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News Archiv 2007
2007 - Das Jahr der Zoo-Skandale PDF Drucken E-Mail
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Der Tierschutzverein animal public e.V. hat das Jahr 2007 zum Jahr der Zoo-Skandale gekürt. Niemals zuvor sorgten die Zoos in Deutschland für so viele Negativschlagzeilen. Darüber konnte auch die Euphorie über „Knuddel-Knut“ nicht hinwegtäuschen.

Im März wird der Direktor des Frankfurter Zoos von seiner Tätigkeit entbunden und erhält Hausverbot. Im Juni erstattet das Veterinäramt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Anzeige gegen den Zoo. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seither. Unter anderem sollen Dutzende von Schildkröten in der Veterinärstation des Zoos in einem stark vernachlässigtem Zustand gefunden worden sein – kein Futter, kein Wasser, kaum Licht, keine Frischluft. Tote Tiere zwischen lebenden.

Im Mai bringt eine Anfrage von Undine Kurth, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Bundestag, ans Licht, was Tierschützer schon lange vermutet haben. Die Stadt Recklinghausen hatte die Schweinsaffen des städtischen Tierparks keineswegs in gute Hände abgegeben, wie behauptet, sondern an ein Tierversuchslabor – für HIV Versuche.
Wolf in Niedersachsen erschossen PDF Drucken E-Mail

Am 15.12.2007 wurde nahe der Ortschaft Gedelitz im Landkreis Lüchow-Dannenberg ein Wolf erschossen. Da Wölfe zu den Wildtieren mit dem höchsten Schutzstatus gehören und nicht gejagt werden dürfen, ist dieser Abschuss unter allen Umständen illegal und strafbar.

Während einer Gesellschaftsjagd haben zwei Jäger, 46 und 51 Jahre alt, das Tier beschossen und schließlich mit einem Fangschuß aus nächster Nähe getötet. Nach Aussagen der Schützen wies das Tier, das sie eindeutig als Wolf erkannt hatten, bereits eine Schussverletzung am Bein auf, die vermutlich von einem dritten Jäger verursacht worden war.

Die genauere Untersuchung des 37 Kilo schweren und eindeutig „wilden“ Wolfsrüden ergab einen Einschuss auf dem Nasenrücken, eine zerschossene linke Pfote, ein Einschuss im hinteren Lendenwirbelbereich und einen vierten, den sogenannten Fangschuss.

Angesichts von mindestens drei Schützen, die auf den Wolf geschossen haben, wird es den Jägern schwerfallen, diese Tat als bedauerliches Versehen eines einzelnen „schwarzen Schafes“ auszugeben.

Die Waffen wurden für die kriminalistische Untersuchung eingezogen. Das LKA – Hannover ist mit dem Fall befasst.


Die Polizei bittet Zeugen sich unter der Telefonnummer 05841-122-0 zu melden.


Chronik der Wolfsabschüsse in Deutschland

Zirkusregister soll Tierleid mindern PDF Drucken E-Mail
Tierrechtler fordern Folgemaßnahmen zum heutigen Bundesratsbeschluss

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30.11.07 - Der Bundesrat hat heute eine Änderung des Tierschutzgesetzes beschlossen und so den Weg zur Einführung eines Zirkusregisters geebnet. Das Zirkusregister soll zukünftig den Vollzugsbehörden ermöglichen, Informationen über die reisenden Betriebe leichter auszutauschen und somit Verstöße gegen das Tierschutzgesetz effektiver zu bekämpfen. Tierdramen, wie jenes der Elefantenkuh Maja, können damit in Zukunft verhindert werden. Die Tierrechtsorganisationen animal public und der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßen daher die Gesetzesänderung. Gleichzeitig fordern sie, die Haltung bestimmter Tierarten im Zirkus zu verbieten.
Chemnitz verbietet Zirkusauftritt bestimmter Wildtiere PDF Drucken E-Mail
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25.10.07 - Der Stadtrat von Chemnitz beschloss jetzt auf Antrag der Grünen Fraktion den Ausschluss bestimmter Wildtiere bei in Chemnitz gastierenden Zirkusunternehmen. Die Zirkusleitlinien des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie die Bundestierärztekammer empfehlen Menschenaffen, Tümmler, Delfine, Greifvögel, Flamingos, Pinguine, Wölfe, Giraffen, Nashörner und Elefantenbullen von Haltung, Ausbildung und Nutzung in Zirkusbetrieben auszuschließen. 

Mit dem Beschluss des Stadtrats von Chemnitz werden diese Empfehlungen auf kommunaler Ebene verbindlich umgesetzt und der Platzpachtvertrag, den die Stadt mit Zirkusbetrieben abschließt, dahingehend ergänzt. Mit Unterzeichnung des Platzüberlassungsvertrages werden die gastierenden Zirkusunternehmen darüberhinaus verpflichtet alle weiteren Vorgaben der Zirkusleitlinien konsequent einzuhalten.

animal public begrüßt diesen Beschluss der Stadt Chemnitz als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
Mehr Informationen finden sich auf der Homepage von Bündnis 90/Die Grünen Chemnitz www.gruene-chemnitz.de

Delfinarium in Nürnberg: Oberbürgermeister Maly muss die politische Reißleine ziehen PDF Drucken E-Mail
Gemeinsame Pressemitteilung von

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Deutscher Tierschutzbund e.V.
    
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24.11.07 - Der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg berät am Freitag erneut über den geplanten Ausbau der Delphinanlage des Nürnberger Zoos zur sogenannten "Delfin Lagune". Der Deutsche Tierschutzbund e.V. und der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. haben sich heute gemeinsam in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Dr. Maly gewandt. Die Botschaft der Tierschützer ist klar: Kein Ausbau der Delfinanlage. Die Gefangenschaftshaltung von Delfinen muss schnellstmöglich beendet werden. Allein der Deutsche Tierschutzbund vertritt insgesamt 800.000 organisierte Tierschützerinnen und Tierschützer in Deutschland. Dem Bundesverband Menschen für Tierrechte sind 100.000 Mitglieder angeschlossen.
Tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion in Berlin hinterfragt Zootierhaltung PDF Drucken E-Mail

Pressemitteilung vom 22.10.07

Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin, erklärt:
Zootierbabies - Zootierhändler - Zootierschlachter?
Zoo muss Verantwortung für Nachzuchten übernehmen!

Die Vorstellung, dass Knut in Kürze beim Zootierschlachter enden könnte, ist absurd. Dabei landeten mindestens vier seiner Artgenossen genau dort. Nach Ermittlungen des Tierrechtlers Frank Albrecht gelangte eine Kragenbärenfamilie aus dem Berliner Tierpark mit einem Jungtier über den Tierhändler Ruhe zum Zootierschlachter in Wortel/Belgien.

Zwischen 1995 und 2002 wurden durch den Berliner Tierpark vier Jaguare und fünf Sibirische Tiger nach China abgegeben, unter anderem an die Tigerfarm in Hengdaohezi, die mit Tigerprodukten handelt. Die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen derar-tiger Einrichtungen wurden durch die Fernsehsendung Report nachgewiesen.

Hessen verbietet gefährliche Tiere in Privathaushalten PDF Drucken E-Mail
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19.10.07 - Die Zahl der Exoten in deutschen Haushalten nimmt beständig zu. Darunter immer häufgier auch giftige Spinnen oder gefährliche Würgeschlangen. Viele Halter sehen einen besonderen Kick darin ein gefährliches Tier zu halten.  An dem nötigen Verantwortungsbewusstsein mangelt es jedoch. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten Deutschlands Giftnotrufzentralen über 700 Unfälle mit giftigen Haustieren. Oft sind auch unbeteiligte Dritte gefährdet, wenn giftige Tiere entweichen oder einfach ausgesetzt werden.
In Hessen hat man sich daher für ein Verbot der Haltung bestimmter gefährlicher Tiere in Privathaushalten entschieden. Für animal public ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung.

Liste der gefährlichen Tiere
Merkblatt zur neuen Rechtslage in Hessen
Brandenburg: Tot aufgefundene Wölfin wurde erschossen PDF Drucken E-Mail
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Am 15.08.07 fanden Waldarbeiter in einem Dickicht südlich der B 87 bei Langengrassau (Landkreis Dahme-Spreewald) eine tote Wölfin. Zur ersten Begutachtung des toten Tieres wurde die sächsische Wolfsexpertin Ilka Reinhardt zugezogen. Sie stellte fest, dass es sich um ein ein- bis zweijahriges Wölfin handelt, deren Todesursache sich nicht durch Augenschein bestimmen ließ. Deswegen wurde der Tierkörper, der schon Verwesungserscheinungen aufwies, in das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht, um mit Computertomographie und Sektion die genaue Todesursache zu ermitteln. Eine Woche später stand das Ergebnis fest:

Die Wölfin wurde offenkundig erschossen. Davon geht auch das Umweltministerium Brandenburg aus. "Mit großer Wahrscheinlichkeit starb das Tier durch einen Schuss. Im Körper der Wölfin ist ein Projektil entdeckt worden", sagte Achim Wersin, Sprecher des Umweltministeriums. Nachdem sich der Verdacht auf einen illegalen Wolfsabschuss erhärtet hat, erstattete das Forstamt Luckau Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Vom Täter gibt es noch keine Spur.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Klärung der Tat führen, setzt der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) eine Belohnung von 1.000 Euro aus.

Wolf greift Tierpflegerin im Zoo Hannover an PDF Drucken E-Mail
06.05.2007 – Im Zoo Hannover ist am Sonnteag eine Tierpflegerin von einem Wolf angegriffen und verletzt worden. Die 26-Jährige hatte nach Polizeiangaben die Tiere aus ihrem Gehege zum Füttern in ein angrenzendes Gebäude locken wollen. Dabei schnappte ein Wolf durch die Gitterstäbe hindurch nach dem Hosenbein der Frau. Als sie sich am Zaun abstützen wollte, verbiss sich der Wolf in ihrem Unterarm. Die Tierpflegerin erlitt schwere Verletzungen, unter anderem wurde eine Sehne durchtrennt.
Misshandelter Elefant tötete zwei Aufseher PDF Drucken E-Mail
21.05.07 - In Vietnam hat ein Elefant seine beiden Aufseher getötet. Wie der Dorfvorsteher berichtete, hatten die beiden Männer das taube Tier den ganzen Tag dazu gezwungen Bäume umzureißen und ihm kein Fressen gegeben. Der 25-jährige Elefant hatte nur noch einen Stoßzahn, mit dem er die beiden Männer aufspießte. Danach flüchtete er in den Wald. Die Dorfbewohner wollten den Elefanten nun jagen und töten, so der Dorfvorsteher.
Wild lebende und exotische Tiere in Berlin: 219 beschlagnahmt - 118 gefunden PDF Drucken E-Mail
30.05.07 - Im Jahr 2006 sind in Berlin 219 exotische Tiere beschlagnahmt worden. Zudem wurden 118 herrenlose Tiere wild lebender Arten gefunden. Dies teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Grüne) mit. Eine Genehmigung zur Haltung von Riesenschlangen besitzen 24 private Haushalte, eine Haltung von Giftschlangen ist genehmigt. 2006 gab es wegen des Artenschutzes 999 Kontrollen in Haushalten und Tierhandlungen. Zu den von Behörden beschlagnahmten exotischen Tiere gehörten grüne Meerkatzen, Papageien wie Mohrenkopf-, Schwarzohr- oder Blaugenick-Sperlingspapageien.
Skrupelloser Handel mit Zootieren enthüllt PDF Drucken E-Mail

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21.08.07 - Wie das Politmagazin "report" gestern enthüllte, wurden in den letzten Jahren zahlreiche überzählige Großkatzen aus deutschen Zoos und Safariparks nach China exportiert. Unter anderem nach Guilin, wo Tiger für fragwürdige medizinische Zwecke und Potenzmittel abgeschlachtet werden. Vermutlich wurde auch Tigernachwuchs aus deutschen Zoos zu Rheuma- oder Potenzmitteln verarbeitet.
Dokumente, die "report München" vorliegen, belegen, dass u.a. aus dem Tierpark Berlin, dem Zoo Centrum Frankfurt, dem Tierpark Hellabrunn in München, sowie aus dem Safaripark Stukenbrock bei Bielefeld Tiger nach China verkauft wurden.

Für animal public ein Beleg mehr, dass Zoos bei der Abgabe ihrer überzähligen  Tiere keinerlei Skrupel haben. Ihnen muss bekannt gewesen sein, dass in China ein toter Tiger mehr wert ist als ein lebender.

Homepage von "report München"

Veterinäramt beschlagnahmt zwei Zirkuselefanten PDF Drucken E-Mail
28.06.07 - Das Kreisveterinäramt Soest hat die zwei Elefanten Indra und Reka des Zirkus Apollo beschlagnahmt und an einen sicheren Ort gebracht. Das Unternehmen ist bereits mehrfach mit seiner Tierhaltung negativ aufgefallen. Seit Anfang 2007 stand der Zirkus Apollo auf einem alten Fabrikgelände und gab keine Vorstellungen mehr. Laut Gutachten einer Zootierärztin hatten die Elefanten nicht ausreichend Bewegung und wurden falsch und zu wenig ernährt. Dies bestätigte auch eine Blutuntersuchung. Unter Polizeischutz wurden die beschlagnahmten Tiere abtransportier.
animal public begrüßt das beherzte Eingreifen des Veterinäramtes Soest.
Wieder Delfinbaby im Zoo Nürnberg gestorben PDF Drucken E-Mail
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26.06.07 - In der Nacht von Montag ist wieder eine Delfinbaby im Nürnberger Zoo gestorben. Nur eine Stunde nach der Geburt starb das namenlose Jungtier. Das Nürnberger Delfinarium hat damit den traurigen Rekord von sieben toten Delfinbabys in nur drei Jahren erreicht.
Die Schutzbehauptung des Zoos, das Tier sei gestorben, da es sich bei der Mutter, dem Delfinweibchen um eine Erstgebärende handelte und diese erfahrungsgebmäß nicht in der Lage seien, ihr Kalb auf Anhieb zu versorgen, ist unglaubwürdig. Bei frei lebenden Delfinen überleben laut wissenschaftlicher Studien 76 bis 80 % der Kälber im ersten Jahr.
Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Nürnberg erkennen, dass eine artgerechte Haltung von Delfinen und damit auch eine Nachzucht der Tiere im Zoo nicht möglich ist.
Delfin-Baby im Nürnberger Zoo gestorben PDF Drucken E-Mail
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12.06.07 - Nur vier Tage nach der Geburt ist das namenlose Delfin-Baby im Nürnberger Zoo gestroben. Es ist das sechste tote Delfinbaby im Nürnberger Zoo innerhalb von nur 3 Jahren! Die Statistik der Todesfälle zeigt, dass eine artgerechte Haltung und eine Arterhaltungszucht von Delfinen in Gefangenschaft nicht möglich ist. animal public fordert daher die Schließung der letzten vier deutschen Delfinarien und ein gesetzliches Verbot der Delfinhaltung in Gefangenschaft.

Weitere Informationen:
Delfinarien ein tödliches Vergnügen
Todesfallstatistik des Nürnberger Delfinariums

Tierpark-Affen bereits im Tierversuch! PDF Drucken E-Mail
23.05.07 - Wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jetzt mitteilte befinden sich die Affen aus dem Tierpark Recklinghausen bereits im Tierversuch. Die Behauptung der Stadtvertreter aus Recklinghausen, nicht gewusst zu haben, dass an den Tieren Versuche durchgeführt werden sollen, wies das Institut zurück. "Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir die Tiere auch zu Versuchszwecken übernommen haben, wir sind doch keine Tierpension", sagt Prof. Dr. Johannes Löwer, Präsident des PEI gegenüber der Recklinghäuser Zeitung.
Eine Frage der Wahrhaftigkeit PDF Drucken E-Mail
Kommentar von Ernst zur Nieden in der WAZ vom 22.05.07

"Ein ausgesprochener Tierfreund bin ich nicht, das gebe ich hier unumwunden zu. Manche Aktion von Tierschützern bleibt mir deshalb wohl auch fremd. Aber gerade wächst doch mein Respekt für die Hartnäckigkeit, mit der sich Personen und Gruppen, die über Vierbeiner und sonstige Kreaturen so ganz anders denken, auf die Spur der Schweinsaffen aus dem Recklinghäuser Tierpark gemacht haben. Was sie nun im Bundestag erfuhren, widerspricht allen Beteuerungen der Verantwortlichen im Rathaus. Es sieht so aus, als ginge es in diesem Fall nicht nur um das Schicksal von sechs Tieren, sondern auch um die Wahrhaftigkeit, mit der eine Stadt die Öffentlichkeit informiert."

Aufgedeckt: Tierpark-Affen an Versuchslabor abgegeben PDF Drucken E-Mail
tierschutzbilder.de/S.Bröckling
tierschutzbilde.de / S.Bröckling
22.05.07 - Nach monatelangen Recherchen hat sich der schreckliche Verdacht der Tierrechtsorganisationen animal public und Bundesverband Menschen für Tierrechte bestätigt. Die sechs Schweinsaffen, die im November 2006 vom städtischen Tierpark Recklinghausen abgegeben wurden, befinden sich tatsächlich in einem Versuchslabor.

Eine schriftliche Anfrage von Undine Kurth, der tierschutzpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, brachte jetzt ans Licht, was in den Ratssitzungen der Stadt Recklinghausen nicht geklärt werden konnte, den Verbleib der Affen.

Entgegen bisheriger Beteuerung der Verantwortlichen befinden sich die Affen doch zu Versuchszwecken in einer tierexperimentellen Forschungseinrichtung. Dort dienen sie nicht ausschließlich als Zuchttiere, wie bislang behauptet, sondern werden für die HIV-Forschung eingesetzt.

Laura Zimprich, Sprecherin von animal public ist betroffen: "Unser schlimmster Verdacht hat sich bewahrheitet. Die ehemaligen Tierpark-Affen werden für Tierversuche benutzt." Auch Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte ist entsetzt: "Gerade Affen, als unsere nächsten Verwandten, leiden im Tierversuch besonders. Daher setzen wir uns seit Jahren für ein bundesweites Verbot von Affenversuchen ein."

Von der Stadt fordern die Tierschützer nun Konsequenzen zu ziehen. Für animal public und die Menschen für Tierrechte ist es unverantwortlich, dass bereits über die Anschaffung neuer Tiere nachgedacht wird, wenn das Geld des städtischen Tierparks nicht reichte, um das Affenhaus zu sanieren und die Tiere stattdessen in ein Labor abgegeben wurden.

Deutsches Tierschutzbüro stellt erschreckende Videodokumentation aus deutschen Pelzfarmen vor PDF Drucken E-Mail

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Mit der Videodokumentation "Die Pelzfarm" gibt das Deutsche Tierschutzbüro einen authentischen Einblick in deutsche Pelztierfarmen und zeigt auf, mit welchen perfiden PR-Strategien die Pelzlobbyisten versuchen Tierquälerei hinter einer glitzernden Fassade zu verstecken.

Die Frau von Welt trägt wieder Pelz und zeigt gern, was sie hat. Die Pelzindustrie reibt sich die Hände, die mageren Jahre sind vorbei, in der Kasse klingeln Milliarden. Jedes Jahr werden weltweit über 30 Millionen Tiere getötet, allein um die deutsche Pelzlust zu befriedigen. Besonders gefragt sind nach wie vor Nerze - auf Zuchtfarmen fristen sie ein kurzes und qualvolles Leben. Eingepfercht in engen Drahtkäfigen warten sie auf die Vergasung oder zerfleischen sich aus Langweile gegenseitig. Artgerechte Haltung: Fehlanzeige. Das blutige Geschäft mit den Pelztieren!

Mit Fotoapparat und Videokamera haben Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros ein Dutzend Nerzfarmen sowie zwei Fuchsfarmen besucht, um die Zustände zu dokumentieren. Heimlich versteht sich, die Pelzindustrie lässt sich nicht gerne in die Karten schauen.

Knut soll leben! PDF Drucken E-Mail
21.03.07 - Als Tier- und Artenschutzverein engagiert sich animal public gegen die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft, wie z.B. in zoologischen Gärten. Es steht jedoch außer Frage, dass die Tiere die dort leben, genauso wie alle anderen Tiere, ein Recht auf Leben haben. Die Tötung von überzähligen oder ungewollten Tieren ist aus Sicht von animal public zutiefst unmoralisch, in zoologischen Gärten jedoch nicht unüblich. (Weitere Informationen).
Knut, für den Berliner Zoo ein willkommener Kassenschlager, brauchte sich jedoch niemals vor einer Giftspritze zu fürchten. Die Behauptung ein Tierrechtler hätte seinen Tod gefordert ist nicht nur irrwitzig, sondern auch einfach falsch.
Hintergründe, wie es zu dieser Falschmeldung kommen konnte finden sich hier:
http://www.bildblog.de/?p=2147
http://www.bildblog.de/?p=2150
Schwerverletzter bei Elefantenangriff in Platschow PDF Drucken E-Mail
16.03.07 - Auf dem so genannten "Elefantenhof Platschow", dem Heimatquartier eines deutschen Zirkus, wurde am letzten Wochenende der Sohn des Eigentümers von einem Elefanten lebensbedrohlich verletzt. Der Elefantenbulle Moritz griff den jungen Mann während der Fütterungszeit mit den Stoßzähnen an. Der Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Nach einer 9-stündigen Notoperation stuften die Ärzte seinen Zustand als weiterhin lebensbedrohlich ein.

Elefanten werden fälschlicherweise von vielen Menschen für sanfte Riesen gehalten. Dabei zählen sie zu den gefährlichsten Wildtieren in Menschenhand. Besonders Bullen gelten als unberechenbar. Jedes Jahr kommt es in Zoos und Zirkussen zu tödlichen Angriffen. animal public hat schon in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass die Dressur von Elefanten nicht nur tierschutzwidrig ist, sondern auch gefährlich für Menschen werden kann.

Erfolg für Tierschutz: Seehofer bereitet Importverbot für Robbenprodukte vor PDF Drucken E-Mail
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26.02.07 - Angesichts des Beginns der Robbenjagdsaison im März will Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Tierschutzgesetz ändern, um die Einfuhr von Robbenprodukten zu unterbinden.

animal public hatte den Minister im Dezember letzten Jahres einen Baseball mit einem Robbengesicht zugesandt und ihn aufgefordert seine politischen Möglichkeiten zu nutzen, um ein Importstopp für Robbenprodukte in die EU zu erwirken. Allein in Kanada wurden im Jahr 2006 über 325.000 Robben mit Schlägen und Schüssen brutal getötet. (Mehr über die Aktion "Baseballs gegen Robbenmord")
"Ich habe mich in Verhandlungen mit der EU-Kommission wiederholt für ein EU-weites Importverbot für Robbenprodukte eingesetzt, um so dem Tierschutz für Robben mehr Nachdruck zu verleihen. Dem ist die EU-Kommission bislang nicht gefolgt. Jetzt werden wir nicht mehr länger warten und eine Regelung auf nationaler Ebene treffen", teilte Minister Seehofer mit.

animal public begrüßt die Entscheidung des Ministers als wichtigen Schritt für den Schutz der Robben. Trotzdem wird animal public sich weiter für in EU-weites Importverbot stark machen.

Verwaltungsgericht lehnt Gepardenhaltung in Wohngebiet ab PDF Drucken E-Mail
22.02.2007 – Die Errichtung eines Geheges zur Haltung von Geparden in einem Wohngebiet ist unzulässig, so urteilte gestern das Verwaltungsgericht in Lüneburg. Ein Anwohner aus dem Lüchower Ortsteil Kohlberg hatte gegen die Bauverwaltung des Landkreises Lüchow-Danneberg geklagt, die ihm die Genehmigung für den Bau eines 45 mal 25 Meter großen Freigeheges mit einem zwei Meter hohen Maschendrahtzaun und einem zusätzlichen Elektrozaun zur Haltung von Geparden untersagt hatte.

Das Gericht bestätigte jetzt die Ablehung der Bauverwaltung mit der Begründung, dass sich die Raubtierhaltung generell nicht in ein Wohngebiet einfügt, auch wenn die Nachbarn keine Einwände hätten. Das Baurecht erlaube eine Tierhaltung in einem Wohngebiet nur, wenn sie üblich und ungefährlich sei. Tiere, die dem Menschen für Leib oder Leben gefährlich werden können, dürften nicht gehalten werden. Dementsprechend habe das Bundesverwaltungsgericht bereits entschieden, dass Ozelots und Pumas in Wohn- und Dorfgebieten nicht gehalten werden dürfen.

Erst im September 2006 wurden in Nordrhein-Westfalen ein fünfjähriges Mädchen von einem Geparden auf offener Straße angefallen und schwer verletzt, obwohl das Tier in einem eingezäunten Gehege untergebracht gewesen war. Dies zeige die Gefährlichkeit dieser Tiere, meinte der Verwaltungsrichter.

Nach der Urteilsverkündung gab der Kläger an, er erwäge in eine anderes Bundesland zu ziehen, in dem Behörden Geparden-Haltern keine Steine in den Weg legen.

Python tötet Zirkusmitarbeiterin PDF Drucken E-Mail
24.01.07 – In der russischen Stadt Stavropol entkam ein Python aus einem reisenden Zirkus und tötete eine Mitarbeiterin. Die Leiche der Tierpflegerin wurde nahe der Terrarien gefunden, in dem die Tiere des Zirkus gehalten werden. Am Nacken der Frau fanden sich Spuren von Schlangenhaut. Die Schlange konnte wieder eingefangen werden.
EU-Kommission lehnt Importverbot für Robbenprodukte ab PDF Drucken E-Mail

25.01.07 - Die EU-Kommission hat einen Antrag auf ein europaweites Einfuhrverbot für Robbenprodukte aus Kanada abgelehnt.

Das Europaparlament hatte im vergangenen Jahr ein solches Verbot des Handels mit Robbenprodukten gefordert, um damit der grausamen Robbenjagd in Kanada einen Schritt weit Einhalt zu gebieten. Über 1 Millionen Robben wurden in den letzten drei Jahren in Kanada getötet. Die jungen hilflosen Robben werden mit Schlägern niedergeknüppelt oder angeschossen. Viele Tiere sind nicht sofort tot und werden bei vollem Bewusstsein gehäutet.

Die EU-Kommission hält jedoch ein seit 1983 gültiges EU-Gesetz zum Importverbot für weisse Robbenpelze für ausreichend.

Belgien verbietet Handel mit Robbenprodukten PDF Drucken E-Mail
26.01.07- Das belgische Parlament hat einstimmig ein nationales Handelsverbot für Robbenprodukte verabschiedet. Damit ist Belgien das erste EU-Land mit einem permanenten Handelsverbot für Robbenprodukte. Ein solches Verbot fordert animal public auch auf EU-Ebene. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde letztes Jahr gemacht, mit der Aufforderung des EU-Parlaments an die EU-Kommission ein europaweites Handelsverbot auf den Weg zu bringen (P6_TA(2006)0369).
Dafür, dass bis es soweit ist, auch in Deutschland ein nationales Handelsverbot in Kraft tritt, setzten sich im letzten Jahr die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP ein (Bundestagsdrucksache 16/2755).
Bislang hat die Bundesregierung aber noch keine Anstalten gemacht das vom Bundestag geforderte Verbot umzusetzen.
animal public hat daher eine Onlineaktion gegen den Robbenmord in Kanada ins Leben gerufen. Hier können Sie unterschreiben
Tierrechtler zeigt Zoo Berlin wegen Handaufzucht an PDF Drucken E-Mail
24.01.07 - Wie der Tierrechtler Frank Albrecht heute mitteilt, musste er den Zoo Berlin, wegen groben Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, anzeigen.

Noch vor wenigen Wochen wurde im Zoo Leipzig einem Lippenbärenbaby die Handaufzucht verwehrt. Dies war das Todesurteil für das Bärenbaby, es wurde anschließend mit der Giftspritze getötet. (weitere Informationen zu dem Fall)

Zoo und Staatsanwaltschaft begründeten die Ablehnung einer Handaufzucht und die anschließende Tötung u.a. damit, dass es nicht artgerecht sei, Bären mit der Hand aufzuziehen, obwohl der Zoo selbst seit Jahren erfolgreich Bären (auch Lippenbären) mit der Hand aufzog.

"Wenn also, nach rechtlicher Begründung einer Staatsanwaltschaft und nach Meinung eines Zoodirektors, die Handaufzucht eines Bären generell nicht artgerecht sei, ist es nun meine Pflicht, eine erneute Handaufzucht eines Bären dann als eindeutigen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu werten und pflichtgemäß anzuzeigen.", so Frank Albrecht. "Das Tierschutzgesetz schreibe ja jedem Halter (auch einem Zoo) vor, Tiere artgerecht zu halten. Wenn eine Handaufzucht nicht artgerecht sei, verstoße der Zoo Berlin, so die Experten, doch nun auf das Gröbste dagegen. Das kann nicht ungestraft geschehen."

Bauunternehmer beschaffte sich illegal Löwenbaby PDF Drucken E-Mail
16.01.07 - Spaziergänger entdeckten in der letzten Woche zufällig ein Löwenbaby, auf einem Bauernhof in Babenhausen (Deutschland). Der herbeigerufenen Polizei gegenüber gaben die Bewohner des Bauernhofes an, das Tier auf Bitten eines Zoos groß zuziehen, da die Mutter es verstoßen hätte. Dies stellte sich schon bald als Lüge heraus, denn den angegebenen Zoo gibt es gar nicht.

Tatsächlich hatten sie das Tier für einen befreundeten Bauunternehmer aus Alberschwende (Österreich) aufgenommen, der nach eigener Aussage schon immer den "König der Tiere" besitzen wollte. Um sich seinen Wunsch zu erfüllen, soll der Geschäftsmann das Tier nach ersten Angaben illegal aus Tschechien importiert haben, mittlerweile will er auf dem Münchner Pferdemarkt bestellt haben.

Da die Privathaltung von Löwen in Österreich gesetzlich verboten ist und für das artgeschützte Tier anscheinend keine legalen Dokumente vorliegen, hat der Bauunternehmer inzwischen auf das Eigentum verzichtet. So ist das Löwenbaby "Tone" dem Schicksal entgangen als Einzeltier in einem besseren Zwinger ein nicht artgerechtes Leben zu fristen.

Das Löwenbaby wurde heute auf Betreiben der lokalen Veterinärbehörden aus Babenhausen abgeholt und in eine Tierklinik gebracht.

Was aus dem kleinen Löwen wird ist unklar. Viele Zoos wissen selbst nicht wohin mit ihrem Nachwuchs. Das Interesse, ein weiteres Tier aufzunehmen, ist daher gering. Dieser Fall zeigt einmal mehr mit welcher Motivation Privathalter von exotischer Wildtiere folgen und wie wenig dabei geltende Gesetze oder die Interessen des Tieres zählen.
Wildtierverbot in Österreichs Zirkussen verstößt nicht gegen EU-Recht! PDF Drucken E-Mail
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15.01.07 - Seit Januar 2005 verbietet das österreichische Tierschutzgesetz das Mitführen von Wildtieren in Zirkusunternehmen. Noch im gleichen Jahr eröffnete die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich, wegen des Verdachts, dass das Wildtierverbot gegen die Dienstleistungsfreiheit verstoße. Zirkusunternehmer hatten sich über das fortschrittliche Tierschutzgesetz beschwert.

Jetzt teilte die EU-Kommission mit, dass die Verfahrensakte geschlossen wurde. Das Wildtierverbot in Österreichs Zirkussen verstößt nicht gegen EU-Recht. Dies ist nicht nur bedeutsam für Österreich, sondern auch für andere europäische Länder, die bereits Gesetze zum Verbot von Wildtieren im Zirkus vorbereiten und nun Gewissheit haben, dass diese EU-konform sind.

Schriftliche Anfrage von Jörg Leichtfried (PSE) an die Kommission und Antrag
Tierpark Friedrichsfelde: artenreich statt artgerecht PDF Drucken E-Mail
05.01.07 - Von Nachzuchterfolgen in der Elefantenhaltung spricht man im Tierpark Berlin gerne. Nicht aber davon, dass die Elefanten Nachts angekettet werden. Die Innenanlage ist veralter. Für einen Umbau fehlt laut Direktion das Geld. Darunter leiden nicht nur die Tiere. Für die Tierpfleger ist der direkte Kontakt mit den Wildtieren mit erheblichen Gefahren verbunden. So kam es im September 2006 zu einem Angriff von Mafuta gegen den Chefpfleger. Er überlebt mit drei gebrochenen Rippen.  Die Elefantenkuh wurde in den Zoo Halle abgeschoben. Dort hatte man kurz zuvor nach mehreren Jahren Bauzeit das neue Elefantenhaus eingeweiht. Unter den ersten Bewohnern ein weiterer "Problemelefant", der erst 5-jährige Abu aus dem Tiergarten Schönbrunn, zusammen mit seiner Mutter Sabi. Abu hatte im Jahr 2005 einen Pfleger getötet.

Nun wurde bekannt, dass der Tierpark Berlin, dem angeblich die Mittel fehlen die eigenen Elefanten neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechend unterzubringen, die Anschaffung neuer Tiere plant. In Zukunft sollen Koalabären Besucher anlocken.

Für animal public wieder ein Fall der zeigt, dass Zootiere lebendes Inventar sind und nicht die Insassen einer Arche Noah.

Auch der Berliner Kurier griff diese Thema auf: http://www.berlinonline.de
Weihnachten im Zoo Leipzig: Bärenbaby bekam Todesspritze PDF Drucken E-Mail
In der MDR-Sendung "Elefant, Tiger & Co" präsentiert sich der Zoo Leipzig von seiner tierfreundlichen Seite. Die Wirklichkeit scheint ganz anders auszusehen. Am ersten Weihnachtstag brachte die Lippenbärin Renate zwei Junge zur Welt. Für den Zoo überraschend. Da die junge Bärin die Babys nicht annahm, wurden sie ihr weggenommen. Eines der Tiere starb wenig später. Das Andere wurde von einem Hund angenommen.

Der Mutterbärin wurden unterdessen Hormone gespritzt. Wenig später wurde das Junge wieder vom Hund getrennt und noch einmal zu der Bäring gesetzt. Doch sie kümmerte sich wieder nicht um ihren Nachwuchs. Statt das Bärenbaby mit der Flasche aufzuziehen, gab man ihm im Zoo Leipzig die Todesspritze. Nachträglich wurde dies unter anderem damit begründet, dass der junge Bär aus einer Inzucht stammte.

Trotz Eingang mehrerer Strafanzeige sieht die Staatsanwaltschaft davon ab, ein Verfahren gegen den Zoo einzuleiten. In der Begründung heißt es die Einschläferung stehe in Einklang mit der Welt-Zoo-Naturschutzstrategie und dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Bären.

Für animal public zeigt dieser Fall einmal mehr, dass Zoos keine Arche Noahs sind, sondern kommerziell orientierte Unternehmen, deren Geschäft es ist möglichst viele Besucher mit möglichst attraktiven Tierarten anzulocken. Handaufzucht und auch Inzuchten werden billigend in Kauf genommen, wenn es sich lohnt. Lohnt es sich nicht, werden die überzähligen Tiere entsorgt, durch Verkauf an dubiose Tierhändler, Privathalter oder Euthanasie.