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News Archiv 2007
Der Tierschutzverein animal public e.V. hat das Jahr 2007 zum Jahr der Zoo-Skandale gekürt. Niemals zuvor sorgten die Zoos in Deutschland für so viele Negativschlagzeilen. Darüber konnte auch die Euphorie über „Knuddel-Knut“ nicht hinwegtäuschen.
Im März wird der Direktor des Frankfurter Zoos von seiner Tätigkeit entbunden und erhält Hausverbot. Im Juni erstattet das Veterinäramt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Anzeige gegen den Zoo. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seither. Unter anderem sollen Dutzende von Schildkröten in der Veterinärstation des Zoos in einem stark vernachlässigtem Zustand gefunden worden sein – kein Futter, kein Wasser, kaum Licht, keine Frischluft. Tote Tiere zwischen lebenden.
Im Mai bringt eine Anfrage von Undine Kurth, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Bundestag, ans Licht, was Tierschützer schon lange vermutet haben. Die Stadt Recklinghausen hatte die Schweinsaffen des städtischen Tierparks keineswegs in gute Hände abgegeben, wie behauptet, sondern an ein Tierversuchslabor – für HIV Versuche.
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Am 15.12.2007 wurde nahe der Ortschaft Gedelitz im Landkreis Lüchow-Dannenberg ein Wolf erschossen. Da Wölfe zu den Wildtieren mit dem höchsten Schutzstatus gehören und nicht gejagt werden dürfen, ist dieser Abschuss unter allen Umständen illegal und strafbar.
Während einer Gesellschaftsjagd haben zwei Jäger, 46 und 51 Jahre alt, das Tier beschossen und schließlich mit einem Fangschuß aus nächster Nähe getötet. Nach Aussagen der Schützen wies das Tier, das sie eindeutig als Wolf erkannt hatten, bereits eine Schussverletzung am Bein auf, die vermutlich von einem dritten Jäger verursacht worden war.
Die genauere Untersuchung des 37 Kilo schweren und eindeutig „wilden“ Wolfsrüden ergab einen Einschuss auf dem Nasenrücken, eine zerschossene linke Pfote, ein Einschuss im hinteren Lendenwirbelbereich und einen vierten, den sogenannten Fangschuss.
Angesichts von mindestens drei Schützen, die auf den Wolf geschossen haben, wird es den Jägern schwerfallen, diese Tat als bedauerliches Versehen eines einzelnen „schwarzen Schafes“ auszugeben.
Die Waffen wurden für die kriminalistische Untersuchung eingezogen. Das LKA – Hannover ist mit dem Fall befasst.
Die Polizei bittet Zeugen sich unter der Telefonnummer 05841-122-0 zu melden.
Chronik der Wolfsabschüsse in Deutschland
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Tierrechtler fordern Folgemaßnahmen zum heutigen Bundesratsbeschluss
30.11.07 - Der Bundesrat hat heute eine Änderung des Tierschutzgesetzes beschlossen und so den Weg zur Einführung eines Zirkusregisters geebnet. Das Zirkusregister soll zukünftig den Vollzugsbehörden ermöglichen, Informationen über die reisenden Betriebe leichter auszutauschen und somit Verstöße gegen das Tierschutzgesetz effektiver zu bekämpfen. Tierdramen, wie jenes der Elefantenkuh Maja, können damit in Zukunft verhindert werden. Die Tierrechtsorganisationen animal public und der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßen daher die Gesetzesänderung. Gleichzeitig fordern sie, die Haltung bestimmter Tierarten im Zirkus zu verbieten.
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25.10.07 - Der Stadtrat von Chemnitz beschloss jetzt auf Antrag der Grünen Fraktion den Ausschluss bestimmter Wildtiere bei in Chemnitz gastierenden Zirkusunternehmen. Die Zirkusleitlinien des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie die Bundestierärztekammer empfehlen Menschenaffen, Tümmler, Delfine, Greifvögel, Flamingos, Pinguine, Wölfe, Giraffen, Nashörner und Elefantenbullen von Haltung, Ausbildung und Nutzung in Zirkusbetrieben auszuschließen.
Mit dem Beschluss des Stadtrats von Chemnitz werden diese Empfehlungen auf kommunaler Ebene verbindlich umgesetzt und der Platzpachtvertrag, den die Stadt mit Zirkusbetrieben abschließt, dahingehend ergänzt. Mit Unterzeichnung des Platzüberlassungsvertrages werden die gastierenden Zirkusunternehmen darüberhinaus verpflichtet alle weiteren Vorgaben der Zirkusleitlinien konsequent einzuhalten.
animal public begrüßt diesen Beschluss der Stadt Chemnitz als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
Mehr Informationen finden sich auf der Homepage von Bündnis 90/Die Grünen Chemnitz www.gruene-chemnitz.de
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Gemeinsame Pressemitteilung von
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. Deutscher Tierschutzbund e.V.
24.11.07 - Der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg berät am Freitag erneut über den geplanten Ausbau der Delphinanlage des Nürnberger Zoos zur sogenannten "Delfin Lagune". Der Deutsche Tierschutzbund e.V. und der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. haben sich heute gemeinsam in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Dr. Maly gewandt. Die Botschaft der Tierschützer ist klar: Kein Ausbau der Delfinanlage. Die Gefangenschaftshaltung von Delfinen muss schnellstmöglich beendet werden. Allein der Deutsche Tierschutzbund vertritt insgesamt 800.000 organisierte Tierschützerinnen und Tierschützer in Deutschland. Dem Bundesverband Menschen für Tierrechte sind 100.000 Mitglieder angeschlossen.
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Pressemitteilung vom 22.10.07
Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin, erklärt:
Zootierbabies - Zootierhändler - Zootierschlachter?
Zoo muss Verantwortung für Nachzuchten übernehmen!
Die Vorstellung, dass Knut in Kürze beim Zootierschlachter enden könnte, ist absurd. Dabei landeten mindestens vier seiner Artgenossen genau dort. Nach Ermittlungen des Tierrechtlers Frank Albrecht gelangte eine Kragenbärenfamilie aus dem Berliner Tierpark mit einem Jungtier über den Tierhändler Ruhe zum Zootierschlachter in Wortel/Belgien.
Zwischen 1995 und 2002 wurden durch den Berliner Tierpark vier Jaguare und fünf Sibirische Tiger nach China abgegeben, unter anderem an die Tigerfarm in Hengdaohezi, die mit Tigerprodukten handelt. Die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen derar-tiger Einrichtungen wurden durch die Fernsehsendung Report nachgewiesen.
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19.10.07 - Die Zahl der Exoten in deutschen Haushalten nimmt beständig zu. Darunter immer häufgier auch giftige Spinnen oder gefährliche Würgeschlangen. Viele Halter sehen einen besonderen Kick darin ein gefährliches Tier zu halten. An dem nötigen Verantwortungsbewusstsein mangelt es jedoch. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten Deutschlands Giftnotrufzentralen über 700 Unfälle mit giftigen Haustieren. Oft sind auch unbeteiligte Dritte gefährdet, wenn giftige Tiere entweichen oder einfach ausgesetzt werden.
In Hessen hat man sich daher für ein Verbot der Haltung bestimmter gefährlicher Tiere in Privathaushalten entschieden. Für animal public ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung.
Liste der gefährlichen Tiere
Merkblatt zur neuen Rechtslage in Hessen
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Am
15.08.07 fanden
Waldarbeiter in einem Dickicht südlich der B 87 bei
Langengrassau (Landkreis Dahme-Spreewald) eine tote Wölfin. Zur
ersten Begutachtung des toten Tieres wurde die sächsische
Wolfsexpertin Ilka Reinhardt zugezogen. Sie stellte fest, dass es
sich um ein ein- bis zweijahriges Wölfin handelt, deren
Todesursache sich nicht durch Augenschein bestimmen ließ. Deswegen
wurde der Tierkörper, der schon Verwesungserscheinungen aufwies,
in das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)
gebracht, um mit Computertomographie und Sektion die genaue
Todesursache zu ermitteln. Eine Woche später stand das Ergebnis
fest:
Die Wölfin wurde
offenkundig erschossen. Davon geht auch das Umweltministerium
Brandenburg aus. "Mit großer Wahrscheinlichkeit starb das
Tier durch einen Schuss. Im Körper der Wölfin ist ein
Projektil entdeckt worden", sagte Achim Wersin, Sprecher des
Umweltministeriums. Nachdem sich der Verdacht auf einen illegalen
Wolfsabschuss erhärtet hat, erstattete das Forstamt Luckau
Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz.
Vom Täter gibt es noch keine Spur.
Für
sachdienliche Hinweise, die zur Klärung der Tat führen,
setzt der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) eine Belohnung von 1.000
Euro aus.
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06.05.2007 – Im Zoo Hannover ist am
Sonnteag eine Tierpflegerin von einem Wolf angegriffen und verletzt worden. Die
26-Jährige hatte nach Polizeiangaben die Tiere aus ihrem
Gehege zum Füttern in ein angrenzendes Gebäude locken
wollen. Dabei schnappte ein Wolf durch die Gitterstäbe hindurch nach dem
Hosenbein der Frau. Als sie sich am Zaun abstützen
wollte, verbiss sich der Wolf in ihrem Unterarm. Die Tierpflegerin
erlitt schwere Verletzungen, unter anderem wurde eine Sehne
durchtrennt.
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21.05.07 - In Vietnam hat ein Elefant
seine beiden Aufseher getötet. Wie der Dorfvorsteher berichtete,
hatten die beiden Männer das taube Tier den ganzen Tag dazu
gezwungen Bäume umzureißen und ihm kein Fressen gegeben.
Der 25-jährige Elefant hatte nur noch einen Stoßzahn, mit
dem er die beiden Männer aufspießte. Danach flüchtete
er in den Wald. Die Dorfbewohner wollten den Elefanten nun jagen und
töten, so der Dorfvorsteher.
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30.05.07 - Im Jahr 2006 sind in Berlin
219 exotische Tiere beschlagnahmt worden. Zudem wurden 118 herrenlose
Tiere wild lebender Arten gefunden. Dies teilte die Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung auf eine parlamentarische Anfrage der
Abgeordneten Claudia Hämmerling (Grüne) mit. Eine
Genehmigung zur Haltung von Riesenschlangen besitzen 24 private
Haushalte, eine Haltung von Giftschlangen ist genehmigt. 2006 gab es
wegen des Artenschutzes 999 Kontrollen in Haushalten und
Tierhandlungen. Zu den von Behörden beschlagnahmten exotischen
Tiere gehörten grüne Meerkatzen, Papageien wie Mohrenkopf-,
Schwarzohr- oder Blaugenick-Sperlingspapageien.
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21.08.07 - Wie das Politmagazin "report"
gestern enthüllte, wurden in den letzten Jahren zahlreiche überzählige
Großkatzen aus deutschen Zoos und Safariparks nach China exportiert.
Unter anderem nach Guilin, wo Tiger für fragwürdige
medizinische Zwecke und Potenzmittel abgeschlachtet werden. Vermutlich wurde
auch Tigernachwuchs aus deutschen Zoos zu Rheuma- oder
Potenzmitteln verarbeitet.
Dokumente, die "report München"
vorliegen, belegen, dass u.a. aus dem Tierpark Berlin, dem Zoo
Centrum Frankfurt, dem Tierpark Hellabrunn in München, sowie aus
dem Safaripark Stukenbrock bei Bielefeld Tiger nach China verkauft
wurden.
Für animal public ein Beleg mehr,
dass Zoos bei der Abgabe ihrer überzähligen Tiere keinerlei Skrupel haben. Ihnen muss
bekannt gewesen sein, dass in China ein toter Tiger mehr wert ist als
ein lebender.
Homepage von "report München"
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28.06.07 - Das Kreisveterinäramt Soest hat die zwei Elefanten Indra und
Reka des Zirkus Apollo beschlagnahmt und an einen sicheren Ort
gebracht. Das Unternehmen ist bereits mehrfach mit seiner Tierhaltung
negativ aufgefallen. Seit Anfang 2007 stand der Zirkus Apollo auf
einem alten Fabrikgelände und gab keine Vorstellungen mehr. Laut
Gutachten einer Zootierärztin hatten die Elefanten nicht ausreichend
Bewegung und wurden falsch und zu wenig ernährt. Dies bestätigte auch
eine Blutuntersuchung. Unter Polizeischutz wurden die beschlagnahmten
Tiere abtransportier.
animal public begrüßt das beherzte Eingreifen des Veterinäramtes Soest.
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26.06.07 - In der Nacht von Montag ist wieder eine Delfinbaby
im Nürnberger Zoo gestorben. Nur eine Stunde nach der Geburt starb das
namenlose Jungtier. Das Nürnberger Delfinarium hat damit den traurigen
Rekord von sieben toten Delfinbabys in nur drei Jahren erreicht.
Die Schutzbehauptung des Zoos, das Tier sei gestorben, da es sich bei
der Mutter, dem Delfinweibchen um eine Erstgebärende handelte und diese
erfahrungsgebmäß nicht in der Lage seien, ihr Kalb auf Anhieb zu
versorgen, ist unglaubwürdig. Bei frei lebenden Delfinen überleben laut
wissenschaftlicher Studien 76 bis 80 % der Kälber im ersten Jahr.
Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Nürnberg erkennen,
dass eine artgerechte Haltung von Delfinen und damit auch eine
Nachzucht der Tiere im Zoo nicht möglich ist.
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12.06.07 - Nur vier Tage nach der Geburt ist das namenlose Delfin-Baby
im Nürnberger Zoo gestroben. Es ist das sechste tote Delfinbaby im
Nürnberger Zoo innerhalb von nur 3 Jahren! Die Statistik der Todesfälle
zeigt, dass eine artgerechte Haltung und eine Arterhaltungszucht von
Delfinen in Gefangenschaft nicht möglich ist. animal public fordert daher die
Schließung der letzten vier deutschen Delfinarien und ein gesetzliches
Verbot der Delfinhaltung in Gefangenschaft.
Weitere Informationen:
Delfinarien ein tödliches Vergnügen
Todesfallstatistik des Nürnberger Delfinariums
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23.05.07 - Wie das
Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jetzt mitteilte befinden sich die Affen
aus dem Tierpark Recklinghausen bereits im Tierversuch. Die
Behauptung der Stadtvertreter aus Recklinghausen, nicht gewusst zu
haben, dass an den Tieren Versuche durchgeführt werden sollen,
wies das Institut zurück. "Wir haben nie einen Hehl daraus
gemacht, dass wir die Tiere auch zu Versuchszwecken übernommen
haben, wir sind doch keine Tierpension", sagt Prof. Dr. Johannes
Löwer, Präsident des PEI gegenüber der Recklinghäuser
Zeitung.
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Kommentar von Ernst zur Nieden in der WAZ vom 22.05.07
"Ein ausgesprochener Tierfreund bin ich
nicht, das gebe ich hier unumwunden zu. Manche Aktion von
Tierschützern bleibt mir deshalb wohl auch fremd. Aber gerade
wächst doch mein Respekt für die Hartnäckigkeit, mit
der sich Personen und Gruppen, die über Vierbeiner und sonstige
Kreaturen so ganz anders denken, auf die Spur der Schweinsaffen aus
dem Recklinghäuser Tierpark gemacht haben. Was sie nun im
Bundestag erfuhren, widerspricht allen Beteuerungen der
Verantwortlichen im Rathaus. Es sieht so aus, als ginge es in diesem
Fall nicht nur um das Schicksal von sechs Tieren, sondern auch um die
Wahrhaftigkeit, mit der eine Stadt die Öffentlichkeit
informiert."
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 tierschutzbilde.de / S.Bröckling 22.05.07 - Nach monatelangen Recherchen hat
sich der schreckliche Verdacht der Tierrechtsorganisationen animal
public und Bundesverband Menschen für Tierrechte
bestätigt. Die sechs Schweinsaffen, die im November 2006 vom
städtischen Tierpark Recklinghausen abgegeben wurden, befinden
sich tatsächlich in einem Versuchslabor.
Eine schriftliche Anfrage von Undine
Kurth, der tierschutzpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die
Grünen im Bundestag, brachte jetzt ans Licht, was in den
Ratssitzungen der Stadt Recklinghausen nicht geklärt werden
konnte, den Verbleib der Affen.
Entgegen bisheriger Beteuerung der
Verantwortlichen befinden sich die Affen doch zu Versuchszwecken in
einer tierexperimentellen Forschungseinrichtung. Dort dienen sie
nicht ausschließlich als Zuchttiere, wie bislang behauptet,
sondern werden für die HIV-Forschung eingesetzt.
Laura Zimprich, Sprecherin von animal
public ist betroffen: "Unser schlimmster Verdacht hat sich
bewahrheitet. Die ehemaligen Tierpark-Affen werden für
Tierversuche benutzt." Auch Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des
Bundesverbandes Menschen für Tierrechte ist entsetzt: "Gerade Affen, als unsere nächsten Verwandten, leiden im
Tierversuch besonders. Daher setzen wir uns seit Jahren für ein
bundesweites Verbot von Affenversuchen ein."
Von der Stadt fordern die Tierschützer
nun Konsequenzen zu ziehen. Für animal public und die
Menschen für Tierrechte ist es unverantwortlich, dass
bereits über die Anschaffung neuer Tiere nachgedacht wird, wenn
das Geld des städtischen Tierparks nicht reichte, um das
Affenhaus zu sanieren und die Tiere stattdessen in ein Labor
abgegeben wurden.
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Mit der Videodokumentation "Die Pelzfarm" gibt das Deutsche Tierschutzbüro einen authentischen Einblick in deutsche Pelztierfarmen und zeigt auf, mit welchen perfiden PR-Strategien die Pelzlobbyisten versuchen Tierquälerei hinter einer glitzernden Fassade zu verstecken.
Die Frau von Welt trägt wieder Pelz und zeigt gern, was sie hat. Die Pelzindustrie reibt sich die Hände, die mageren Jahre sind vorbei, in der Kasse klingeln Milliarden. Jedes Jahr werden weltweit über 30 Millionen Tiere getötet, allein um die deutsche Pelzlust zu befriedigen. Besonders gefragt sind nach wie vor Nerze - auf Zuchtfarmen fristen sie ein kurzes und qualvolles Leben. Eingepfercht in engen Drahtkäfigen warten sie auf die Vergasung oder zerfleischen sich aus Langweile gegenseitig. Artgerechte Haltung: Fehlanzeige. Das blutige Geschäft mit den Pelztieren!
Mit Fotoapparat und Videokamera haben Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros ein Dutzend Nerzfarmen sowie zwei Fuchsfarmen besucht, um die Zustände zu dokumentieren. Heimlich versteht sich, die Pelzindustrie lässt sich nicht gerne in die Karten schauen.
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21.03.07 - Als Tier- und Artenschutzverein engagiert sich animal public
gegen die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft, wie z.B. in
zoologischen Gärten. Es steht jedoch außer Frage, dass die Tiere die
dort leben, genauso wie alle anderen Tiere, ein Recht auf Leben haben.
Die Tötung von überzähligen oder ungewollten Tieren ist aus Sicht von
animal public zutiefst unmoralisch, in zoologischen Gärten jedoch nicht
unüblich. (Weitere Informationen).
Knut, für den Berliner Zoo ein willkommener Kassenschlager, brauchte
sich jedoch niemals vor einer Giftspritze zu fürchten. Die Behauptung
ein Tierrechtler hätte seinen Tod gefordert ist nicht nur irrwitzig,
sondern auch einfach falsch.
Hintergründe, wie es zu dieser Falschmeldung kommen konnte finden sich hier:
http://www.bildblog.de/?p=2147
http://www.bildblog.de/?p=2150
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16.03.07 - Auf dem so genannten "Elefantenhof Platschow", dem Heimatquartier eines deutschen
Zirkus, wurde am letzten Wochenende der Sohn des Eigentümers von
einem Elefanten lebensbedrohlich verletzt. Der Elefantenbulle Moritz
griff den jungen Mann während der Fütterungszeit mit den
Stoßzähnen an. Der Schwerverletzte wurde mit einem
Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Nach einer 9-stündigen
Notoperation stuften die Ärzte seinen Zustand als weiterhin
lebensbedrohlich ein.
Elefanten werden fälschlicherweise
von vielen Menschen für sanfte Riesen gehalten. Dabei zählen
sie zu den gefährlichsten Wildtieren in Menschenhand. Besonders
Bullen gelten als unberechenbar. Jedes Jahr kommt es in Zoos und
Zirkussen zu tödlichen Angriffen. animal public hat schon in der
Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass die Dressur von
Elefanten nicht nur tierschutzwidrig ist, sondern auch gefährlich
für Menschen werden kann.
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26.02.07 - Angesichts des Beginns der
Robbenjagdsaison im März will Horst Seehofer, Bundesminister für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das
Tierschutzgesetz ändern, um die Einfuhr von Robbenprodukten zu
unterbinden.
animal public hatte den Minister im
Dezember letzten Jahres einen Baseball mit einem Robbengesicht
zugesandt und ihn aufgefordert seine politischen Möglichkeiten
zu nutzen, um ein Importstopp für Robbenprodukte in die EU zu
erwirken. Allein in Kanada wurden im Jahr 2006 über 325.000
Robben mit Schlägen und Schüssen brutal getötet. (Mehr über die Aktion "Baseballs gegen Robbenmord") "Ich
habe mich in Verhandlungen mit der EU-Kommission wiederholt für
ein EU-weites Importverbot für Robbenprodukte eingesetzt, um so
dem Tierschutz für Robben mehr Nachdruck zu verleihen. Dem ist
die EU-Kommission bislang nicht gefolgt. Jetzt werden wir nicht mehr
länger warten und eine Regelung auf nationaler Ebene treffen",
teilte Minister Seehofer mit.
animal public begrüßt die
Entscheidung des Ministers als wichtigen Schritt für den Schutz
der Robben. Trotzdem wird animal public sich weiter für in
EU-weites Importverbot stark machen.
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22.02.2007 – Die Errichtung eines
Geheges zur Haltung von Geparden in einem Wohngebiet ist unzulässig,
so urteilte gestern das Verwaltungsgericht in Lüneburg. Ein
Anwohner aus dem Lüchower Ortsteil Kohlberg hatte gegen die
Bauverwaltung des Landkreises Lüchow-Danneberg geklagt, die ihm
die Genehmigung für den Bau eines 45 mal 25 Meter großen
Freigeheges mit einem zwei Meter hohen Maschendrahtzaun und einem
zusätzlichen Elektrozaun zur Haltung von Geparden untersagt
hatte.
Das Gericht bestätigte jetzt die
Ablehung der Bauverwaltung mit der Begründung, dass sich die
Raubtierhaltung generell nicht in ein Wohngebiet einfügt, auch
wenn die Nachbarn keine Einwände hätten. Das Baurecht
erlaube eine Tierhaltung in einem Wohngebiet nur, wenn sie üblich
und ungefährlich sei. Tiere, die dem Menschen für Leib oder
Leben gefährlich werden können, dürften nicht gehalten
werden. Dementsprechend habe das Bundesverwaltungsgericht bereits
entschieden, dass Ozelots und Pumas in Wohn- und Dorfgebieten nicht
gehalten werden dürfen.
Erst im September 2006 wurden in
Nordrhein-Westfalen ein fünfjähriges Mädchen von einem
Geparden auf offener Straße angefallen und schwer verletzt,
obwohl das Tier in einem eingezäunten Gehege untergebracht
gewesen war. Dies zeige die Gefährlichkeit dieser Tiere, meinte
der Verwaltungsrichter.
Nach der Urteilsverkündung gab der
Kläger an, er erwäge in eine anderes Bundesland zu ziehen,
in dem Behörden Geparden-Haltern keine Steine in den Weg legen.
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24.01.07 – In der russischen Stadt
Stavropol entkam ein Python aus einem reisenden Zirkus und tötete
eine Mitarbeiterin. Die Leiche der Tierpflegerin wurde nahe der
Terrarien gefunden, in dem die Tiere des Zirkus gehalten werden. Am
Nacken der Frau fanden sich Spuren von Schlangenhaut. Die Schlange
konnte wieder eingefangen werden.
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25.01.07 - Die EU-Kommission hat einen
Antrag auf ein europaweites Einfuhrverbot für Robbenprodukte
aus Kanada abgelehnt.
Das Europaparlament hatte im
vergangenen Jahr ein solches Verbot des Handels mit Robbenprodukten
gefordert, um damit der grausamen Robbenjagd in Kanada einen Schritt
weit Einhalt zu gebieten. Über 1 Millionen Robben wurden in den
letzten drei Jahren in Kanada getötet. Die jungen hilflosen
Robben werden mit Schlägern niedergeknüppelt oder
angeschossen. Viele Tiere sind nicht sofort tot und werden bei vollem
Bewusstsein gehäutet.
Die EU-Kommission hält jedoch ein
seit 1983 gültiges EU-Gesetz zum Importverbot für weisse
Robbenpelze für ausreichend.
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26.01.07- Das belgische Parlament hat einstimmig ein nationales
Handelsverbot für Robbenprodukte verabschiedet. Damit ist Belgien das
erste EU-Land mit einem permanenten Handelsverbot für Robbenprodukte.
Ein solches Verbot fordert animal public auch auf EU-Ebene. Ein erster
Schritt in diese Richtung wurde letztes Jahr gemacht, mit der
Aufforderung des EU-Parlaments an die EU-Kommission ein europaweites
Handelsverbot auf den Weg zu bringen (P6_TA(2006)0369).
Dafür, dass bis es soweit ist, auch in Deutschland ein nationales
Handelsverbot in Kraft tritt, setzten sich im letzten Jahr die
Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP ein (Bundestagsdrucksache 16/2755).
Bislang hat die Bundesregierung aber noch keine Anstalten gemacht das vom Bundestag geforderte Verbot umzusetzen.
animal public hat daher eine Onlineaktion gegen den Robbenmord in Kanada ins Leben gerufen. Hier können Sie unterschreiben
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24.01.07 - Wie der Tierrechtler Frank
Albrecht heute mitteilt, musste er den Zoo Berlin, wegen groben
Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, anzeigen.
Noch vor wenigen Wochen wurde im Zoo
Leipzig einem Lippenbärenbaby die Handaufzucht verwehrt. Dies
war das Todesurteil für das Bärenbaby, es wurde
anschließend mit der Giftspritze getötet. (weitere
Informationen zu dem Fall)
Zoo und Staatsanwaltschaft begründeten
die Ablehnung einer Handaufzucht und die anschließende Tötung
u.a. damit, dass es nicht artgerecht sei, Bären mit der Hand
aufzuziehen, obwohl der Zoo selbst seit Jahren erfolgreich Bären
(auch Lippenbären) mit der Hand aufzog.
"Wenn also, nach rechtlicher
Begründung einer Staatsanwaltschaft und nach Meinung eines
Zoodirektors, die Handaufzucht eines Bären generell nicht
artgerecht sei, ist es nun meine Pflicht, eine erneute Handaufzucht
eines Bären dann als eindeutigen Verstoß gegen das
Tierschutzgesetz zu werten und pflichtgemäß anzuzeigen.",
so Frank Albrecht. "Das Tierschutzgesetz schreibe ja jedem Halter
(auch einem Zoo) vor, Tiere artgerecht zu halten. Wenn eine
Handaufzucht nicht artgerecht sei, verstoße der Zoo Berlin, so
die Experten, doch nun auf das Gröbste dagegen. Das kann nicht
ungestraft geschehen."
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16.01.07 - Spaziergänger entdeckten in der letzten Woche zufällig ein
Löwenbaby, auf einem Bauernhof in Babenhausen (Deutschland). Der
herbeigerufenen Polizei gegenüber gaben die Bewohner des Bauernhofes
an, das Tier auf Bitten eines Zoos groß zuziehen, da die Mutter es
verstoßen hätte. Dies stellte sich schon bald als Lüge heraus, denn den
angegebenen Zoo gibt es gar nicht.
Tatsächlich hatten sie das Tier für einen befreundeten Bauunternehmer
aus Alberschwende (Österreich) aufgenommen, der nach eigener Aussage
schon
immer den "König der Tiere" besitzen wollte. Um sich seinen Wunsch zu
erfüllen, soll der Geschäftsmann das Tier nach ersten Angaben illegal
aus Tschechien importiert haben, mittlerweile will er auf dem Münchner
Pferdemarkt bestellt haben.
Da die Privathaltung von Löwen in Österreich gesetzlich verboten ist
und für das artgeschützte Tier anscheinend keine legalen Dokumente
vorliegen, hat der Bauunternehmer inzwischen auf das Eigentum
verzichtet. So ist das Löwenbaby "Tone" dem Schicksal entgangen als
Einzeltier in einem besseren Zwinger ein nicht artgerechtes Leben zu
fristen.
Das Löwenbaby wurde heute auf Betreiben der lokalen Veterinärbehörden aus Babenhausen abgeholt und in eine Tierklinik gebracht.
Was aus dem kleinen Löwen wird ist unklar. Viele Zoos wissen selbst
nicht wohin mit ihrem Nachwuchs. Das Interesse, ein weiteres Tier
aufzunehmen, ist daher gering. Dieser Fall zeigt einmal mehr mit
welcher Motivation Privathalter von exotischer Wildtiere folgen und wie
wenig dabei geltende Gesetze oder die Interessen des Tieres zählen.
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15.01.07 - Seit Januar 2005 verbietet
das österreichische Tierschutzgesetz das Mitführen von
Wildtieren in Zirkusunternehmen. Noch im gleichen Jahr eröffnete
die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren
gegen Österreich, wegen des Verdachts, dass das Wildtierverbot
gegen die Dienstleistungsfreiheit verstoße. Zirkusunternehmer
hatten sich über das fortschrittliche Tierschutzgesetz
beschwert.
Jetzt teilte die EU-Kommission mit,
dass die Verfahrensakte geschlossen wurde. Das Wildtierverbot in
Österreichs Zirkussen verstößt nicht gegen EU-Recht.
Dies ist nicht nur bedeutsam für Österreich, sondern auch
für andere europäische Länder, die bereits Gesetze zum
Verbot von Wildtieren im Zirkus vorbereiten und nun Gewissheit haben,
dass diese EU-konform sind.
Schriftliche Anfrage von Jörg Leichtfried (PSE) an die Kommission und Antrag
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05.01.07 - Von Nachzuchterfolgen in der Elefantenhaltung spricht man im
Tierpark Berlin gerne. Nicht aber davon, dass die Elefanten Nachts
angekettet werden. Die Innenanlage ist veralter. Für einen Umbau fehlt
laut Direktion das Geld. Darunter leiden nicht nur die Tiere. Für die
Tierpfleger ist der direkte Kontakt mit den Wildtieren mit erheblichen
Gefahren verbunden. So kam es im September 2006 zu einem Angriff von
Mafuta gegen den Chefpfleger. Er überlebt mit drei gebrochenen
Rippen. Die Elefantenkuh wurde in den Zoo Halle abgeschoben. Dort
hatte man kurz zuvor nach mehreren Jahren Bauzeit das neue
Elefantenhaus eingeweiht. Unter den ersten Bewohnern ein weiterer
"Problemelefant", der erst 5-jährige Abu aus dem Tiergarten Schönbrunn,
zusammen mit seiner Mutter Sabi. Abu hatte im Jahr 2005 einen Pfleger
getötet.
Nun wurde bekannt, dass der Tierpark Berlin, dem angeblich die Mittel
fehlen die eigenen Elefanten neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen
entsprechend unterzubringen, die Anschaffung neuer Tiere plant. In
Zukunft sollen Koalabären Besucher anlocken.
Für animal public wieder ein Fall der zeigt, dass Zootiere lebendes Inventar sind und nicht die Insassen einer Arche Noah.
Auch der Berliner Kurier griff diese Thema auf: http://www.berlinonline.de
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In
der MDR-Sendung "Elefant, Tiger & Co" präsentiert sich
der Zoo Leipzig von seiner tierfreundlichen Seite. Die Wirklichkeit
scheint ganz anders auszusehen. Am ersten Weihnachtstag brachte die
Lippenbärin Renate zwei Junge zur Welt. Für den Zoo
überraschend. Da die junge Bärin die Babys nicht annahm,
wurden sie ihr weggenommen. Eines der Tiere starb wenig später.
Das Andere wurde von einem Hund angenommen.
Der
Mutterbärin wurden unterdessen Hormone gespritzt. Wenig später
wurde das Junge wieder vom Hund getrennt und noch einmal zu der
Bäring gesetzt. Doch sie kümmerte sich wieder nicht um
ihren Nachwuchs. Statt das Bärenbaby mit der Flasche
aufzuziehen, gab man ihm im Zoo Leipzig die Todesspritze.
Nachträglich wurde dies unter anderem damit begründet, dass
der junge Bär aus einer Inzucht stammte.
Trotz Eingang mehrerer Strafanzeige sieht die Staatsanwaltschaft
davon ab, ein Verfahren gegen den Zoo einzuleiten. In der Begründung
heißt es die Einschläferung stehe in Einklang mit der
Welt-Zoo-Naturschutzstrategie und dem europäischen
Erhaltungszuchtprogramm für Bären.
Für
animal public zeigt dieser Fall einmal mehr, dass Zoos keine Arche
Noahs sind, sondern kommerziell orientierte Unternehmen, deren
Geschäft es ist möglichst viele Besucher mit möglichst
attraktiven Tierarten anzulocken. Handaufzucht und auch Inzuchten
werden billigend in Kauf genommen, wenn es sich lohnt. Lohnt es sich
nicht, werden die überzähligen Tiere entsorgt, durch
Verkauf an dubiose Tierhändler, Privathalter oder Euthanasie.
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