Elefant ist vom Aussterben bedroht. Daher bemühen sich manche Zoos Elefanten zu züchten. Erhaltungszucht ist das Zauberwort. Doch so leicht mag das nicht gelingen. Zum einen mangelt es an passenden Bullen und zum anderen fehlt den oft sehr jungen unerfahrenen Müttern der Rückhalt der Sippe. Keine erfahrene Mutter beruhigt die Gebärende, keine Tanten stehen ihr zur Seite um das Kleine auf die Welt zu bringen. Allein gelassen, in einer sterilen Umgebung angekettet, nehmen viele Elefantinnen ihre Kälber nicht an. Nicht selten versuchen sie sie sogar sofort nach der Geburt zu töten. ![]() Die in Gefangenschaft geborenen Elefanten haben alles andere als eine glückliche Kindheit. Oftmals wurden sie von der Mutter verstoßen und müssen "künstlich" ernährt werden. Sie wachsen ohne den Schutz einer Herde auf. Ein Ball oder ein Autoreifen soll ihnen die fehlenden Spielgefährten ersetzen. ![]() Vom Leiden der Tiere unbeeindruckt, versuchen Zoos weiter zu züchten. Da Elefantenbullen in Gefangenschaft ohne aufwändige Sicherheitsmaßnahmen kaum zu halten sind, experimentiert man seit einiger Zeit mit künstlicher Besamung. Von den Inzuchtproblemen einmal abgesehen, läuft hier ein von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenes fragwürdiges und teures Forschungsexperiment am lebenden Tier. Ein Tierversuch großen Ausmaßes zur besseren kommerziellen Nutzung einer vom Aussterben bedrohten Tierart. animal public ist davon überzeugt, dass eine artgerechte und tierfreundliche Haltung von Elefanten in Gefangenschaft nicht möglich ist. Damit ein Ende der Zoo- und Zirkushaltung absehbar ist, fordert animal public:
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