animal public begrüßt Bundesratsbeschluss zum Wildtierverbot im Zirkus

Düsseldorf/ Berlin, 18.03.2016 – Heute hat der Bundesrat sich erneut für ein Verbot der Haltung bestimmter Tiere wildlebender Arten im Zirkus ausgesprochen. Der Wildtierschutzverein animal public e.V. begrüßt diese Entscheidung und fordert von der Bundesregierung eine zügige Umsetzung.

Affen und Großkatzen eingesperrt in winzige Käfigwagen, Elefanten wie Sträflinge an Hinter- und Vorderbein festgekettet, so werden bis heute Hunderte Wildtiere in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Nicht nur Tierschutzvereine, sondern auch Tierärzte und Wissenschaftler fordern seit langem die Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusunternehmen zu verbieten.

„Die Haltung von Wildtieren im Zirkus ist niemals artgerecht, zu erheblich sind die Einschränkungen unter denen die Tiere leiden müssen“, so Laura Zodrow, Sprecherin des Wildtierschutzvereins animal public e.V.

Bereits zweimal, in den Jahren 2003 und 2011, hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, zumindest die Haltung bestimmter Wildtierarten im Zirkus zu verbieten. Doch diese blieb bislang tatenlos. Nachdem im letzten Juni in Buchen (Baden-Württemberg) ein Rentner von einem Zirkuselefant angegriffen und getötet wurde, brachte Hessen im Februar erneut einen Verbotsantrag (Drucksache 78/16) in den Bundesrat ein. Dieser wurde heute vom Plenum beschlossen.

„Jetzt ist es an Minister Schmidt endlich das Leiden der Wildtiere im Zirkus zu beenden“, so Laura Zodrow, „Wir fordern eine zügige Umsetzung des Bundesratsbeschlusses.“

Bereits 17 EU-Länder haben die Haltung von Wildtieren im Zirkus stark eingeschränkt oder ganz verboten. Auch über 50 deutsche Kommunen haben einen Vorstoß gewagt und Gastspiele von Wildtierzirkussen auf kommunalen Flächen eingeschränkt oder untersagt.

PRESSESTELLE:

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