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Bauunternehmer beschaffte sich illegal Löwenbaby PDF Drucken E-Mail
16.01.07 - Spaziergänger entdeckten in der letzten Woche zufällig ein Löwenbaby, auf einem Bauernhof in Babenhausen (Deutschland). Der herbeigerufenen Polizei gegenüber gaben die Bewohner des Bauernhofes an, das Tier auf Bitten eines Zoos groß zuziehen, da die Mutter es verstoßen hätte. Dies stellte sich schon bald als Lüge heraus, denn den angegebenen Zoo gibt es gar nicht.

Tatsächlich hatten sie das Tier für einen befreundeten Bauunternehmer aus Alberschwende (Österreich) aufgenommen, der nach eigener Aussage schon immer den "König der Tiere" besitzen wollte. Um sich seinen Wunsch zu erfüllen, soll der Geschäftsmann das Tier nach ersten Angaben illegal aus Tschechien importiert haben, mittlerweile will er auf dem Münchner Pferdemarkt bestellt haben.

Da die Privathaltung von Löwen in Österreich gesetzlich verboten ist und für das artgeschützte Tier anscheinend keine legalen Dokumente vorliegen, hat der Bauunternehmer inzwischen auf das Eigentum verzichtet. So ist das Löwenbaby "Tone" dem Schicksal entgangen als Einzeltier in einem besseren Zwinger ein nicht artgerechtes Leben zu fristen.

Das Löwenbaby wurde heute auf Betreiben der lokalen Veterinärbehörden aus Babenhausen abgeholt und in eine Tierklinik gebracht.

Was aus dem kleinen Löwen wird ist unklar. Viele Zoos wissen selbst nicht wohin mit ihrem Nachwuchs. Das Interesse, ein weiteres Tier aufzunehmen, ist daher gering. Dieser Fall zeigt einmal mehr mit welcher Motivation Privathalter von exotischer Wildtiere folgen und wie wenig dabei geltende Gesetze oder die Interessen des Tieres zählen.
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