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animal public erstattet Strafanzeige gegen Tigermord im Zoo Magdeburg

06.05.08 – Einen Tag nach der Geburt wurden im Zoo Magdeburg drei lebensfähige Tigerbabys getötet. Aus einem einzigen Grund: sie waren nicht reinrassig. Ein Gentest hatte gezeigt, dass ihr Vater „Taskan“ nicht nur von Sibirischen , sondern auch von Sumatra-Tigern abstammt.  Mischlinge, so der Zoo, blockierten den eingeschränkten Platz für die wichtige Erhaltungszucht von Tigern.
„animal public“ erstattet gemeinsam mit den „Menschen für Tierrechte“ Anzeige wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen die Verantwortlichen des Zoos. Das Tierschutzgesetz verbietet ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten und dieser ist aus Sicht beider Vereine hier nicht gegeben.
Denn die angeführen Erhaltungszuchtbemühungen sind mehr theoretischer, als praktischer Natur. So wurde seit über einem Jahrzehnt kein Tiger aus einem deutschen Zoo zum Zweck der Auswilderung exportiert.  Hingegen aber zahlreiche Przewalskipferde. Ihr Bestand geht auf lediglich 12 Tiere zurück. Nicht nur fortlaufende Inzucht, sondern auch die Einkreuzung eines Hauspferds ist dokumentiert. Trotzdem werden diese Tiere im Zoo weiter gezüchtet, ausgewildert und immer wieder als Paradebeispiel für die Arterhaltungszucht in Zoos angeführt.

Pressemitteilung animal public & Menschen für Tierrechte
Pressemitteilung und kleine Anfrage von Undine Kurth, tierschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen
Haltungsprobleme im Magdburger Zoo
2008-05-08-Eilantrag zur Verhinderung der Einschläferung von Tiger Taskan

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