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Verstösse gegen den Tierschutz in fast jedem zweiten kontrollierten Zirkus PDF Drucken E-Mail
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18.12.03 – Bei beinahe jedem zweiten in Rheinland-Pfalz kontrollierten Zirkus wurden in den letzten zwei Jahren Verstösse gegen die tierschutzrechtlichen Vorschriften festgestellt. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen hervor. Bei 47% der amtlichen Kontrollen wurde ein nicht ordnungsgemässe Tierhaltung angetroffen. Bernhard Braun, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion in Rheinland-Pfalz forderte die Landesregierung auf, aus dieser Erkenntnis Konsequenzen zu ziehen: „Umweltministerin Conrad muss die Zirkusse wesentlich entschiedener und zielgerichteter beraten und kontrollieren, um das Leid der Tiere spürbar zu verringern. Notwendig ist auch die Beseitigung von Vollzugshindernissen beim Tierschutz. Es kann nicht angehen, dass einzelne Landkreise keine Kontrollen durchführen.“ Auch fordern die Grünen ein schnelles Eingreifen. „Frau Conrad hat alle Befugnisse zu handeln und braucht nicht auf neue Vorschriften aus Berlin zu warten“, so Bernard Braun.
Schwertwal Keiko an Lungenentzündung gestorben PDF Drucken E-Mail
13.12.03 – Im Alter von 27 Jahren starb der Schwertwal Keiko, der durch den Film „Free Willy“ weltweit Berühmtheit erlangte, in einem norwegischen Fjord. Im Alter von fünf Jahren war das Tier vor der isländischen Küste gefangen worden und wurde dann 1985 an einen Vergnügungspark in Mexiko-Stadt verkauft. Dort wurde das Tier für Showzwecke dressiert. 1992 wurde Keiko Titelstar des Films „Free Willy“. Die Geschichte eines schwierigen Jungen, der in dem Wal seinen engsten Vertrauten findet und ihm später zur Flucht ins offene Meer verhilft, war weltweit ein Erfolg. Tierschützer kritisierten, dass der echte Wal weiter in Gefangenschaft leben musste. Nach internationalen Protesten wurde Keiko 1998 schliesslich nach Island gebraucht, um ihn auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten. Das Auswilderungsprojekt kostete 500.000 Dollar monatlich. Im Juli 2002 wurde Keiko nach mehr als 20 Jahren Gefangenschaft in Freiheit entlassen. Er schwamm von Island aus rund 1.400 Kilometer weit nach Osten. Andere Schwertwalen schloss er sich nicht an. Ende August 2002 erstmals nahe des norwegischen Dorfes Halsa gesichtet. Jetzt erlag er einer Lungenentzündung. Jede Hilfe von Tierärzten kam zu spät.
Helft Nemo - Clownfische gehören nicht ins Aquarium PDF Drucken E-Mail
12.12.03 – Im gerade angelaufenen Zeichentrickfilm „Findet Nemo“ gelingt einem Clownfisch, der in einem Aquarium gefangen gehalten wird, durchs Klo die Flucht in die Freiheit. Doch die Rührselige Geschichte wird anscheinend von vielen Kindern und Erwachsenen falsch verstanden. Seit der Film in den Kinos läuft, steigt im Zoohandel die Nachfrage nach Clownfischen. Dabei sind die Salzwassertiere absolut nicht für die Haltung im Aquarium geeignet. Selbst erfahrene Aquarianer sind mit ihrer Pflege überfordert. Deshalb verzichten viele Zoohändler aus Tierschutzgründen auf den Verkauf dieser Tiere. Die Clownfische stammen aus Malaysia oder Madagaskar. Gefangen werden sie, indem die Riffe in denen sich die Tiere verstecken, mit Gift besprüht werden, bis sie ohnmächtig herausfallen und eingesammelt werden können.

Wer durch „Findet Nemo“ sein Herz für Clownfische entdeckt hat, sollte also auf den Kauf eines echten Clownfischs verzichten. Wahre Nemo-Fans sollten lieber auf die zahlreichen Marketingartikel, die es zu dem Film gibt, zurückgreifen.
Zwischenfall bei Stars in der Manege - Elefantenwärter schlägt Tierschützer zu Boden PDF Drucken E-Mail
07.12.03 – Etwa 35 Tierschützer demonstrierten vor den Kronebau gegen den Auftritt von Wildtieren bei „Stars in der Manege“, als ein Elefantenwärter plötzlich versuchte die Demonstration zu stören. Die Polizei ging dazwischen. Doch der Mann, der laut „tz“ zum Zirkus Krone gehört, beschimpfte die Tierschützer mit Fäkalausdrücken und attackierte den Versammlungsleiter, Jürgen Faulmann von PETA. Mit einem gezielten Schlag streckte der Elefantenwärter den Tierschützer zu Boden, wobei dieser mit dem Kopf auf einen Holzbalken auftraf und mit schweren Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühl minutenlang nicht aufstehen konnte. Die Erstdiagnose im Rotkreuzkrankenhaus lautete auf Schädelprellung. „Wenn der Elefantenwärter so aggressiv auf Menschen losgeht, wie behandelt er dann erst seine Tiere“, fragt sich Jürgen Faulmann. Der verletzte PETA Mitarbeiter will Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung erstatten. Die Tiere haben diese Chance nicht. Dabei hätten sie guten Grund dafür. PETA hat dem bekannten Elefantenexperten Prof. Dr. rer. nat. Fred Kurt vom Institut für Wildbiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der bereits zahlreiche Bücher und Artikel über Elefanten veröffentlicht hat, ein Video vorgelegt, auf dem drei der Krone Elefanten zu sehen sind. „Das heftige Weben dieser Tiere, das dem Zuschauer durch das ständige, monotone Hin- und Herschwenken des Kopfes vertraut ist, ist das Symptom sozialer Vereinsamung unter Kettenhaltung. Wären dies Krone-Elefanten Menschen, so würde es heißen sie seien in Kettenhaft verrückt geworden“, so Fred Kurt.

Es ist ein Zeichen von Ignoranz, dass viele Prominente trotzdem noch alljährlich bei „Stars in der Manege“ auftreten und den Missbrauch von Wildtieren für Showzwecke damit fördern.
Die Zirkusdemo von Berlin PDF Drucken E-Mail
12.11.03 - Für einen seriösen Zirkus mit Wildtieren wollten sie demonstrieren, hunderte Zirkusmitarbeiter, die sich am 12. November diesen Jahres in Berlin versammelten. Mit Plakaten wie "Tierschutz ja - Wildtierverbot nein" versuchten sie ihr angeschlagenes Image aufzupolieren. Von einzelnen schwarzen Schafen war die Rede, die dem Ruf des Zirkus geschadet hätten, von denen wolle man sich distanzieren, hiess es. Doch mitten in der Demonstration, besagte schwarze Schafe. Zum Beispiel der Zirkus, in dessen Winterquartier Anfang diesen Jahres die Elefantenkuh Rani unter erbärmlichen Umständen starb. Und dessen Dompteur mit der zweiten Elefantenkuh vor Behörden und Polizei floh. Noch immer ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Tierquälerei. Mit dabei in Berlin auch zahlreiche Zirkusunternehmen, die einzelne Elefanten halten. Eine Qual für die hoch sozialen Tiere und nach geltender Zirkusleitlinie nicht zulässig. Es spricht für sich, dass ausgerechnet die, die sich nicht an geltendes Recht halten, bei der Zirkusdemo in Berlin anzutreffen waren. Vielleicht brauchen die weissen Schafe einfach keine Wildtiere in der Manege um erfolgreich zu sein.
Nach Tigerangriff - schwere Vorwürfe gegen Siegfried und Roy PDF Drucken E-Mail
27.10.03 – Nach dem Angriff eine Tigers auf Roy, bei dem der Magier lebensgefährlich verletzt wurde, erhebt ein ehemaliger Angestellter des Magierduos Siegfried und Roy schwere Vorwürfe. Marc Brennan, Ex-Tiertrainer der Entertainer wirft ihnen üble Tierquälerei vor. Nach der Show im Mirage Hotel werden die Tiere laut Brennan in trostlose Käfige aus Beton uns Stahl gesperrt. Gegenüber der Bild-Zeitung enthüllte er: „Die Tiere haben keine Spielzeuge, kaum Platz, vegetieren traurig vor sich hin. Das erinnert eher an ein Tierlabor.“
Elefanten, Löwen und Eisbären sind im Zoo häufig krank PDF Drucken E-Mail
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01.10.03 – Je größer das Territorium eines Tieres in Freiheit ist, desto stärker leidet es in Gefangenschaft. Das fanden jetzt Forscher der Oxford Universität heraus. Betroffen sind zum Beispiel Elefanten, Löwen und Eisbären. Sie sind besonders anfällig dafür ein stereotypes Verhalten zu entwickeln, etwa den Kopf rhythmisch hin- und her zu schaukeln oder im immer gleichen Kreis zu gehen. Eisbären steht beispielsweise im Zoo nur ein Millionstel der Fläche zur Verfügung, die ihr natürlicher Lebensraum umfasst. Auch fanden die Wissenschaftler heraus, dass mehr Jungtiere dieser Arten in Gefangenschaft sterben. Das sei oftmals auf eine schlechte Versorgung durch die Mutter zurückzuführen, erläuterten die Forscher. Das Unterdrücken natürlicher Verhaltensweisen in Gefangenschaft fördere nicht nur Stress und Frust, sonder störe auch die Entwicklung der Gehirnregionen, die für das Verhalten zuständig sind. Daher fordern sie im britischen Fachblatt „Nature“ am besten ganz auf die Haltung dieser Tiere im Zoo zu verzichten.
Erfolg! Bundesrat spricht sich für Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus aus PDF Drucken E-Mail
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17.10.2003 - Für ein grundsätzliches Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus sprach sich der deutsche Bundesrat aus. Einen entsprechenden Antrag hatte am 26.09.03 das Land Hessen eingebracht. Darin wurde das Verbot der Haltung von Elefanten, Bären und Affen im Zirkus, sowie die Einrichtung eines Zirkuszentralregisters gefordert. Nach Beratungen im Agrarausschuss nahm der Bundesrat den Antrag in einer leicht geänderten Form an. Nicht nur Elefanten, Bären und Affen, sondern auch anderen Tieren soll in Zukunft das triste Leben im Zirkus erspart bleiben. Erstmals gestand auch das Bundesministerium für den Verbraucherschutz ein, dass es im Bereich der Zirkustierhaltung grosse tierschutzrelevante Probleme gibt, die sich mit den bestehenden Gesetzen und Verordnungen nicht lösen lassen. "Die Bundesländer bekommen das Problem mit den bestehenden Regelungen nicht in den Griff", so Staatssekretär Berninger. Nun liegt es am Verbraucherschutzministerium diese Probleme zu lösen und ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus umzusetzen.
Bundesratsinitiative gegen Wildtierhaltung im Zirkus PDF Drucken E-Mail
Roland Koch vor dem Bundesrat
Roland Koch vor dem Bundesrat
C.Hämmerling im Gespräch mit ap
C. Hämmerling im Gespräch mit ap
26.09.03 - Gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen demonstrierte animal public am 26.09.03 vor dem Bundesrat in Berlin für einen Zirkus ohne Wildtiere. Unterstützt wird dieses Anliegen von zahlreichen Politikern verschiedener Parteien. Die Grünen-Politikerin Claudia Hämmerling, die sich genau wie ihre Parteikolleginnen Undine Kurth und Ulrike Höfken für ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus einsetzt, erschien eigens vor Ort um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) kam persönlich um den Verordnungsentwurf des Landes Hessen, für ein Verbot der Haltung von Elefanten, Bären und Affen in den Bundesrat einzubringen. Unter ungeklärten Umständen seien in den vergangenen Jahren Elefanten gestorben und Menschenaffen verschwunden, erklärte Roland Koch. Der Antrag wird jetzt in den Ausschüssen der Länderkammern beraten.
Endlich - Elefantin "Sikim" muss nicht länger im Zirkus leben PDF Drucken E-Mail
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19.08.2003 - Auf Druck des Veterinäramtes Borken, wurde die afrikanische Elefantenkuh "Sikim" des Zirkus "Giovanni Althoff" an den Zoo Osnabrück abgegeben. Seit Jahren kritisieren Tierschützer die Haltung der Elefanten im Zirkus "Giovanni Althoff" als Tierquälerei. Nach und nach starben immer mehr Tiere der einstmals großen Elefantenherde. Erst am 4. August war bei einem Gastspiel in Gronau die Elefantin "Samba" im Alter von nur etwa 24 Jahren unbemerkt hinter den Zirkuskulissen gestorben. Experten gehen davon aus, dass die nicht artgerechten Haltungsumstände im Zirkus, die Tiere viel früher sterben lassen, als in der Natur.Beim Anblick der afrikanischen Elefantenkuh "Sikim" entschied der Borkener Amtsveterinär Dr. Eißing: "Dieser Elefant geht nicht mehr auf den Transport!" Dem Zirkus wurde deutlich gemacht, dass die Elefantenkuh "Sikim" in ein besseres Quartier abgegeben werden muss. Mitglieder der Tierrechtsorganisation "PETA" , die die Elefantin bei der Verladung beobachteten, berichteten: "Sie sieht schrecklich aus. Beim Abtransport trieben die Zirkusmitarbeiter sie mit roher Gewalt in den LKW. Ihre Schläfendrüsen sind feucht, ein Zeichen dafür, dass sie starkem Stress ausgesetzt ist." Am Nachmittag, des 19.08.2003 kam die Elefantenkuh im Zoo Osnabrück an. Was aus den anderen fünf Elefanten wird, die noch im Zirkus “Giovanni Althoff” unter nicht artgerechten Umständen gehalten werden, ist bislang unklar.
Zirkusdirektor Franz Althoff kritisiert Wildtierhaltung im Zirkus PDF Drucken E-Mail
07.08.2003 - Der Zirkusdirektor Franz Althoff, Nachkomme einer bekannten Zirkusdynastie, sieht die Wildtierhaltung im Zirkus sehr kritisch. Über Jahre arbeitete er selbst als Elefantendompteur, hielt zahlreiche Wildtiere. Doch seit 1996 verzichtet Franz Althoff vollkommen auf die Haltung von Wildtieren und feiert mit dem Pferdemusical “Zauberwald” große Erfolge. Anlässlich der aktuellen Diskussion zu einem Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus erklärte er, dass es seiner Ansicht nach den meisten Elefanten im Zirkus nicht gut gehe. Zudem sei das Mitführen von Wildtieren, wie Affen, Bären, Giraffen oder Krokodilen nicht mehr zeitgemäß. Seit Jahren propagiert der Zirkusdirektor zusammen mit der Tierschutzorganisation arche2000 einen Zirkus ohne Wildtiere.
SAMBA PDF Drucken E-Mail
 + 04.08.2003

Nach langem Leidensweg starb die Elefantin Samba in Gronau unbemerkt hinter den Kulissen des Zirkus “Giovanni Althoff”.
animal public fordert Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen PDF Drucken E-Mail
05.08.2003 - Seit einem Jahr ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert. Doch viel hat sich für die Tiere nicht geändert. Ein großes Problem ist noch immer das Vollzugsdefizit. Doch um gegen Behörden vorzugehen, die den Schutz der Tiere nicht ausreichend beachten, fehlt den Tierschutzverbänden bislang die rechtliche Grundlage. Damit sich dies ändert, fordert animal public gemeinsam mit anderen Tierschutzverbänden die Einführung des Verbandsklagerechts für Tierschutzorganisationen. Für Naturschutzorganisationen gibt es dieses Recht schon lange. Die Einführung der Verbandsklage würde Tierschutzorganisationen ermöglichen, die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen vor Gericht zu erstreiten. So würde den Tieren endlich eine Stimme verliehen. Mehr Informationen erhalten sie auf der Homepage des Netzwerks Verbandsklage dem auch animal public angeschlossen ist.
Elke Heidenreich lobt Bundesratsinitiative des Landes Hessen PDF Drucken E-Mail
05.08.2003 - In einem gemeinsamen Brief mit der Tierschutzorganisation PETA-Deutschland e.V. lobt die bekannte Autorin und Moderatorin Elke Heidenreich die Hessische Landesregierung für die geplante Bundesratsinitiative, die das Verbot der Haltung von Elefanten, Affen und Bären im Zirkus zum Ziel hat. “Bravo, endlich Schluss mit der Quälerei” schreiben Elke Heidenreich und PETA in dem Brief. “Hessen hat einen sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan und das Staatsziel Tierschutz in konkretes Handeln umgesetzt”, heißt es weiter in dem Brief an Staatsminister Wilhelm Dietzel. In den vergangenen Jahren setzte sich Elke Heidenreich immer wieder für die Befreiung der Zirkustiere ein. Zuletzt ließ sie sich für eine Plakatkampagne des Tierrechtsvereins Peta verkleidet als Tiger, durch einen Feuerreifen springend, ablichten.
Grosser Tierschutzerfolg: Hessen plant Bundesratsinitiative gegen Wildtierhaltung im Zirkus! PDF Drucken E-Mail
15.07.2003 - Hunderte Wildtiere leben unter untragbaren Umständen in deutschen Zirkussen. Elefanten werden in Ketten gehalten, Bären in kleinen Gitterkäfigen und Affen mitunter an einem kurzen Strick festgebunden. Schon lange fordert der Tierschutzverein animal public daher ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus. Denn eine artgerechte Haltung von Wildtieren ist im Zirkus nicht möglich. Nun hat das Land Hessen endlich eine Bundesratsinitiative beschlossen, die das Leid der Elefanten, Bären und Affen im Zirkus beenden soll. Der für Tierschutz zuständige Staatsminister Dietzel erklärte dazu: "Der Bund muss endlich handeln und eine Verordnung erlassen, die nicht artgerechte Wildtierhaltungen im Zirkus beendet. Langjährige Erfahrungen zeigen, dass die bestehenden Regelungen zum Schutz von Tieren bei einigen Wildtierarten nicht greifen". Dies zeigten erst in diesem Jahr zwei neuerliche Tierschutzskandale. Erst flüchtete ein Zirkusdirektor mit einem Elefanten vor Behörden und Polizei, dann verhinderte ein anderer durch Gewaltandrohung die Durchsetzung von Behördenmaßnahmen.
Polizeiskandal: Trotz Einziehung und großem Polizeieinsatz - Elefantin Seila muss vorerst im Zirkus PDF Drucken E-Mail
23.06.03 - Seit Jahren wird die Elefantin Seila illegal im Zirkus gehalten. Sobald die Behörden einschreiten wollen, wird sie von einem Unternehmen in das nächste gekarrt. Zuletzt zum Zirkus Renz-Berlin. Jetzt wollte das Landesumweltamt in Thüringen diesem Trauerspiel ein Ende bereiten und zog die Elefantin ein. Sie sollte in die Auffangstation des Safariparks Gänserndorf gebracht werden. Doch soweit kam es leider nicht. Die Zirkusmitarbeiter leisteten Widerstand gegen die Behördenmaßnahme und die in großer Manschaftsstärke angerückte Polizei. Und man ließ sie gewähren. Ein Skandal in einem Rechtsstaat wie Deutschland. Doch dieser Fall zeigt einmal mehr, wie schwer es ist geltendes Tier- und Artenschutzrecht im Zirkus zu vollziehen und macht deutlich, dass ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus unabdingbar ist. Gemeinsam mit den Vereinen “Bundesverband Menschen für Tierrechte”, “Elefantenschutz Europa”, “Peta” und “Pro Wildlife” hat animal public zu diesem Vorfall eine Erklärung veröffentlicht.
Haltungsprobleme im Zoo Magdeburg - Kosteten sie jetzt auch zwei Affen das Leben? PDF Drucken E-Mail
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20.05.03 - Die Holzbalken des erst wenige Jahre alten Menschenaffenhauses im Magdeburger Zoo sind mit Fäulnis befallen. Schimmelpilze breiten sich aus. Ursache ist die unzureichenden Belüftungsmöglichkeiten des Gebäudes. Nach Ansicht von Tierärzten ist die mangelnde Frischluftzufuhr auch für den Tod der zwei Orang Utans Sa-Poloh und Batak verantwortlich. Im April 2000 waren die beiden Tiere gemeinsam mit ihrem Artgenossen Puan in dem neu errichteten Menschenaffenhaus untergebracht worden. Nur ein Jahr später starb die Orang Utan-Dame Sa-Poloh an einer Lungenentzündung. Ihr Gefährte Batak verstarb im Januar 2003 während einer Zahnoperation an einer Lungenblutung. Wie der behandelnde Arzt Christian Fröhlich mitteilte hatte die Zahnoperation nur indirekt mit dem Tod des Orang Utans zu tun. Batak sei ebenfalls lungengeschädigt gewesen. Dies belege der pathologische Befund. Und auch der letzte überlebende Orang Utan Puan ist lungenkrank. Er leidet unter einer chronischen Lungenentzündung, hat Atemnot und Schleimauswurf. Die meiste Zeit sitzt er bewegungslos auf dem Boden seines Geheges. Vermutlich wird auch er nicht mehr lange leben. Verschiedene Tierärzte, die mit der Problematik zu tun haben oder hatten, sehen zwischen der Erkrankung der Tiere und den Haltungsbedingungen im Menschenaffenhaus einen Zusammenhang. Den Affen steht kein Außengehege zur Verfügung, das Haus ist schlecht belüftet, Fäulnis und Schimmel haben die Holzbalken befallen. Die Zooleitung bestreitet dies bislang und hat bereits die Zuteilung neuer Orang Utans bei der EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) beantragt.


Urteil im Tuli-Prozess - Händler wegen Tierquälerei schuldig befunden PDF Drucken E-Mail
Tuli Elefanten in Afrika
Tuli Elefanten in Afrika
Tuli Elefanten in Deutschland
Tuli Elefanten in Deutschland
28.04.03 - Vor rund fünf Jahren, im Juli 1998, wurden im afrikanischen Tuli Game Reserve 30 Elefantenbabies von ihren Müttern weggetrieben und eingefangen, um sie an Zoos in aller Welt zu verkaufen. An allen vier Füßen angekettet, Hunger und Durst leidend, wurden die Kleinen dann auf ein Leben in Gefangenschaft vorbereitet. Mit spitzen Eisenhaken wurden sie immer wieder geschlagen - ausgebildet für ein Leben unter dem Diktat des Menschen. Die Videos, die Tierschützer versteckt auf der Ausbildungsfarm des Tierhändlers Ghiazza von der Elefantenfolter drehten, erschütterten damals Tierfreunde in aller Welt. Einzig die deutschen Zoos Erfurt und Dresden und der schweizer Zoo in Basel hatten keine Skrupel und kauften bei Ghiazza Elefantenbabies. Trotz massiven Protesten und einer mehr als unklaren Rechtslage importierten die deutschen Zoos die kleinen Elefanten in einer Nacht und Nebelaktion. Jetzt ist der Tierhändler Ghiazza endlich von einem südafrikanischen Gericht wegen Tierquälerei verurteilt worden. animal public fordert nun die Rückführung der Elefanten nach Afrika, denn als die Videos der brutalen Mißhandlung auftauchten,versprach Bundesumweltminister Jürgen Trittin, dass er die Rückführung der Tuli-Elefanten veranlassen wolle, wenn die Tierquälerei in Südafrika gerichtlich festgestellt wird.
Zoorichtlinie nicht umgesetzt - EU-Kommission verklagt Deutschland PDF Drucken E-Mail
08.04.03 - Da Deutschland es versäumt hat die EU-Zoorichtlinie bis April letzten Jahres in nationales Recht umzusetzen, hat die EU -Kommission jetzt Klage vor dem Europäischen Gerichtshof eingereicht. Neben Deutschland sind auch sieben andere Mitgliedsstaaten betroffen. Die Richtlinie schreibt vor, dass ein Zoo eine Betriebserlaubnis besitzen muss und nationale Behörden den Tierpark überwachen. Zudem verpflichtet sie alle Tierparks in Europa, Tiere nur in “artgerechten Gehegen” zu halten und regelmässig von Tierärzten untersuchen zu lassen. Die Zoos sollen Forschungsdaten über den Bestand ihrer Tiere und die Aufzucht in Gefangenschaft austauschen und zudem die Besucher über Arterhaltung informieren.
Elefantendrama: Tschechischer Zoo importiert wildgefangene Elefanten PDF Drucken E-Mail
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12.04.03 - Unbeholfen erkunden die drei kleinen Elefanten das Gehege im Zoo Lesna. Sie sind gerade mit dem Flugzeug in der Tschechischen Republik angekommen. Die Gitter und Zäune sind ungewohnt, denn bis vor kurzem lebten die drei Elefantenkinder noch bei ihrer Familie in Freiheit. Sie stammen aus dem Grenzgebiet zwischen Südafrika und Botswana. Dort lebten sie zusammen mit ihren Müttern und Tanten. Gemeinsam legten sie weite Strecken zurück, machten Rast an Seen um zu baden und zu spielen. Eine glückliche Elefantenkindheit und -jugend, bis zu ihrem abrupten Ende. Plötzlich trieb man sie von ihren Müttern und Tanten weg, isolierte sie und nahm sie gefangen. Dann wurden sie in das Lager eines Tierhändlers verschleppt, der sie an den Zoo Lesna verkaufte. Jetzt müssen sie lernen ohne ihre Familie, ohne die gewohnte Umgebung, ohne Freiheit zu leben.
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Und sie werden lernen wie sich ein Elefantenhaken anfühlt, wenn er sich in ihre Haut bohrt, wie es ist immer wieder blind sinnlosen Kommandos folgen zu müssen. Denn die kleinen Elefanten müssen noch für die Haltung im Zoo “ausgebildet” werden und dies macht man nach alter Mahout Methode mit Gewalt. Das unglaubliche: Eigentlich dürfen nach Artenschutzrecht keine Elefanten aus freier Wildbahn gefangen und verkauft werden. Trotzdem versuchen gerade Zoos immer wieder das Artenschutzrecht zu ihren Gunsten zu beugen oder schaffen durch den Import von Tieren einfach Tatsachen.
Berlin ist erstes Bundesland ohne tierquälerische Totschlagfallen PDF Drucken E-Mail
12.04.03 - Ab sofort ist im Bundesland Berlin die Verwendung von so genannten Totschlagfallen gesetzlich in verboten. Im Parlament wurde ein entsprechender Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Änderung des Berliner Jagdgesetzes verabschiedet. Bislang war die Benutzung von Fallen, in denen die Tiere durch das Zusammenschlagen von Stahlbügeln zerquetscht werden erlaubt. Dabei werden viele Tiere nicht sofort getötet. Häufig quälen sie sich stundenlang oder es werden Gliedmaßen eingequetscht, die sich die Tiere abbeißen, um zu entkommen.
Ab sofort ist  in Berlin die Jagd nur noch die Verwendung von Lebendfallen auf Antrag zulässig, wenn dies aus Seuchenschutz- oder anderen Gründen nötig wird.
Elefanten befreien Antilopen aus Gefangenschaft PDF Drucken E-Mail
08.04.03 - In einem privaten südafrikanischen Park bei Empangeni hatten Umweltschützer einige Antilopen für eine Umsiedlungsaktion zusammengetrieben und in ein Gatter eingesperrt als plötzlich eine Herde Elefanten auftauchte. Die elf Tiere wollten nicht, wie erst vermutet wurde, an das Futter der Antilopen, sondern kamen um diese zu befreien. Wie die Umweltschützer berichteten, öffnete das Leittier das Tor des Gatters behutsam mit seinem Rüssel, so dass die Antilopen entkommen konnten. Als alle Tiere das Gatter verlassen hatten, marschierten die Elefanten ebenfalls davon.
Zirkuselefant hatte Tuberkulose PDF Drucken E-Mail
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28.03.03 - Wie der “Express” jetzt aufdeckte, litt die im November 2002 beim Zirkus “Fliegenpilz” verstorbene Elefantin Jenny an offener Tuberkulose. Der Zirkus hatte die Elefantin und ihre Gefährtin Sonya erst wenige Wochen zuvor vom österreichischen Zirkus “Belly Wien” gekauft.  Zu diesem Zeitpunkt muss Jenny schon todkrank gewesen sein. Wie die Zeitung berichtete, ergab die Obduktion durch die Uni Gießen einen grauenhaften Befund: Herzkrankheiten, das Maul entzündet, der Rüssel vereitert. Zudem soll Jenny an der ansteckenden Hirnhautentzündung Meningitis und an einer offenen Lungentuberkulose gelitten haben. Der Berliner Tropenmediziner Dr. Ole Wichmann: "Menschen können sich anstecken." Ob sich Sonya, Jennys engste Gefährtin  angesteckt hat, ist noch nicht bekannt. Dennoch nahm der Zirkus “Fliegenpilz” sie mit auf Tournee - in einem Quarantänezelt.
Umweltausschuss der Stadt Hagen will Wildtierzirkussen Auftrittsverbot erteilen PDF Drucken E-Mail
13.03.200 - Durch eine Ergänzung der Gebietsordnung will der Umweltausschuss der Stadt Hagen erreichen, dass zukünftig keine Zirkusse mit geschützten Wildtieren und Exoten in der Stadt Hagen auftreten. Erst im Winter hatte es in Hagen Probleme mit einem Zirkusunternehmen gegeben, das neun Braunbären und schrecklichen Bedingungen hielt. Als die Behörden einschritten um den Tieren zu helfen, war der Dompteur kurzerhand mit den Tieren geflohen. Nun möchte die Stadt Hagen keine Zirkusse mit geschützten Wildtieren und Exoten in die Stadt lassen, da eine tiergerechte Haltung dieser Tiere in einem reisenden Unternehmen nicht möglich ist. Mit dieser Initiative übernimmt die Stadt Hagen eine Vorreiterrolle in Deutschland. Der endgültige Beschluss über ein Auftrittsverbot muss aber noch im Stadtrat gefällt werden.
Zootiere bei Import erfroren PDF Drucken E-Mail
20.02.03 - Beim Transport aus Madagaskar in die Schweiz sind hunderte seltene Wildtiere erfroren. Ob die Tiere während des Fluges oder im Pariser Flughafen verstorben sind, ist bislang noch nicht klar. Die wild gefangenen Exoten waren unter anderem für den Zoo Zürich bestimmt, der mit ihnen seine neue Masoala-Halle bestücken wollte. Die überlebenden Tiere waren ebenfalls unterkühlt. Einige haben Folgeschäden wie Erfrierungen an den Füssen und können nun nicht mehr richtig klettern. Obwohl der Direktor des Zoos zugab, dass man die auf den Weg in den Zoo gestorbenen Tiere nicht ersetzen könne, da viele zu den letzten ihrer Art gehörten, hielt er an der Aussage fest, dass der Zoo nicht auf den Import von wild gefangenen Tieren verzichten wolle - da dies für die Arterhaltung wichtig sei.
Grüne Politikerinnen fordern Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus PDF Drucken E-Mail
13.01.03 - Der tragische Tod der Elefantenkuh Rani veranlasste die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Undine Kurth und die Berliner Landtagsabgeordnete Claudia Hämmerling, ein Verbot von Wildtieren im Zirkus zu fordern. “Dieser Fall zeigt erneut, welche Probleme die Haltung von Wildtieren im Zirkus mit sich bringt. Im Gegensatz zu Haustieren haben Wildtiere keine Anpassung an das Leben in Obhut des Menschen durchlaufen. Die Tiere stellen besonders hohe Ansprüche an Unterbringung, Ernährung und fachgerechte Pflege. Ihre Haltung in Gefangenschaft ist generell problematisch. Unter den Bedingungen eines reisenden Unternehmens, wir Zirkusse sie nun einmal sind, ist eine artgerechte Haltung schlicht unmöglich. Die Tiere müssen einen großen Teil ihres Lebens in engen Transportwagen oder in Ketten verbringen. Wildtierhaltung im Zirkus muss verboten werden. Es ist nicht mehr zu verantworten, dass Wildtiere für rein kommerzielle Zwecke unter solchen Bedingungen gehalten werden dürfen. Wenn wir ethisch begründeten Tierschutz ernst nehmen, dann müssen hier endlich Regelungen her, die unserem geltendem Tierschutzgesetz Geltung verschaffen”, heißt es in einer Presseerklärung der Bundestagsabgeordneten Undine Kurth. Sie forderte den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Herrn Dr. Wolfgang Böhmer auf, alles dafür zu tun, dass die vom Bundesland Hessen geplante Bundesratsinitiative zum Verbot der Haltung von Wildtieren und Exoten in fahrenden Zirkussen, endlich auf den Weg gebracht werden kann.
RANI PDF Drucken E-Mail
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Nach langem Leiden starb die Elefantin Rani am 13.01.03 in Göritz.


Nach einem langen Leidensweg wurde Rani erlöst. Vielleicht hätte Sie noch eine Chance gehabt, auf ein längeres, besseres Leben, doch diese wurde ihr nicht gewährt. So endete ihr Leben im Winterlager des Zirkus “Harlekin”.
JANA PDF Drucken E-Mail
Nach langem Leiden verstarb die Elefantin Jana im Januar in Berlin.

Ausgezehrt und geschwächt wurde sie im Weihnachtszirkus “Berolina” vorgeführt. Doch dieses Gastspiel überlebte sie nicht. Unbemerkt von der Öffentlichkeit verstarb Jana in Berlin.