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Filmtipp: Dokumentarfilm BLACKFISH

Mit Milliardenumsätzen gehört SeaWorld zu den Big Playern der Entertainment Industrie. Den Erfolg seiner spektakulären Wassershows verdankt das Unternehmen vor allem den Orcas, die darin auftreten. Der bewegende Dokumentarfilm BLACKFISH erzählt die Geschichte von Tilikum, einem der bei SeaWorld gehaltenen Orcas, der vor 30 Jahren als zweijähriges Jungtier vor Island gefangen wurde und in Gefangenschaft mehrere Menschen getötet hat. Dokumentarfilmerin Gabriela Cowperthwaite lässt parallel zu Tilikums trauriger und zutiefst anrührender Lebensgeschichte ehemalige SeaWorldtrainer zu Wort kommen, Walforscher und Zeugen der Unfälle. In bewegenden Interviews und mit zum Teil bisher unveröffentlichtem Filmmaterial zeigt Cowperthwaite eindringlich, wie Gefangenschaft und Haltungsbedingungen die Menschen gegenüber eigentlich friedlichen Wale zu aggressiven Zeitbomben werden lassen. Während aus der Natur kein Beispiel bekannt ist, wo ein Mensch durch einen Orca starb, haben Schwertwale in Gefangenschaft bislang vier Menschen getötet, dutzende weitere Attacken sind dokumentiert.

Die berührende Story von BLACKFISH fordert auf, unser Verhältnis zur Natur gründlich zu überdenken, und sie zeigt auf erschreckende Weise, wie wenig wir Menschen von diesen hochintelligenten und sozialen Tieren gelernt haben. Der Dokumentarfilm, für den SeaWorld jegliche Interviews verweigerte, hat das Potential etwas zu verändern.

BLACKFISH wurde auf dem diesjährigen Sundance Film Festival uraufgeführt und avancierte dort zum Geheimtipp. Ab dem 7. November 2013 läuft BLACKFISH in den deutschen Kinos.

 

Hintergrundinfo: Orcas in Gefangenschaft

Tilikum mit hängender Rückenfinne

Tilikum mit hängender Rückenfinne

Derzeit werden weltweit 45 Schwertwale in Marineparks gehalten. Elf von ihnen in europäischen Delfinarien, davon fünf im französischen Marineland Antibes und sechs im Loro Parque auf Teneriffa, der von einem Deutschen betrieben wird. Das Leben in Gefangenschaft bedeutet für die intelligenten und sehr sozialen Tiere großes Leid.

In der beengten, künstlichen Umgebung, zusammen gesperrt mit fremden Artgenossen, können sie ihr normales Verhalten nicht annähernd ausleben. So verwundert es wenig, dass viele Orcas massivste Verhaltensstörungen, wie das Abnagen des Beckenbodens, ständiges Kopf gegen die Wand schlagen, Hochwürgen von Futter oder Angriffe gegen Artgenossen und die Trainer, zeigen.

Orcas in Freiheit

Orcas in Freiheit

Nicht nur seelisch, sondern auch körperlich leiden die Tiere unter der Gefangenschaft. So klappt die große Rückenfinne der Männchen in Gefangenschaft um. Auch ist erwiesen, dass die Tiere eine deutlich geringere Lebenserwartung haben, als in Freiheit. In der Natur wird ein weiblicher Orca durchschnittlich 50 Jahre alt, in Gefangenschaft überleben wild gefangenen Tiere hingegen im Schnitt nur vier Jahre. Dieses sinnlose Tierleid muss ein Ende haben, dafür kämpft animal public e.V.

So können Sie helfen:

  • Besuchen Sie keine Delfinarien oder Marineparks, auch nicht im Urlaub

  • Informieren Sie Ihre Verwandte und Bekannte über das Leid der Tiere und bitten Sie auch diese, keine Shows mit Walen oder Delfinen zu besuchen

  • Werden Sie animal pubic Fördermitglied und unterstützen Sie uns im Kampf für die Freiheit aller Wale und Delfine

 

 

 

© Copyright für alle Fotos:  NFP marketing & distribution GmbH / Dogwoof

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