Unterstützen Sie uns!



Helfen Sie Orca Morgan zurück in die Freiheit

Morgans Geschichte

Im Juni 2010 wurde vor der niederländischen Küste ein einzelnes entkräftetes Orca-Weibchen entdeckt. Das etwa drei Jahre alte Tier wurde gefangen und in das Delfinarium Harderwijk gebracht, um es gesund zu pflegen. Innerhalb weniger Monate ging es Morgan, wie man sie nannte, besser. Ein Zusammenschluss von 30 renommierten Wissenschaftlern, die “Free Morgan Foundation” legte einen detaillierten Plan für ihre Rückführung in die Freiheit vor. Meeresbiologen war es gelungen ihre Familie ausfindig zu machen und zudem eine Meeresbucht, die geeignet gewesen wäre Morgan wieder an die Freiheit zu gewöhnen.

Morgan im „Loro Parque“ © freemorgan.org

Doch das Delfinarium Harderwijk lehnte die Freilassung von Morgan unter Berufung auf den Rat von sieben Einzelpersonen ab. Wie sich später herausstellte, hatten diese unvollständige und falsche Informationen von dem Delfinarium erhalten, weswegen vier ihre Meinung widerriefen.
Trotz Protestes von Tierschützern und Wissenschaftlern wurde Morgan im November 2011 in den privaten Vergnügungspark “Loro Parque” auf der Insel Teneriffa in Spanien gebracht. Dort muss sie seither zusammen mit fünf anderen Orcas zirkusähnliche Kunststücke für Touristen aufführen.

Orcas in Gefangenschaft

Orcas sind hoch sozial und sehr intelligent. In Freiheit leben sie in komplexen Sozialverbänden, sie haben eine Sprache und sogar unterschiedliche regionale Kulturen entwickelt. Schwächere Tiere werden von ihren Artgenossen beschützt und mit Futter versorgt. In Gefangenschaft müssen Orcas in künstlich zusammen gesetzten Gruppen in einem, im Gegensatz zu ihrem natürlichen Lebensraum unvorstellbar winzigen Becken, leben, in dem sie weder richtig schwimmen, tauchen noch jagen können. Die Folge sind Stress, Krankheiten, massive soziale Spannungen und eine deutlich verringerte Lebenserwartung.

Morgan Leiden im „Loro Parque“

Morgan im „Loro Parque“ ©freemorgan.org

Beobachtungen von namhaften Experten belegen, dass Morgan im “Loro Parque” massiv leidet. Sie wird von den anderen Orcas nicht akzeptiert und immer wieder massiv angegriffen, durchschnittlich einmal pro Stunde. Dokumentiert sind über 320 Verletzungen und Bisswunden die ihr seit ihrer Ankunft im “Loro Parque” von den anderen Tieren zugefügt wurden, nicht mitgerechnet die Verletzungen, die sie sich selber zugefügt hat. In der beengten, künstlichen und monotonen Umgebung hat Morgan bereits jetzt massive Verhaltensstörungen entwickelt, so schlägt sie ihren Kopf immer wieder gegen die Beckenwand und reibt ihre Zähne am Beton ab.

Morgans Verletzungen ©L.Harrison / Orca Research Trust

Aus Sicht der Experten der “Free Morgan Foundation” muss Morgan so schnell wie möglich aus dem “Loro Parque” befreit werden, um ihr weiteres Leiden zu ersparen. Die Auswilderung von Orcas ist bereits mehrfach gelungen und gerade bei Morgan, die die Hälfte ihres Lebens in Freiheit verbracht hat, sind aus Sicht der erfahrenen Wissenschaftler die Chancen sehr gut, dass sie sich schnell wieder zurechtfindet.
Die Verantwortlichen im “Loro Parque” versuchen jedoch mit allen Mitteln eine Auswilderung von Morgan zu verhindern, denn die Orca-Shows bringen dem Vergnügungspark viel Geld. Mittlerweile behauptet dieser sogar Morgan sei behindert und in Freiheit nicht lebensfähig. Eine Koalition aus holländischen Tierschutzvereinen hat zusammen mit der “Free Morgan Foundation” Morgans Fall bereits dreimal vor Gericht gebracht, doch jedes mal wurde zu Gunsten des Vergnügungsparks und gegen Morgan entschieden. Am 03. Dezember 2013 wird Morgans Fall in den Niederlanden erneut vor Gericht verhandelt. animal public e.V. unterstützt die “Free Morgan Foundation” bei ihrem Kampf für Morgans Freiheit.

Update: Ein Urteil im Prozess um Morgans Zukunft wird erst für April 2014 erwartet.

Update: Am 23. April hat Landgericht in Den Haag (Niederlande) im Berufungsverfahren zum Fall Morgan entschieden, dass das Orcaweibchen im privaten Vergnügungspark Loro Parque auf der Kanareninsel Teneriffa verbleiben soll. Das Urteil ist aus Sicht von animal public vollkommen unverständlicher, insbesondere da das Gericht dem Gesundheitszustand von Morgan keine Relevanz bei der Entscheidungsfindung beigemessen hat.
animal public wird nun gemeinsam mit der FREE MORGAN FOUNDATION versuchen, vor einem spanischen Gericht die Freilassung Morgans zu erwirken.

Was Sie tun können um Morgan zu helfen

Der „Loro Parque“ auf Teneriffa ist ein privater Vergnügungspark, der dem deutschen Unternehmer Wolfgang Kiessling gehört. Unter den etwa 1,5 Millionen Menschen, die den Park jährlich besuchen, sind viele deutsche Touristen. Solange sich mit Morgan und ihren Artgenossen Geld verdienen lässt, wird der „Loro Parque“ sie weiter in Gefangenschaft halten.

Bitte informieren Sie daher ihre Freunde, Bekannte und Verwandte über Morgans Schicksal und bitten Sie sie, sollten sie Urlaub auf Teneriffa machen, den Park nicht zu besuchen und auch alle Mitreisenden über Morgans Schicksal zu informieren.

Schreiben Sie dem „Loro Parque“ und lassen Sie die Verantwortlichen wissen, was Sie davon halten, dass man Morgan ihr Recht auf ein artgemäßes Leben in Freiheit verwehrt.
loroparque@loroparque.com
diradjunto@loroparque.com

Nutzen Sie das Internet, um mehr Menschen über Morgans Schicksal zu informieren.
Posten Sie diesen Link auf Facebook:
www.animal-public.de/free-morgan/
Schreiben Sie eine Bewertung auf die Tripadvisor Seite des „Loro Parque“ http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g187479-d4778000-Reviews-Loro_Park-Tenerife_Canary_Islands.html

Unterstützen Sie die Arbeit von animal public e.V. für die Befreiung von Morgan als Fördermitglied oder mit einer Spende.

Diese Seite teilen.Share on Facebook