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News Archiv 2008
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Amtveterinäre klagen an
22.12.2008 - Seit Jahren steht die Tierhaltung des Vorzeigezirkus "Krone" in der Kritik von Tierschützern. Nun berichtete die ARD in ihrem Politikmagazin REPORT MAINZ über die Missstände. Zu Wort kamen auch mehrere Amtstierärzte die dem Münchner Vorzeigezirkus Tierquälerei vorwerfen.
Pressemitteilung von REPORT MAINZ vom 22.12.2008:
An zahlreichen Gastspielorten auf seiner Tournee 2008 stellten Behörden bei Routinekontrollen gravierende Verstöße gegen das deutsche Tierschutzgesetz und Zirkusleitlinien fest. Ordnungsverfügungen und Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. Kritisiert wird insbesondere die Haltung der Pferde. Die Boxen seien zu klein, den Tieren wurde zu wenig Auslauf gestattet. Ein Flusspferd würde bei zu niedrigen Temperaturen in einem zu kleinen Becken mitgeführt, um es zur Schau zur stellen. Gravierend sind die Vorwürfe bezüglich der Elefantenhaltung. So verhängte beispielsweise das Amt für Veterinär- und Verbraucherschutz der Stadt Darmstadt einen Bußgeldbescheid gegen Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone - über 2.500 Euro. Der Vorwurf: die Elefanten seien „mittels Fußfesseln fixiert“ gewesen. Vier Tiere zeigten „Verhaltensauffälligkeiten in Form des Webens.“ (Stereotype Kopfbewegungen Anm. der Redaktion) Ein Elefant sei während der Vorführung sogar zu einem Kopfstand motiviert worden. Im Januar kommt es vor dem Amtsgericht Darmstadt in dieser Sache zu einem Gerichtsverfahren.
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04.12.2008 - Im Dezember 2006 geboren wurden die Jaguar-Drillinge Keme, Kaya und Kachina schnell die Publikumslieblinge des Rostocker Zoos. Ausgewachsen und nicht mehr ganz so niedlich gab der Zoo sie im April 2008 an einen Tierhändler ab.
Nach Recherchen von Tierschützern sollen die Jaguare, zusammen mit anderen Tieren zunächst von Deutschland nach Holland transportiert worden sein. Anschließend trafen sie am 26.04.2008 mit einem Schiff in Zypern ein, wo sie wegen fehlender Transportgenehmigung und Cites-Papieren am 29.04.2008 wieder zurück nach Holland gingen. Erst im Mai 2008 gingen die Jaguare dann nach Italien, wo Jaguar Keme am 04.05.2008 verstarb. Während dieser ganzen Zeit waren die Tiere nach Recherchen der Tierschützer in ihren engen Transportboxen eingepfercht. Der Transport und Handel wurde von zwei holländischen Händlern abgewickelt. Gegen einen wird, wegen dieses Deliktes mittlerweile europaweit strafrechtlich ermittelt.
Der Fall zeigt einmal mehr wie wenig Verantwortungsbewusstsein deutsche Zoodirektoren besitzen, wenn es darum geht ihren überzähligen Nachwuchs los zu werden.
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01.12.2008 – Wenn am zweiten Weihnachtsfeiertag die Gala „Stars in der Manege“ ausgestrahlt wird, dann sind sie endlich nicht mehr dabei: exotische Wildtiere die sich zum Clown machen müssen. Nach jahrelangen Protesten von Tierschützern verzichtete der Bayerische Rundfunk dieses Jahr endlich auf Exoten. Zuvor hatte schon Schauspielerin Simone Tomalla (Tatort) der Elefantennummer eine Absage erteilt, nachdem sie von peta Deutschland Informationen über die physischen und psychischen Erkrankungen der Elefanten bei "Circus Krone" erhalten hatte.
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03.11.2008 - Recherchen von PETA Deutschland e.V. zufolge, hat es am 24.10.2008 im Tierpark Berlin einen Angriff eines Elefanten auf einen Elefantenwärter gegeben. Der Wärter musste ins Krankenhaus gebracht werden, konnte aber wenig später wieder entlassen werden. Pikantes Detail: Es handelt sich um genau den Elefantenwärter, der Anfang des Monats wegen seiner Prügelattacke auf das Elefantenbaby Panya in die Schlagzeilen geriet. Angegriffen wurde der Wärter von Panyas Mutter Bibi. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass die Haltung von Elefanten im direkten Kontakt nicht nur tierschutzwidrig, sondern auch gefährlich ist.
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03.10.2008 - Im „Reptilienhaus“ in Unteruhldingen am Bodensee hat ein Tigerpython versucht die Betreiberin der Anlage zu verschlingen. Die Frau wurde von dem Python überwältigt, als sie das Terrarium des vier Meter langen und 50 Kilogramm schweren Tieres reinigen wollte. Das Reptil hängte seinen Kiefer aus und umfasste mit seinem Maul den kompletten Kopf der Frau. Der Reptilienhaus-Betreiberin gelang es ihren Daumen in die Kieferspalte der Schlange zu stecken und so zu verhindern, dass sie in den Schlund rutscht. Personal und anwesende Besucher flößten der Schlange Wasser ein. Dies führte zu einer Lockerung des Bisses und machte die Befreiung der Frau möglich. In freier Wildbahn verschlingen Pythons Tiere wie Antilopen, Raubkaten und Hirsche als Ganzes. Die Betreiberin des Reptilienhauses warnte nach dem Angriff davor solche Tiere daheim zu halten.
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Der ehemalige Betreiber des Scheidegger Reptilienzoos musste sich im September 2008 wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht verantworten. Der gelernte Heilpraktiker betrieb den Zoo rund zwei Jahre. Im März 2006 schloss er ihn, warf den Schlüssel in den Briefkasten und überließ die Tiere sich selbst. Sie wurden von den Behörden in die Reptilienauffangstation der Ludwig-Maximilian-Universität in München gebracht. Die Gerichtsverhandlung brachte jetzt erstmals das ganze Ausmaß des vorgefundenen Tierleids an die Öffentlichkeit.
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10.10.2008 - Wie der Kreis Minden-Lübbecke mitteilte wurden anlässlich der veterinäramtlichen Kontrollen des Circus Krone Verstöße bei der Tierhaltung festgestellt. Weil Tierschützer Missstände bemängelt hatten, hatten das Veterinäramt und das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz den Betrieb in Lübbecke überprüft. Dabei wurde eine Fachärztin für Zoo-, Wild- und Gehegetiere hinzugezogen. Die festgestellten Mängel sollen nun mit dem Betrieb und der Erlaubnis erteilenden Behörde - der Stadt München und dem Bayrischen Amt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit - besprochen werden.
Einzelheiten zu Ergebnissen wollte der Kreis aufgrund des laufenden Verfahrens nicht bekannt geben.
Schon zuvor geriet die Tierhaltung des Circus Krone in die Kritik.
Mehr Informationen auf der animal public Homepage
peta Internetseite zur Circus Krone Kampagne (externer Link)
peta Flugblatt: "Was Sie über Circus Krone wissen sollten" (externer Link)
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29.09.08 - Unterhaltsames Kräftemessen zwischen Mensch und Tier, das ist das neue Showkonzept von RTL. In der am Samstag erstmals ausgestrahlten „Mensch gegen Tier“ Show wurden u.a. dressierte Wildtiere wie Schimpanse, Elefant und Leopard präsentiert. animal public lehnt die Show als tierschutzwidrig ab. Die Dressur von Wildtieren ist nicht artgerecht. Außerdem werden die Tiere häufig mit quälerischen Methoden wie der Trennung von den Artgenossen, dem Entzug von Futter bis hin zu Stockschlägen und Elektroschocks dazu gebracht ihrem Dompteur zu gehorchen.
animal public kritisiert zudem, dass die Show den Zuschauern, vor allem Kindern, ein falsches Bild von Tieren vermittelt. So wurden vom Aussterben bedrohte Wildtiere an Hundeleinen ins Studio geführt und durften von den anwesenden Kindern und den prominenten Wettpaten gestreichelt und gekuschelt werden.
Bitte protestieren Sie bei RTL gegen diese tierschutzwidrige TV-Show.
Online über das Kontaktformular:
http://www.rtl.de/kontakt.php?Bereich=RTL-Fernsehprogramm
oder per Post an folgende Anschrift:
RTL Television
Aachenerstrasse 1036
D-50858 Köln
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26.09.08 – Seit über 20 Jahren steht die Tierhaltung des Tierparks Lübeck in der Kritik von Tierschützern. Die Gehege der Tiere sind zu klein, unstrukturiert, marode, die Versorgung unzureichend. So vegetieren die Schimpansen Bimbo und Konga in einem baufälligen Verhau vor sich hin. Ihr Fell ist stumpf, der Blick leer. Die Tiere spielen mit ihrem Kot, essen ihn auf, erbrechen.
Nur wenige Schritte weiter der apathisch wirkende Braunbär Bruno in einem Gehege aus Beton und Eisenstäben. Wissenschaftliche Gutachten haben schon vor Jahren die von Seiten des Tierschutzes kritisierten Mängel in der Tierhaltung bestätigt. Doch erst jetzt hat die Bürgerschaft daraus die nötigen Konsequenzen gezogen. Am 25.09.08 votierten in namentlicher Abstimmung 32 Politiker dafür den Pachtvertrag für den Zoo nicht über das Jahr 2011 hinaus zu verlängern. 25 stimmten für den Erhalt der Anlage. Für den Schlussstrich in drei Jahren stimmten SPD, Grüne, Linke und der Lübecker Bunt. Für den Erhalt setzten sich CDU, FDP und Bürger für Lübeck (BfL) ein.
Jetzt ist die Verwaltung in der Verantwortung für das Wohl der Tiere nach der Schließung des Tierparks zu sorgen. Laut einem früheren Gutachten kostet diese jährlich 150 000 Euro. Die Verwaltung wird daher Gespräche mit der „Initiative Gegen den Tierpark Lübeck“ und der Organisation „Tierversuchsgegner Schleswig-Holstein“ aufnehmen, um die Unterbringung der Tiere zu klären. animal public steht mit beiden Organisationen im Kontakt um gemeinsam Lösungen zu finden.
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11.09.08 - Das Robert-Koch-Institut in Berlin berichtet in der aktuellen Ausgabe des “Epidemiologischen Bulletin” (35, 2008, 295) über zehn Salmonelleninfektionen bei Kindern. Von diesen Kindern waren sieben unter sechs Monate alt. In allen Fällen hatten die Kinder Kontakt zu Reptilien. Bei sechs von ihnen wurden zuhause Reptilien gehalten, in fünf Haushalten wurden Bart-Agamen gehalten, in einem Haushalt eine Boa. Das siebte Kleinkind hatte mit seinen Eltern eine Reptilienbörse besucht. Zum Schutz vor sogenannten Reptilien-assoziierten Salmonellosen rät das RKI daher, in Haushalten mit Kindern unter fünf Jahren keine Reptilien zu halten.
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Tierpark Berlin am 29.08.2009: mit einem Stock schlägt ein Elefantenpfleger auf Kopf und Körper das Elefantenbaby Panya ein. Die kleine Elefantin flieht aus dem Elefantenhaus. „Nach der Tracht Prügel stand die Kleine eine Weile sehr benommen im Außengehege nur so herum. Minuten vorher trat derselbe Wärter mit seinem Fuß nach einem Elefanten“, berichtet Frank Albrecht, Zooexperte bei PETA Deutschland e.V.. Er hat die Prügelattacke gefilmt.
Tierpark Direktor Blaszkiewitz verteidigt das Verhalten des Tierpflegers öffentlich. Der Berliner Zeitung erklärt er, der Mensch müsse vor dem Elefanten geschützt werden - "und der Elefant soll nicht vergessen, dass er den Pfleger nicht angreifen soll". Da bliebe nur der Einsatz des Elefantenstocks. Mit diesem etwa einen Meter langen Stock, an dessen Ende sich ein Haken befindet, werde der Elefant entweder "dirigiert oder bekommt eine übergezogen". Auch bestätigt Blaskiewitz sein Festhalten an der als überholt geltenden Haltung von Elefanten im direkten Kontakt mit Menschen..
animal public fordert daher die Elefantehaltung im Tierpark Berlin zu verbieten. "Wenn ein Tierpark seine Tiere nur unter Zuhilfenahme von körperlicher Züchtigung halten kann, ist das mit dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz nicht vereinbar und muss unterbunden werden", so Laura Zimprich Sprecherin von animal public.
Das PETA Beweisvideo
Skandalöse Zustände im Berliner Tierpark
Presseerklärung von animal public und aktion tier
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08.09.08 - Die Reptilienauffangstation der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat in diesem Jahr bereits 695 Exoten aufgenommen. Das teilte die Auffangstation anlässlich eines Besuches des bayerischen Umweltministers Otmar Bernhard mit. Behörden, Polizei, Feuerwehr und Privatpersonen haben die Möglichkeit, beschlagnahmte, gefundene oder ausgesetzte Tiere in der Station abzugeben. Die Zahl der betroffenen Tiere steigt ständig an. Im Vorjahr nahm die Station insgesamt 655 Schlangen, Spinnen, Echsen und andere Exoten auf.
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69 Jahre Berliner Bärenzwinger
Fast zeitgleich mit dem Angriff Deutschlands auf Polen im Jahr 1939 wurde am Rande des Köllnischen Parks in Berlin-Mitte ein Bärenzwinger eröffnet. Fünf Bären sperrte man als lebendige Wappentiere in den Zwinger. Vier von Ihnen wurden bei einem Bombenangriff 1944 getötet. Unmittelbar nach dem Krieg wurde der Bärenzwinger geschlossen und mit Sand zugeschüttet, jedoch nur wenige Jahre später 1949 mit zwei neuen Tieren wieder eröffnet. Dass allein die Bärin Jette in dieser tristen Umgebung 33 Junge bekam, ist kaum vorstellbar.
Auch heute noch - nach dem Tod des Bärenmanns Thilo 2007, fristen zwei Bärinnen, von vielen Berlinern unbemerkt, ihr Dasein in dem unter Denkmalschutz stehenden Zwinger. Schnute und Maxi stehen zwei Betonplattformen von gerade einmal 10,7 x 12 Meter zur Verfügung. Zu wenig aus Sicht des Berliner Tierschutzbeauftragte Dr. Klaus Lüdcke. Er fordert öffentlich die Schließung der Anlage. Eine Forderung die animal public entschieden unterstützt. Die Berliner Bärenschande muss endlich ein Ende haben! Die letzten beiden Berliner Zwinger-Bären haben ein besseres Leben verdient!
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07.08.08 – Der Hagener Amtstierarzt wirft Circus Krone Mängel bei der Tierhaltung vor. Konkret beanstandete er zu wenig Platz vor allem für das Flusspferd, drei Affen, Papageien und die 50 Pferde. Dies teilte Karsten-Thilo Raab, Pressesprecher der Stadt Hagen mit. So sei zum Beispiel der Pool für das tonnenschwere Flusspferd „nur eine bessere Badewanne“. Für die Pferde sei erst nach der Beanstandung durch den Amtstierarzt überhaupt ein Auslauf eingerichtet worden. Die Tiere hätten aber auch bei einer weiteren Kontrolle nicht darauf gestanden. Als der Amtstierarzt seine Beanstandungen in das Veterinärbuch eintragen wollte, habe es nicht vorgelegen, so Raab. Die Hagener Bürgermeisterin Brigitte Kramps hatte das dazu veranlasst der abendliche Premiere fern zu bleiben. Dem Zirkus drohen nun Zwangsgelder in Höhe von 3000 Euro. Die Liste der Beanstandungen leitete das Hagener Veterinäramt an den nächsten Gastspielort des Zirkus (Münster) weiter. Der dortige Amtstierarzt Dr. Roland Otto bestätigte den Erhalt der Liste. Zum laufenden Verfahren wollte er keine Auskunft geben.
Bereits im Dezember 2006 war Circus Krone von der Organisation „Menschen für Tierrechte Hessen” wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt worden. Die Tierrechtler zeigten an, dass sie bei einem Besuch der Tierschau sieben Elefanten in Ketten angetroffen hatten und diese ausgeprägte Stereotypien (Verhaltensstörungen) zeigten. Diese deutet der Elefantenexperte Prof. Fred Kurt als Symptom sozialer Vereinsamung unter Kettenhaltung. Zudem zeigten die Tierschützer an, dass Pferde und Ponys im Stallzelt in Einzelboxen gehalten wurden. Auslaufmöglichkeiten hätten nicht bestanden. Eine Gruppe Schweinsaffen wäre in einem vergitterten mit Plexiglasscheiben versehenen Transportwagen gehalten worden. Lediglich ein Ast und ein Reifen dienten den bewegungsfreudigen Tieren als Beschäftigungsmöglichkeit. Die Stadt Darmstadt hatte daraufhin eine Geldstrafe verhängt. Das Unternehmen legte Einspruch ein und zahlte nicht. Ein Termin vor dem Amtsgericht platzte.
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05.08.08 – Der sinnlose Tod der Gorilla-Dame Leila im Hamburger Tierpark Hagenbeck macht viele Menschen betroffen. Ein unbekannter Besucher hatte trotz Verbots versucht das Tier zu füttern. Er warf ein Brötchen in den Wassergraben des Geheges. Bei dem Versuch den Leckerbissen aus dem Wasser zu holen ertrank Leila kläglich. Doch Leilas Tod ist kein Einzelfall. Gitter und Gräben werden immer wieder zu Todesfallen für Zootiere.
Zoo Hannover / 2000
Der 16 jährige Gorilla Arti versucht nach einer Porreestange zu greifen. Dabei stürzt er über einen Fangzaun hinweg in den steil abfallenden Wassergraben des Geheges. Sein Fell saugt sich innerhalb von Sekunden voll mit Wasser und zieht ihn in die Tiefe.
Münchner Tierpark Hellabrunn / 2007
Der 22 jährige Franz, Chef der Schimpansengruppe, springt mit einem Satz über den Elektrozaun des Geheges direkt in den Wassergraben. Dort ertrinkt er. Reanimierungsversuche der Tierärztin bleiben erfolglos. Die Zooleitung mutmaßt, dass ein Besucher das Hand aufgezogene Tier provoziert habe und er seine Familie verteidigen wollte.
Wilhelma Stuttgart / 2008
Die Elefantenkuh Vilja stürzt nach Rangordnungskämpfen mit zwei anderen Elefanten in den 1,50 Meter tiefen Graben des Geheges. Das blutende Tier muss von der Feuerwehr mit einem Kran gerettet werden. Vilja hat Glück und überlebt den Sturz.
Münchner Tierpark Hellabrunn / 2008
Dem einjährigen Orang-Utan-Mädchen Anni gelingt es durch einen kleinen Spalt an der Maschendraht Abdeckung des Geheges vorbei zu klettern. Dann kommt sie nicht mehr in den Käfig zurück. Die anderen Tiere versuchen von innen das kleine Orang-Utan Mädchen durch das Netz zurück ins Gehege zu ziehen und brechen ihr dabei das Genick.
Zoo Krefeld / 2008
Gleich mehrmals springt die Elefantenkuh Yheetoo aus Angst vor ihrer ranghöheren Artgenossin Rhena in den Graben des Elefantengeheges. Einmal gelingt es ihr sich aus den Ketten zu befreien, wobei sie sich gleich mehrere Zehennägel ausreist. Ein anderes Mal springt sie, den Vorderfuß noch in Ketten, in den Graben. Yheetoo überlebt, jetzt will der Zoo sie abgeben.
Diese Beispiele zeigen einmal mehr, wie wenig artgerecht die Haltung von Wildtieren in Zoos ist. Ihr natürliches Verhalten, kindliche Neugier, Futtersuche und Rangordnungskämpfe werden den Tieren in der künstlichen Umgebung zum Verhängnis.
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Rügen/Düsseldorf/München/Berlin, 14.07.2008. Im Forst von Mölln-Medow mitten auf der Ferieninsel Rügen plant ein Investor die Errichtung eines Affen- und Elefantenparks. Der Tierschutzverein aktion tier e.V. und seine Kooperationspartner, der Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. und der Wildtierschutzverein animal public e.V. halten das Parkkonzept für tierschutzwidrig und wollen den Bau verhindern.
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02.07.08 – Nach acht Jahren hat der STERN ein beliebtes Sommerloch-Thema wieder aufgewärmt: den Zoo. Getestet wurden 50 von geschätzten 700 Zoos- und Tierparks in Deutschland. Gewinner sind der Zoologische Garten Berlin, dicht gefolgt vom Berliner Tierpark. Eben jene Einrichtungen, die in den letzten Monaten für vermehrte Negativschlagzeilen sorgten. Nicht nur weil der Direktor der beiden Hauptstadtzoos in der Vergangenheit hilflosen Katzenbabys das Genick brach, statt sie ins Tierheim zu bringen, sondern auch wegen der überholten Anketthaltung von Elefanten und der Abgabe überzähliger Jungtiere an dubiose Tierhändler (weitere Informationen).
Davon kein Wort im STERN-Zoo-Test. Dies verwundert wenig, sind doch die Tester Zoo-Freunde und nicht etwa neutrale Sachverständige. Unterstützt wurden sie zudem von Professor Helmut Pechlaner, dem langjährigen Direktor des Wiener Tiergartens Schönbrunn, der mit seiner Tierhaltung ebenfalls für Negativschlagzeilen sorgte (weitere Informationen).
Verwunderlich ist allerdings, dass bei so vielen Experten noch nicht einmal die Rechtsgrundlage der Zootierhaltung richtig dargestellt wird. So schreibt die Zoorichtlinie der EU in keiner Weise für jede Tierart Gehegegröße und Haltungsbedingungen vor, wie im großen STERN-Zoo-Test behauptet.
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06.05.08 – Einen Tag nach der Geburt wurden im Zoo Magdeburg drei lebensfähige Tigerbabys getötet. Aus einem einzigen Grund: sie waren nicht reinrassig. Ein Gentest hatte gezeigt, dass ihr Vater "Taskan" nicht nur von Sibirischen , sondern auch von Sumatra-Tigern abstammt. Mischlinge, so der Zoo, blockierten den eingeschränkten Platz für die wichtige Erhaltungszucht von Tigern.
"animal public" erstattet gemeinsam mit den „Menschen für Tierrechte“ Anzeige wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen die Verantwortlichen des Zoos. Das Tierschutzgesetz verbietet ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten und dieser ist aus Sicht beider Vereine hier nicht gegeben.
Denn die angeführen Erhaltungszuchtbemühungen sind mehr theoretischer, als praktischer Natur. So wurde seit über einem Jahrzehnt kein Tiger aus einem deutschen Zoo zum Zweck der Auswilderung exportiert. Hingegen aber zahlreiche Przewalskipferde. Ihr Bestand geht auf lediglich 12 Tiere zurück. Nicht nur fortlaufende Inzucht, sondern auch die Einkreuzung eines Hauspferds ist dokumentiert. Trotzdem werden diese Tiere im Zoo weiter gezüchtet, ausgewildert und immer wieder als Paradebeispiel für die Arterhaltungszucht in Zoos angeführt.
Pressemitteilung animal public & Menschen für Tierrechte
Pressemitteilung und kleine Anfrage von Undine Kurth, tierschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen
Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage von Bündnis90/Die Grünen
Haltungsprobleme im Magdburger Zoo
Eilantrag von SPD und CDU zur Verhinderung der Tötung von Taskan
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Zoodirektor Blaszkiewitz angezeigt
19.04.08 - Nicht erst seit dem Bekanntwerden des Katzenmords im Berliner Tierpark steht Bernhard Blaszkiewitz, Direktor des Berliner Tierparks und des Zoos, in der öffentlichen Kritik. Seit Jahren sorgt er für Entsetzen bei Tierschützern und reichlich Negativschlagzeilen. Eine Chronologie:
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In Worms beschlagnahmt das Umweltamt gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr im Jahr 2002 zahlreiche Wildtiere in einem Zirkus. Die Tiere wurden über Monate unter tierquälerischen Umständen gehalten. Unter ihnen auch zwei Timorhirsche. Eine Hirschart, die in Deutschland nur in zwei Zoos gehalten wird, einer davon der Ost-Berliner Tierpark Friedrichsfelde. Dieser gibt zu, drei seiner Tiere an den Tierhandel verkauft zu haben. Was aus ihnen wurde ist dem Tierpark-Chef unbekannt.
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Im Jahr 2005 zerquetscht die Elefantenkuh Pori ihr Neugeborenes direkt nach der Geburt mit dem Kopf. Statt aus dieser Tragödie zu lernen und die Elefantenhaltung aufzugeben oder zumindest den modernen Standards anzupassen geht man im Berliner Tierpark jetzt den „sicheren“ Weg. Die gebärende Elefantin wird in Ketten gelegt, ihr Baby wird ihr sofort nach der Geburt entrissen. Die aufgeregte Mutter wird mit Medikamenten ruhig gestellt.
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19.03.08 – Wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz hat Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, jetzt Anzeige gegen den Tierpark Berlin und seinen Direktor Bernhard Blaszkiewitz erstattet. Vorgeworfen wird dem Zoo Tiere als reine Publikumsmagneten gezüchtet und dabei billigend in Kauf genommen zu haben, dass sie später wegen Platzmangels getötet wurden. Zu den Abnehmern der überzähligen Tiere gehörten verschiedene Zootierhändler. Da der Verkauf von leicht vermehrbaren Tieren an andere Zoos kaum möglich ist, enden Zootiere über solche Zwischenhändler nicht selten bei Schlachtern oder Präparatoren.
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09.01.08 - Nachdem das Eisbärweibchen Vilma ihre zwei Babys vermutlich aufgefressen hat, hat der Tiergarten heute der Eisbärin Vera ihr Jungtier weggenommen. Es soll per Hand aufgezogen werden. animal public fordert aus dem Drama im Nürnberger Tiergarten Konsequenzen zu ziehen. Aus Sicht des Tierschutzes muss die Haltung von Eisbären im Zoo verboten werden.
Mehr Informationen zum Thema Zoo finden Sie hier
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2 Babys vermutlich von Mutter aufgefressen
07.01.2008 - Wie der Tiergarten Nürnberg heute mitteilte, ist der Nachwuchs der Eisbärin Vilma nicht auffindbar. Vermutlich hat Bärenmutter ihre beiden Babys aufgefressen. Die Bärin hatte Ende November Junge bekommen, kurze Zeit später hatte auch das Weibchen Vera mindestens ein Baby zur Welt gebracht. Da es dem Zoo nicht gelungen war rechtzeitig Kameras in den Höhlen der Tiere anzubringen, konnten die Pfleger nur auf Grund von Rufen auf die Anwesenheit von Jungtieren schließen. Indes blieb unklar wie viele Eisbären zur Welt kamen und ob sie von ihren jungen Müttern ausreichend versorgt wurden. Für den Zoo anscheinend ohnehin unerheblich denn, so kündete die Direktion an, man werde die Eisbärenbabys sterben lassen, wenn ihre Mütter sie nicht annähmen. Eine Handaufzucht käme nicht in Frage.
Als die Bärin Vilma heute an der Scheibe klopfte kontrollierte ein Pfleger ihren Stall - er war leer. Die Bärin zeigte sich nervös und gar nicht hungrig.
Die Direktion des Tiergartens Nürnberg behauptet nun, dass Vilma ihre Jungen vermutlich getötet hätte, weil diese krank gewesen seien. Dies sei ein natürliches Verhalten. Eine haltlose Behauptung, denn da man es versäumt hat rechtzeitig Überwachungskameras anzubringen weiß niemand welches Drama sich tatsächlich in Vilmas Höhle abgespielt hat.
Dieser Fall zeigt aus Sicht von animal public einmal mehr, dass das System Zoo nicht funktioniert. Natürlich ist es für ein Tier besser von seiner Mutter aufgezogen zu werden, als mit der Flasche von einem Tierpfleger. Und es sollte alles unternommen werden, um Handaufzuchten und damit das Heranwachsen weiterer Verhaltenskrüppel zu verhindern. Doch hat ein Zoo ein Tier gezüchtet, so hat er auch die moralische Verantwortung dieses Tiere vor Leiden und Schmerzen zu schützen. Junge Eisbären wissentlich in ihrer Höhle verhungern oder erfrieren zu lassen ist Tierquälerei und muss verhindert werden.
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Im Alter von 47 Jahren ist am 23.12.07 der Elefantenbulle Shenka gestorben. Die genaue Todesursache ist noch unbekannt. Seit Jahren bereitete der Gesundheitszustand des Tieres Tierschützern große Sorge. Doch bis zuletzt wurde der Bulle im Zirkus Alberti gnadenlos vermarktet. Eine Kolik wurde mit Blasen- und Nierentee sowie Obst der Tafel behandelt, um die Hauptattraktion für den Weihnachtszirkus flott zu machen. Shenka kam als Wildfang nach Deutschland, fristete seit Jahren ein Leben zwischen Zirkuswagen und Manege, bis er beim Weihnachtszirkusses in Geldern starb. Sein Schicksal zeigt einmal mehr, dass ein Verbot der Haltung von Wildtieren im Zirkus unumgänglich ist.
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