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Elefantenexperten fordern Verbot des Elefantenfangs in Tansania

Die Vereinigte Republik Tansania plant derzeit den nationalen Elefanten Management Plan zu überarbeiten. Dies haben Elefantenexperten aus aller Welt zum Anlass genommen, sich in einem gemeinsamen Brief an die Verantwortlichen in Tansania zu wenden und ein Ende des Fangs von Elefantenkinder für Zoos und Safariparks zu fordern. Im letzten Jahr wurden vier junge Elefanten in Tansania gefangen und nach Karachi in Pakistan gebracht, um sie dort in einem Zoo und einem Safaripark auszustellen.


Die berühmte Elefantenforscherin Joyce Poole, die den gemeinsamen Brief ins Leben gerufen hat, beschreibt eindringlich, warum es für Elefanten so fatal und traumatisch ist, wenn Jungtiere aus ihrem Familienverband herausgerissen und für kommerziellen Zwecke mißbraucht werden:
„Biologisch gesehen ist jedes einzelne Elefantenjunge enorm wichtig für seine Mutter, muss sie doch eine Menge Zeit, Energie und Anstrengung in seine Entstehung und Aufzucht investieren. 22 Monate Tragzeit, vier Jahre Stillen und mindestens zwölf Jahre Großziehen und Beschützen.
Deshalb haben Elefanten Verhaltensweisen außerordentlich intensiver Betreuung und wechselseitiger Bindung mit ihren Jungen entwickelt. Soll ein Kalb bis zum Erwachsensein überleben, muss es sich seinerseits eng an die Mutter und andere Familienmitglieder halten.“

Gemeinsamer Brief (pdf)

 

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