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Die Masche mit dem Mitleid

„Kleiner Zirkus in großer Not“, so oder so ähnlich lauten die Überschriften in den Lokalzeitungen, wenn mal wieder irgendwo ein Zirkusunternehmen gestrandet ist. Unverschuldet, erzählen die Betreiber dann, ist der kleine traditionsreiche Familienzirkus, durch unvorhersehbare Widrigkeiten in Not geraten. Mal ist ein Zirkuswagen abgebrannt, ein anderes Mal die Zugmaschine kaputt gegangen oder der Sprit reicht nicht bis zum Winterquartier.  „Der Zirkus ist auf Spenden angewiesen.“ „Futter für die Tiere wird dringend gebraucht.“ Dazu ein Foto des Direktors mit seinen Tieren.

Hat die Stadt, ein ansässiges Unternehmen oder die Kirche geholfen, zieht der Zirkus irgendwann weiter, um in einer anderen Stadt die gleiche Vorstellung zu geben. Der Gemeinde bleibt zumeist ein demolierter Festplatz, einige Misthaufen und schrottreife LKWs. Die Fälle häufen sich und das Schema ist immer das gleiche: Ein Unglück geschieht, der Zirkus ist unverschuldet in Not, es werden Spenden gebraucht.

Nicht eben wenige Zirkusse ziehen als reine Bettelunternehmen durchs Land. Sie leben nicht von ihrem Können, sondern von Sozialhilfe und dererlei Betteleien. Und dies über Jahre! Ob es bei den Unfällen immer so mit rechten Dingen zugeht, wird von vielen Fachleuten angezweifelt. Zu seltsam sind manche Zufälle. Auch stellt sich die Frage, welche Berechtigung Unternehmen haben, die sich selbst nicht annähernd tragen, sondern deren Mitarbeiter über Jahre immer wieder auf Sozialhilfe angewiesen sind?

Doch solange die Mitleidsmasche der Zirkusse bei Tierfreunden und Journalisten zieht, werden diese Unternehmen weitermachen. Leidtragende sind dabei immer die Schwächsten, die Tiere. Sie fristen ein erbärmliches Dasein, in dreckigen, zu kleinen Käfigen, ohne tierärztliche Versorgung oder auch nur ausreichend Futter. Mit den gut gemeinten Spenden kann ihnen nicht geholfen werden. Nur eine Wegnahme der Tiere kann das Elend beenden.

Was Sie tun können:

  • Schreiben Sie Briefe an die Lokalpresse und bitten um kritischere Berichterstattung. Sie können gerne auf animal public verweisen.
  • Bitten Sie Bekannte, Verwandte, die Kirchengemeinde und die Schulen diese miese Mitleidsmasche nicht zu unterstützen.
  • Unterstützen sie den Tierschutz, damit diesen Tieren wirklich geholfen werden kann.
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