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Grundrechte für Große Menschenaffen

Pressekonferenz Foto: hpd.de

Pressekonferenz des Great Ape Projects, Foto: hpd.de

Das Recht der Großen Menschenaffen auf persönliche Freiheit, auf Leben und körperliche Unversehrtheit soll im deutschen Grundgesetz verankert werden. Dies ist das Ziel einer Grundrechtsinitiative, die das Great Ape Project gemeinsam mit animal public am 08. Mai 2014

im Haus der Bundespressekonferenz vorgestellt hat. Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt eine aktuelle Studie zu den Lebensbedingungen von Menschenaffen in deutschen Zoos.

Dr. Colin Goldner, Leiter des Great Ape Projects in Deutschland, hat in den letzten zwei Jahren alle 38 deutschen Zoos, die Menschenaffen halten, besucht und analysiert. Die Ergebnisse der Studie, mit dem Titel „Lebenslänglich hinter Gittern“, sind bestürzend: Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind die Haltungsbedingungen in deutschen Zoos katastrophal. Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans leiden unter der Beengtheit der Gehege, unter fehlenden Rückzugsmöglichkeiten und dem eklatanten Mangel an Beschäftigungsanreizen, viele von ihnen zeigen Symptome massiver psychischer Störungen.

Anthropologen, Juristen, Philosophen und Tierschützer haben die Veröffentlichung der Studie zum Anlass genommen, die Grundrechtsinitiative für Große Menschenaffen vorzustellen. Eine entsprechende Petition (Petitionsnummer 51830) hat der Philosoph und Buchautor Michael Schmidt-Salomon unlängst beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags eingereicht.

animal public unterstützt diese Petition. Laura Zimprich, Vorsitzende von animal public e.V., war vor Ort bei der Pressekonferenz dabei, um zu erläutern, warum auch die neuen Haltungsanforderungen für Zootiere nicht ausreichen, um Menschenaffen ein würdiges Leben zu ermöglichen.

Mehr Informationen zur Initiative:

Interview zur Grundrechtsinitiative im Deutschlandfunk
Bericht zu Dr. Goldners Studie in der Welt
Text der Bundestagspetition
Informationen zu der Pressekonferenz

cover_lebenslaenglichLiteratur zum Thema:

Karsten Bresing: „Persönlichkeitsrechte für Tiere: Die nächste Stufe der moralischen Evolution“
Colin Goldner: „Lebenslänglich hinter Gittern“

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