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Anhörung zu Delfinarien im Landtag NRW

Delfinarium Duisburg

Delfinarium Duisburg

Am 28.04.2014 hat sich der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des nordrhein-westfälischen Landtags mit einem Antrag der PIRATEN Fraktion zum „Verbot der Haltung von Delphinen“ (Drucksache 16/4588 und 16/4956 ) beschäftigt. Darin fordern die Piraten:
1. Die Haltung von Delfinen in Nordrhein Westfälischen Zoos mit einer angemessenen Übergangsfrist zu verbieten;
2. Bei den derzeit in Nordrhein Westfälischen Zoos lebenden Delfinen die Möglichkeit
der Auswilderung zu ermitteln, hierbei ist die Möglichkeit von durch Tierpflegern
betreuten, eingezäunten Meeresbuchten mit in Betracht zu ziehen.
3. Eine Bundesratsinitiative zum Deutschlandweiten Verbot von Delfinarien zu initiieren

Das Duisburger Delfinarium, um das es bei der Anhörung insbesondere ging, gilt als der größte Delfinfriedhof Europas. Über 60 Tiere starben hier seit Bestehen des Delfinariums, allein 15 Tiere in den letzten 22 Jahren.
Im Zuge der Anhörung räumte der Duisburger Zoodirektor zudem ein, dass den Delfinen, – entgegen vorheriger anderslautender Behauptung – in den letzten Jahren das Psychopharmaka Diazepam verabreicht wurde. Dieses Psychopharmaka wird häufig in Delfinarien eingesetzt, um die Tiere an die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen anzupassen.

animal public lehnt die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft als nicht artgerecht ab und fordert die Schließung der letzten beiden Delfinarien in Deutschland. Daher haben wir uns in einer eigenen Stellungnahme an die Mitglieder des Landtags gewandt.

In den letzten Jahren haben sieben von ehemals neun Delfinarien in Deutschland geschlossen. In anderen europäischen Ländern, wie Österreich, der Schweiz oder Großbritannien gibt es aus Tierschutzgründen gar keine Delfinarien mehr. Es wird Zeit, dass auch das Leiden der Delfine in Nürnberg und Duisburg ein Ende hat.

Der Landtag NRW wird voraussichtlich erst im Herbst über den Antrag der Piraten entscheiden.

Hier finden Sie die Stellungnahme von animal public e.V.

 

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