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Berliner Stadtbärin Schnute eingeschläfert

Update Oktober 2015

Am 11.10.2015 wurde Berlins letzte Zwingerbärin Schnute im Alter von 34 Jahren eingeschläfert.

Die Obduktionsergebnisse machen deutlich, dass die Bärin vor ihrem Tod sehr gelitten haben muss. Neben einer ausgeprägten Arthrose wurde auch eine Herzinsuffizienz festgestellt, welche das Tier zunehmend schwächer werden ließ. Laut einer Computertomographie waren zudem beide Hüftgelenke ausgekugelt. All das muss so starke Schmerzen verursacht haben, dass sich Schnute zuletzt noch nicht einmal mehr bewegen konnte.

Abschied SchnuteMit Schnutes Tod geht ein langer Kampf für die Umsiedlung der Berliner Zwingerbären in einen Bärenpark und gegen Politik und Behörden zu Ende. Ein Kampf, den wir letztlich verloren haben. Über Jahre hat sich animal public, auch gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen für eine Schließung des Berliner Bärenzwingers und eine Umsiedlung der beiden Bären Maxi und Schnute in eine Auffangstation eingesetzt. Übernahmeangebote gab es von verschiedenen Einrichtungen aus ganz Deutschland. Aber die Politiker im Stadtrat verhinderten immer wieder die Rettung der Tiere.

Zuletzt entschied der Bezirk im April 2015, dass Schnute im Bärenzwinger bleiben muss, da von Seiten der zuständigen Amtstierärztin keine Bedenken für diese Haltung vorlägen. Aus Sicht von animal public vollkommen unverständlich, zeigte das Tier doch massive Verhaltensstörungen.

Immerhin beschloss der Stadtrat schon vor einiger Zeit, dass im Bärenzwinger nach dem Tod des letzten Bären keine Tiere mehr gehalten werden sollen.

Was jetzt mit dem denkmalgeschützten Bau geschieht ist noch unklar. animal public fordert schon lange, dass er zu einem Museum werden sollte – einem Mahnmal, das an die Leiden der Zwingerbären erinnert und über die Bedürfnisse von Wildtieren aufklärt.

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