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Bundesratsinitiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen

Tierschutzverbände fordern Bundeslandwirtschaftsminister in offenem Brief auf, endlich zu handeln

25.02.2016 – Anlässlich der neuen Bundesratsinitiative des Bundeslandes Hessen für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen haben sich die Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN, Deutscher Tierschutzbund, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Animal Public, Pro Wildlife und PETA Deutschland an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt gewandt. In einem offenen Brief fordern sie Schmidt auf, sich der Angelegenheit endlich anzunehmen und umgehend ein Verbot für Wildtiere in Zirkussen in Deutschland zu erlassen. Das Tierschutzgesetz gestattet dem Bundesministerium mit Zustimmung des Bundesrates bereits jetzt, die Zurschaustellung von Wildtieren zu beschränken oder zu verbieten, wenn Haltung oder Transport mit erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind.

Der hessische Bundesratsantrag zielt darauf ab, die Haltung von Wildtieren wie Elefanten, Affen, Bären, Giraffen, Flusspferden und Nashörnern im Zirkus zu verbieten sowie die Haltung der anderen Tierarten gesetzlich zu regeln. Weiterhin sollen alle Zirkusbetriebe über ein festes Winterquartier verfügen, in dem strengere Vorgaben für die Tierhaltungen gelten sollen. Gemäß dem Entschließungsantrag soll die Bundesregierung aufgefordert werden, eine entsprechende Rechtsverordnung zu erlassen. Die Tierschutzverbände fordern die Regierung auf, endlich zu handeln.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN:
„Ein Haltungsverbot für Wildtiere inklusive Großkatzen ist längst überfällig und findet breite Unterstützung in der Bevölkerung, bei den meisten Bundestagsfraktionen, der Bundestierärztekammer und den Bundesländern. Wir appellieren an den Bundesminister, diese Chance zu ergreifen und das Thema endlich zu einem positiven Ende zu bringen. Deutschland darf im EU-Vergleich nicht länger hinterherhinken.“

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