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News Archiv 2005
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Anfang Dezember nahm die spanische
Polizei sieben Verdächtige wegen der Beteiligung an einer
illegalen Gatterjagd fest. Geschossen wurde auf Tiger, Löwen,
Wölfe und Luchse. Ein spanischer Jagdhofbesitzer hatte
gutbetuchten Jägern aus ganz Europa die Möglichkeit
geboten, auf seinem Grundstück die unter Artenschutz stehenden
Tiere zu erschießen. Die Teilnahme an einer Wolfsjagd kostete
zum Beispiel 24 000 Euro. Die Tiere stammten aus Zoos und Zirkussen.
Nach der Jagd wurde ihnen der Kopf als Trophäe abgetrennt, der
Körper verbrannt. Auch sieben verbrannte Wolfskadaver wurden
entdeckt – vermutlich der überzählige Nachwuchs aus einem
deutschen Tierpark. Wie der Nürtinger Tierrechtler Frank
Albrecht jetzt aufdeckte verkaufte der Wildpark Tripsdrill im Februar
seine sieben Jungwölfe für 840 Euro an den Bayreuther
Tierhändler Jobst. Dieser verkaufte die Tiere nach Albrechts
Recherchen weiter an den spanischen Jagdhof.
Kein Einzelfall. Viele Zoos und
Tierparks verkaufen ihren überzähligen Nachwuchs an
Tierhändler ohne zu wissen was aus den Tieren wird. Derzeit
recherchiert Albrecht noch den Verbleib von 15 Wölfen aus dem
Zoo Berlin, 11 Sumatratigern und 15 Armurtigern.
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30.11.05 - Wieder gibt es Ärger um den Skandalzirkus
"Giovanni Althoff". Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen plante die
verbliebenen vier Elefanten des Zirkus in den nächsten Tagen zu
beschlagnahmen, doch seit Samstag sind die Tiere spurlos verschwunden.
Erst
vor zwei Wochen wurde dem Zirkus "Giovanni Althoff" die kranke
Elefantenkuh Maja durch die Behörden weggenommen und in den Zoo
Heidelberg gebracht. Der Zirkus hatte das Tier in Bad Kreuznach zurück
gelassen und war mit den anderen vier Elefanten und zwölf Pferden in
das Gewerbegebiet von Bingen-Kempten gezogen. Damit entzog sich der
Zirkus einer behördlichen Unterbringungsverfügung des Kreises Bad
Kreuznach.
In Mainz-Bingen stellten die Behörden Mitte
November fest, dass der Zirkus die verbliebenen vier Elefanten nicht
ausreichend versorgte. Die zuständige Beigeordnete Rosemarie Müller
teilte mit, dass die Temperaturen im Stallzelt unterschritten wurden
und die Versorgung der Elefanten mit Brot, Rüben und Gehölz nicht im
nötigen Maß erfolgt, die Tiere seien unterernährt gewesen. Daher sah
sich der Kreis gezwungen für die Versorgung der Tiere einzuspringen. Gleichzeitig wurde eine Beschlagnahme der Tiere vorbereitet. Für den 14. Dezember war bereits ein Spezialtransport beauftragt. Die
Elefanten sind jedoch seit Samstag verschwunden und der Zirkus weigert
sich Auskunft über ihren derzeitigen Aufenthaltsort zu geben. Aus
Sorge um die Tiere will die Kreisverwaltung nun eine Anordnung treffen,
die den Zirkus zwingt Auskunft über den Verbleib der Tiere zu geben.
Ansonsten droht Zwangsgeld oder Ersatz-Zwanghaft.
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 Mongu wird mit einem Seil zu Boden gerissen /Quelle: Österreichischer Tierschutzverein
Dr.
Daphne Sheldrick, eine der renommiertesten Elefantenexperten
weltweit, hat sich auf Bitte des Österreichischen Tierschutzvereins Videomaterial angesehen, welches heimlich im Tiergarten Schönbrunn/Wien gedreht wurde. Es zeigt wie das Elefantenbaby Mongu von den Wärtern "trainiert" wird. Die Expertin war schockiert.
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09.11.05 - Ein kleiner Elefant wird von seiner Mutter getrennt, 8 Männer reissen ihn immer wieder mit einem Seil zu Boden, drangsalieren ihn mit einem Elefantenhaken. Der kleine Elefant schreit verzweifel. Diese Szenen haben sich im Zoo Schönbrunn abgespielt. Ein Video, das der Österreichische Tierschutzverein jetzt veröffentlichte, zeigt, wie die junge Elefantenkuh Mongu hinter den Kulissen den Vorzeigezoos leiden muss. Nicht das erste Mal, dass der Wiener Tiergarten negativ in die Schlagzeilen gerät.
1998: Ehemalige Tierpfleger erheben schwere Vorwürfe gegen den Zoo Schönbrunn. Es tauchen Fotos auf, die das Hinterbein der betagten Elefantin Jumbo zeigen. Aus mit Eisenhaken geschlagenen Löchern in der Haut quillt blutiges Gewebe.
2001: Eine Schulklasse sieht mit an, wie Dickhäuterbaby "Abu" von einem Pfleger geschlagen wurde.
2002: Eine junge Tierpflegerin wird im Raubtiergehege von einem Jaguar getötet.
2005: Der Elefantenpfleger Gerd Kohl wird vom Elefantenjungen Abu getötet. Nach Meinung erfahrener Elefantenexperten wäre der Tod des Pflegers zu verhindern gewesen. Jedoch hatte der Zoo frühere Vorfälle mit Abu vertuscht.
animal public sieht aufgrund der zahlreichen dramatischen Vorkommnisse im Zoo Schönbrunn den Rücktritt von Zoodirektor Pechlaner als unausweichlich an.
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Liebe Tierrechtler und Tierschützer,
Giovanni Althoff ist vor wenigen Wochen
mit vier Elefanten aus dem Kreis Bad Kreuznach erneut in den Kreis
Mainz-Bingen gezogen. Dort hatte er sich bis zum Sommer 2005 sehr
wohl gefühlt, weil der zuständige Landrat, Claus Schick,
keine Veranlassung sah, die Tierschutzvorschriften durchzusetzen und
die Elefanten wegzunehmen. Der fünfte Elefant, Maja, ist
erkrankt und nicht mehr transportfähig. Maja blieb im Kreis Bad Kreuznach.
 Quelle:www.tierschutzbilder.de Die Amtstierärzte des Kreises Bad
Kreuznach, wo sich Althoff von Juli bis Anfang Oktober 2005 aufhielt,
verfolgen dagegen die konsequente Durchsetzung der
Tierschutzbestimmungen und werden hierbei vom Landrat des Kreises Bad
Kreuznach sowie den kommunalen Politikern unterstützt. Vor
wenigen Wochen zog Althoff nun wieder in den Kreis Mainz-Bingen in
den Wirkungsbereich von Landrat Claus Schick (SPD).
Dieser müsste nun dem Kreis Bad
Kreuznach gegenüber Amtshilfe leisten, selbst tätig werden
und den Einzug der Elefanten verfolgen. Doch Herr Schick denkt gar
nicht daran und wartet ab, dass andere Kreise für ihn die
Schmutzarbeit erledigen. Diesem Politiker und Drückeberger
wollen wir nun ernsthaft zu Leibe rücken. Denn er sorgt auch
dafür, dass seine Amtstierärzte untätig bleiben.
Deshalb schreibt bitte an Landrat Claus
Schick und sagt ihm deutlich, dass er jetzt zu handeln hat! Denn als
ein Politiker (SPD) des Aussitzens hat er sonst keine Zukunft mehr.
Im Frühjahr 2006 sind in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen.
Ein Musterschreiben haben wir
vorbereitet.
Vielen Dank für Euren Einsatz.
Bitte lasst gerade jetzt nicht locker! Die Chancen, dass die Althoff
Elefanten jetzt eingezogen werden, waren noch nie größer!
Christiane Baumgartl-Simons/Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Laura Zimprich/animal public e.V.
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15.10.05 - Seit Jahren steht die Tierhaltung des
Zirkus „Giovanni Althoff“ in der Kritik von Tierschützern.
Im Sommer letzten Jahres wurde dem Zirkus die Reisegewerbekarte
entzogen, zwei Pferde beschlagnahmt. Im Mai diesen Jahres teilte die
Staatsanwaltschaft Hanau mit, dass sie gegen drei Verantwortliche des
Zirkus „Giovanni Althoff“ Anklage wegen Tierquälerei erhebt.
Jetzt geht das Drama um die Tiere des
Zirkus „Giovanni Althoff“ in eine neue Runde. Wie ein Sprecher
der Kreisverwaltung Bad Kreuznach mitteilte, entzog dich der Zirkus
einer behördlichen Unterbringungsverfügung für seine
Elefanten, indem er ein neues Quartier im Nachbarkreis Mainz-Bingen
bezog. Zurück ließ der Zirkus allerdings seine schwer
kranke Elefantenkuh Maja. Was aus dem Tier, das in den letzten
Monaten mehrfach entkräftet zusammenbrach und nur mit Hilfe der
Feuerwehr wieder aufgerichtet werden konnte wird, ist vollkommen
unklar.
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11.10.05 - Die in der Lausitz lebenden Wölfe dürfen nicht von Jägern geschossen werden. Das entschied jetzt das Verwaltungsgericht Dresden und wies damit die Klage eines Jägers auf Abschuss eines Wolfes ab. Das Gericht begründete diese Entscheidung mit dem strengen Schutz der Tiere durch das Bundesnaturschutzgesetz und durch EU-Richtlinien.
Dem Jäger war zuvor schon vom Regierungspräsidium Dresden eine Abschusserlaubnis verweigert worden.
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In Japan werden jährlich bis zu
20.000 Delfine und Kleinwale auf grausamste Weise getötet. Die
Tiere werden mit Motorbooten in seichte Buchten getrieben, mit
Eisenhaken oder Messern brutal abgeschlachtet. Oft dauert das
Massaker einer Delfinfamilie stundenlang. Das Fleisch der Tiere wird
als Delikatesse in Feinschmecker-Restaurants angeboten.
Vor Beginn der Jagdsaison Mitte Oktober
wurde ein weltweiter Aktionstag gegen diese Massaker ins Leben
gerufen. In 30 Ländern werden am 08.10.2005 Aktionen laufen,
darunter auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Machen auch Sie mit!
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"Unfassbar, aber leider wahr", empört sich Jutta Weißbecker, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, über die beiden Großzirkusse "Krone" und "Barelli" die derzeit in Berlin gastieren. "Zirkus Barelli" präsentiert einen Tiger, der auf einem Pferd reitet, obwohl die geltenden Leitlinien für die Haltung und Ausbildung von Tieren in Zirkusbetrieben vorschreiben, dass nur arttypische Dressuren einzustudieren und vorzuführen sind. "Und dazu gehört ein auf dem Fluchttier reitender Jäger, der der Tiger nun einmal ist, ganz bestimmt nicht", so Jutta Weißbecker. Der "Zirkus Krone" führt laut Jutta Weißbecker einen Tross von 200 bis 250 Tieren mit, von denen nur ein geringer Teil vorgeführt werde. Der überwiegende Teil seien offensichtlich reine Tierschautiere. Zudem entspräche die Haltung einiger Tiere, wie Flusspferd, Affen und Soldatenaras nicht einmal den Mindestanforderungen und das schon seit vielen Jahren. Damit stellt sich "Zirkus Krone", so die SPD Abgeordnete, nicht besser dar, als jeder x-beliebige kleine Wanderzirkus. Sie fordert Konsequenzen. "Für mich unterstreicht die schlechte Tierhaltung in zwei renommierten Unternehmen wie Barelli und Krone einmal mehr die Notwendigkeit der schnellen Umsetzung des Bundesratsbeschlusses vom Oktober 2003 über ein Haltungsverbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus", so Jutta Weißbecker.
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25.09.05 - Die vor einer Woche aus dem Gelsenkirchener Zoo ausgebrochene Wölfin wurde auf der Autobahn A 42 überfahren. Das Tier war zuvor mehrmals in der Nähe der Autobahn gesehen worden. Die zwei Jahre alte Wölfin war am 17. September nach einer Beißerei aus dem Gehege des Zoos geflüchtet. Die in der Hierachie ganz unten stehende Wölfin war offenbar von den anderen Tieren derart bedroht worden, dass sie sich mit einem Sprung über die 3,50 Meter hohe Mauer des Geheges zu retten versuchte. Trotz der Mithilfe von zahlreichen Polizisten und des Einsatzes eines Polizeihubschraubers gelang es dem Zoo nicht das Tier wieder einzufangen. Experten bezweifeln, dass die Wöflin eine Rückführung in das Zoorudel überhaupt überlebt hätte. Wahrscheinlch wäre sie gestorben. In freier Wildbahn hätte sich das rangniedrige Tier vom Rudel getrennt. Unter den unnatürlichen Bedingungen im Zoo war ihr das nicht möglich.
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25.08.05 - Wie jetzt bekannt wurde will der Berliner Zoo seinen Gorillamann Bokito über Umwege nach China abschieben. Das Tier soll erst in den Safaripark Hodenhagen gebracht werden. Dort will man es dann mit zwei weiblichen Tieren vergesellschaften. Eines von ihnen ist Quenta aus dem Zoo in Saarbrücken. Ende 2005 soll die Gruppe an den Zoo in Rotterdam abgegeben werden, der die Tiere dann als offizielles Staatsgeschenk an den Zoo in Shanghai übersenden will. Dafür erhält der Zoo von Rotterdam aus China die vom Aussterben bedrohten und sehr begehrten Gold-Stumpfnasenaffen. animal public und viele andere Tierschutzorganisationen kritisieren diesen Gorilla-Deal. Es ist bekannt, dass die Tiere im Zoo Shanghai unter erbärmlichen Umständen gehalten werden. Auch belegen Fotos, dass Tiere zu Kunststücken gezwungen und misshandelt werden. Bereits im Jahr 2002 wollte der Berliner Zoo Affen, damals Schimpansen, in den Zoo von Shanghai abschieben. Erst nach massiven öffentlichen Protesten sah der Zoo von diesem Vorhaben ab.
Update: 02.09.05 - Der Gorillamann Bokito ist im Safaripark Hodenhagen angekommen, wo er jetzt alleine gehalten wird. Für animal public ist die Unterbringung von Bokito im Safaripark nicht nachvollziehbar. Der Safaripark ist kein Mitglied der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) und steht bei Experten wegen seiner Gorillahaltung in der Kritik.
Update: 21.09.05 - Bokitos weiteres Schicksal ist noch ungewiss, da denkt der Berliner Zoo schon wieder an Gorillazucht. Aus dem Zoo in Amsterdam ist ein neues männliches Tier, Ivo, eingetroffen. Er soll für weiteren Gorillanachwuchs sorgen. Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, forderte den Zoo jetzt auf, weitere Nachzuchten zu unterlassen, wenn nicht klar ist, wie und wo die Tiere ein Leben lang artgerecht gehalten werden können.
Update: 22.09.05 - In einem offenen Brief haben 36 Tierschutzorganisationen aus aller Welt die Direktoren der Zoos von Rotterdam, Saarbrücken, Berlin und Frankfurt und den Direktor des Safariparks Hodenhagen aufgefordert, keine Gorillas in den Zoo von Shanghai zu schicken, sondern für die Tiere eine besonders gute Unterbringung in Europa zu finden. Brief als PDF-Dokument: EN-Gorillas-2005.pdf
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19.08.05 - Anfang August gelang es dem Frankfurter Zoll einen Ukrainer zu verhaften, der versucht hatte, streng geschützte Schildkröten von Dubai nach Zagreb zu schmuggeln. In zwei Koffern entdeckte die Polizei insgesamt 375 Tiere. Sie waren mit Klebebändern zusammengebunden und in Jutesäcke verpackt. 30 Tiere waren zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Die Anderen wurden in einen Zoo gebracht. Gegen den Tierschmuggler wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Artenschutzrecht und das Tierschutzgesetz eingeleitet. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Trotz internationaler Schutzvorschriften blüht der Handel mit seltenen Tierarten. Allein auf dem Frankfurter Flughafen wurden in den ersten sechs Monaten diesen Jahres fast 4000 lebende Tiere beschlagnahmt, darunter Schlangen, Vogelspinnen, Papageien und Schildkröten.
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21.01.05 - Der Sportartikelhersteller Puma hat seinen Werbespot der einen Schimpansen in einer Windel zeigt zurückgezogen. Zahlreiche Tierschutzorganisationen und die bekannte Schimpansenforscherin Jane Goodall hatten zuvor den Auftritt des Schimpansen in dem Werbespot verurteilt. “Schimpansen und andere Affen leiden furchtbar für die Unterhaltung der Gesellschaft”, so Goodall. Die Tiere werden schon sehr früh der Mutter weggenommen, denn nur in jungen Jahren sind sie für Auftritte zu gebrauchen. Sobald die Tiere die Geschlechtsreife erlangen, sind sie nicht mehr brauchbar und werden ausgemustert. Oft fristen sie dann ihr restliches Leben in einem kleinen Käfig, verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit.
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10.02.05 - Jüngsten Berichten zu Folge starben in den letzten Jahren über 42% der in Brandenburg tot aufgefundenen Seeadler an Bleivergiftung. Das Blei gelangte über die Nahrungskette in den Körper der seltenen Vögel.Mit Blei angeschossene Wasservögel, deren Körper geschwächt ist, sind eine leichte Beute für die Adler. Jetzt kündigte Brandenburgs Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) an, die Landesjagdverordnung zum Schutz der Adler zu ändern. An Gewässern soll Bleischrot bei der Jagd auf Wasservögel verboten werden. Ausserdem sollen Jäger generell verpflichtet werden, die von ihnen geschossenen Tiere zu beseitigen. Die Änderungen sollen noch vor Beginn des Jagdjahres am 1. April in Kraft treten. animal public begrüsst diesen Schritt in die richtige Richtung. Der Tier- und Artenschutzverein fordert schon lange ein generelles Verbot bleihaltiger Munition in ganz Deutschland.
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10.02.05 - Fachaufsichten haben im Auftrag des Kieler
Umweltministeriums in den letzten Tagen alle Pelzfarmen im Bundesland
Schleswig-Holstein kontrolliert. Überprüft wurde die Umsetzung eines
Erlasses aus dem Jahr 2001, der den Pelztieren wesentlich bessere
Haltungsbedingungen zuschrieb. Das Ergebnis war schockierend: keine
einzige Pelzfarm hält die Landesregeln ein. Teilweise wurden noch nicht
einmal die viel geringeren EU-Empfehlungen aus dem Jahr 1999 erfüllt.
Den Pelztierzüchtern drohen jetzt Ordnungsverfügungen oder Schliessung.
Allein in Schleswig-Holstein werden jedes Jahr über 38 000 Nerze für
die Pelzgewinnung vergast und gehäutet.
Klaus Müller, Schleswig-Holsteins Umweltminister (Bündnis 90/ Die
Grünen) setzt sich schon lange für ein Verbot der Pelztierzucht ein.
Bereits vor vier Jahren startete er eine entsprechende
Gesetzesinitiative im Bundesrat und erlangte einen Teilerfolg. Der
Bundesrat forderte die Bundesregierung auf, eine Verordnung zu
erarbeiten, die eine artgerechte Haltung von Pelztieren vorschreibt.
Eine Haltungsverordnung, die den Ansprüchen einer artgerechten
Tierhaltung entspricht, bedeutet, dass die Haltungssysteme so
grosszügig ausgestaltet sein müssen, dass die Pelztierzucht in
Deutschland unrentabel wird und die qualvolle Haltung von Pelztieren
dadurch beendet wird. Bis heute fehlt aber eine bundesweit einheitliche
Verordnung für eine artgerechte Haltung von Pelztieren.
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21.02.05 - Am Sonntag, den 20.02.2005, wurde im Wiener Tiergarten Schönbrunn der Elefantpfleger Gerd Kohl von dem jungen Elefanten Abu angegriffen und getötet. War das, was die Zoodirektion als einen tragischen Unfall darstellt vielleicht absehbar? In den letzten 10 Jahren wurden 37 Fälle bekannt, bei denen Elefanten in europäischen und amerikanischen Zoos Pfleger angriffen. 18 Elefantenpfleger kamen dabei ums Leben!
Zurückzuführen ist dies nach Ansicht von Elefantenexperten auf die Haltungsbedingungen von Elefanten in Zoos. Dort hält man die Wildtiere im direkten Kontakt zu Pflegern. Sie werden trainiert um Kunststücke vorzuführen und Pflegemaßnahmen zu erdulden, häufig auch mit roher Gewalt. Wehrt sich ein Elefant gegen die Dominanz des Pflegers, kann dies tödlich enden, wie jetzt in Schönbrunn.
Schon vor Jahren erhob ein ehemaliger Tierpfleger des Zoos Schönbrunn schwere Vorwürfe gegen die dortige Elefantenhaltung: „Ich habe noch nie etwas Ähnliches erlebt. Fast die gesamte Mannschaft pflegte während des „Morgenappells“ auf die Tiere in einer Art einzuprügeln, die ich als Elefantenkenner als sehr brutal empfand. Zahlreiche offene und mittlerweile verheilte Wunden zeugen davon.“ Es tauchten Fotos auf, die das Hinterbein der betagten Elefantin Jumbo zeigten, aus mit Eisenhaken geschlagenen Löchern in der Haut quoll blutiges Gewebe. Den Jungbullen Pambo sollen die Pfleger hungern und dursten gelassen haben, da er nicht spurte. Er hatte einen Pfleger angegriffen und gegen die Wand geschleudert.*
Für die Tierschützer des Vereins animal public e.V. verdeutlicht der jüngste tragische Todesfalls in Schönbrunn die Problematik der Elefantenhaltung und -zucht in Gefangenschaft. Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins: „Es sind die unnatürlichen Haltungsbedingungen im Zoo, die Elefanten zu den gefährlichsten Wildtieren in Menschenhand werden lassen. Daher fordern wir eine Beendigung der Elefantenhaltung und -zucht in Gefangenschaft.“ Nur so lassen sich nach Ansicht der Tierschützer weitere Todesfälle vermeiden.
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21.02.05 - Auf einer Weide in Laffeld bei Heinsberg töteten Polizisten
mit mehreren Schüssen einen Wolf. Das Tier war wenige Tage zuvor
erstmals in der Umgebung von Aachen gesehen worden. Polizeiangaben zufolge soll es sich bei dem getöteten Wolf um das Tier
handeln, dass vor wenigen Wochen aus einem Wildgehege in Belgien
ausgebrochen war. Dies könnte auch die Berichte erklären, wonach der
Wolf einen Hund in der Nähe seines Halters getötet haben soll. Wilde
Wölfe gelten als sehr scheu. Dass sie in die Nähe von Menschen kommen
oder diese sogar angreifen, halten Experten für sehr unwahrscheinlich.
Bei gezüchteten Wölfen kann es aber vorkommen, dass sie die Scheu vor
dem Menschen verlieren und ihre Nahrung auch in dessen Nähe suchen.
Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland wieder wilde Wölfe. Doch die
Angst des Menschen vor dem vermeintlich “bösen Wolf”, macht ihnen die
Wiederansiedlung schwer.
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