animal public begrüßt Initiative der Karlsruher GRÜNEN gegen Wildtierhaltung im Zirkus

Hunderte Wildtiere werden in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Dabei ist aus Sicht von Experten eine artgerechte Haltung dieser Tiere in reisenden Unternehmen nicht möglich. Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion in Karlsruhe hat sich nun mit einem Antrag an die Stadtverwaltung gewandt, der vorsieht die Vorführung bestimmter Wildtierarten auf städtischen Flächen nicht mehr zu gestatten. Der Tierschutzverein animal public begrüßt das Engagement der Karlsruher Grünen.
Affen und Bären eingesperrt in kleine Käfigwagen, Elefanten wie Sträflinge an Hinter- und Vorderbein festgekettet, so werden bis heute Hunderte Wildtiere in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Nicht nur Tierschützer, sondern auch Tierärzte und Wissenschaftler fordern seit langem die Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusunternehmen zu verbieten, die niemals artgerecht sein kann. In anderen Ländern wie Österreich, Finnland, Dänemark, Schweden sind Wildtiere in reisenden Zirkusbetrieben bereits teilweise oder sogar ganz verboten.
Auch in Deutschland gab es einen entsprechenden Vorstoß. Im Jahr 2003 beschloss der Bundesrat auf Initiative des Landes Hessen, dass die Haltung von Wildtieren insbesondere Elefanten, Affen und Bären in reisenden Zirkusbetrieben grundsätzlich verboten werden soll.
Jedoch wurde der Beschluss von der Bundesregierung bis heute nicht umgesetzt.
Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion in Karlsruhe hat sich nun mit einem Antrag an die Stadtverwaltung gewandt, um durch Änderung der Platzüberlassungsverträge die Zurschaustellung und die Vorführung von bestimmten Wildtierarten gemäß der Ausschlussliste der Tierärztlichen Vereinigung Tierschutz (TVT) auf städtischen Flächen nicht mehr zu gestatten.
Solche Initiativen gab es zuvor bereits in Kassel, Heidelberg, Köln, Schwerin. Auch in München und Berlin wird über eine solche Maßnahme derzeit nachgedacht. Laura Zimprich, Sprecherin des Tierschutzvereins animal public e.V., begrüßt den Vorstoß der Karlsruher GRÜNEN: „Die zahlreichen kommunalen Initiativen gegen das Leid von Wildtieren in Zirkusbetrieben sind ein Signal an die Bundesregierung endlich aktiv zu werden und die Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben zu verbieten.“

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