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animal public hilft Zirkusaffen Zusje

In einer ehemaligen Tankstelle wurde das Pavianweibchen Zusje vom Amtsveterinär des Rems-Murr Kreises entdeckt. Dort hielt man sie in einem kleinen Hinterraum zusammen mit einem Hund. Als Baby war Zusje von einem Tierpark an einen Zirkus verkauft worden.Diese gaben sie an einen befreundeten Zirkusmitarbeiter weiter, der die Affendame aufzog. Schon früh trainierte er das Tierund trat mit ihr auf. Doch dann fehlten ihm Zeit und Platz und er brachte sie in einer ehemaligen Tankstelle unter. Nicht artgerecht und auch nicht den deutschen Richtlinien entsprechend, wie das Veterinäramt feststellte. Es fehlte ein Außengehege und zudem der Kontakt zu einem Artgenossen. Da der Halter nicht in der Lage war die rechtlich vorgeschriebenen Mindestvorschriften für die Haltung eines Pavians zu erfüllen, legte ihm das Veterinäramt nahe, das Tier abzugeben, womit sich der Zirkusmann auch einverstanden erklärte. Daraufhin suchte das Veterinäramt einen Platz für Zusje, aber kein Zoo war bereit das Tier aufzunehmen.

Durch einen Zufall erfuhr animal public von Zusjes Schicksal und konnte einen Platz in der niederländischen Affenauffangstation “Stichting aap” vermitteln. Gemeinsam holten die Tierschutzorganisationen Zusje bei ihrem Besitzer ab. An einer Leine führte dieser sie aus der ehemaligen Tankstelle ins Freie. Als Jungtiere sind Affen noch sehr zutraulich, so dass viele Menschen denken man könnte sie wie ein Haustier halten. Doch das ändert sich spätestens mit der Geschlechtsreife. Dann werden die Tiere oftmals unberechenbar und sehr gefährlich. Für die anwesenden Tierschützer von “Stichting aap” und animal public war das Pavianweibchen an der Hundeleine ein bestürzender Anblick. Zusje zeigte kein affentypisches Verhalten mehr. Sie gab keine normalen Laute von sich und reagierte auch nicht auf Kontaktaufnahmen. Es wird lange dauern, bis sie lernt, ein Affe zu sein. Ohne Probleme liess sich Zusje in eine Transportkiste setzen. Sie hat die Fahrt nach Holland gut überstanden. Auch die ersten Tage in der neuen Umgebung waren für sie kein Problem. Nach einer sechswöchigen Quarantäne wird das Expertenteam von “Stichting aap” langsam beginnen sie mit dem Pavianmann Robert zu vergesellschaften.

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