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Giftschlangenalarm in Mülheim: Tierschützer fordern politische Konsequenzen

19.03.2010 – Seit der Nacht auf Donnerstag sucht die Polizei in Mülheim fieberhaft nach einer hochgiftigen Monokelkobra. Bislang ohne Erfolg.  Schon lange warnen Tier- und Naturschützer vor den Folgen der zunehmenden Haltung von exotischen Wildtieren in Privathand. Der Tierschutzverein animal public e.V. fordert jetzt endlich Konsequenzen zu ziehen und die Haltung von gefährlichen Exoten bundesweit zu verbieten.
In der Nacht auf Donnerstag konnte in Mülheim eine Kobra, deren Biss tödlich ist, aus einem nicht ausreichend gesicherte Terrarium entweichen. Der erst 19. jährige Halter hatte das Tier am letzten Wochenende bei der „Terraristika“ in Hamm gekauft. Ordnungsamt und Feuerwehr suchen seit gestern nach dem Tier. Die Nachbarn haben wegen der Gefahrenlage ihre Wohnungen verlassen.
Für Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins animal public e.V. ist dieser Fall einmal mehr Beleg dafür, dass die Haltung gefährlicher Tiere in Deutschland verboten werden muss. Die Tierschützerin war selbst mehrfach in Hamm und hat dort den unkontrollierten Handel mit hochgefährlichen Tieren beobachtet, Bundes- und Landesministerium informiert und zum Handeln aufgefordert. „Seit Jahren warnen wir vor einer Zunahme der Haltung von teilweise sehr gefährlichen Wildtieren. Die Hobbyhalter gefährden nicht nur sich, sondern auch Andere. Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier eingreift und die Haltung gefährlicher Tiere in Privathand bundesweit verbietet“, so Zimprich.

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