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Der Tierrechtler Frank Albrecht hat unter dem Titel „Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten! – Nürnberger Delphinarium“, eine kritische Dokumentation über die Haltung von Delfinen im Nürnberger Tiergarten veröffentlicht. Unter anderem beleuchtet er Dressur, Todesfälle, Gefährlichkeit, Therapie, Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Delfine im fränkischen Tiergarten.Die Dokumentation ist eine Gegenschrift zu den bunten Zoobroschüren, die dem Besucher eine heile Tierwelt hinter Zoogittern vorgaukeln.
„Zoos vermitteln meist ein unkritisches Bild der Delfinhaltung in Gefangenschaft. Besucher von Delfinshows werden oft falsch und unzureichende über die Haltung informiert. Ihnen werden sehr oft einige wichtige Fakten verschwiegen.“, so Albrecht. „Genau diese andere Seite habe ich versucht offen zu legen und zu analysieren, um einen anderen, kritischeren, Blickwinkel zu schaffen.“
Die Dokumentation ist neuer explosiver Zündstoff in der Diskussion um die Delphinlagune und Delphinhaltung in Nürnberg. Albrecht wirft Fragen auf, die nicht nur provozierend, sondern auch höchst brisant sind:
Ist eine Delphintherapie gefährlich für die Gesundheit der Delphine und Kinder?
Werden Gesundheitsfaktoren vom Tiergarten verheimlicht?
Ist die neue Lagune eine Verbesserung für die Delphine?
Müssen Delphine für Delphinshow hungern?
„Diese brisanten Fragen darf und kann man, gerade auf politischer Ebene, nicht mehr ignorieren. Sie müssen endlich offen diskutiert werden. Der Tiergarten und die Stadt als Träger, müssen jetzt all ihre internen Akten (ausführlichen Obduktionsberichte) über die Gesundheit der Delfine endlich der Öffentlichkeit zugänglich machen.“, fordert Frank Albrecht .
Frank Albrecht (2008): „Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten! – Nürnberger Delphinarium“
(pdf Download)
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23.09.06 - Seit Jahren steht die Delfinhaltung des
Zoos Nürnberg in der öffentlichen Kritik, besonders der
geplante Neubau der "Lagune", der 10 Millionen Euro kosten soll.
Woher die Tiere für die "Lagune" kommen sollen ist unklar,
hat der Zoo doch mit seinen Nachzuchten keinen nennenswerten Erfolg.
Trotzdem hält der Zoo an dem Millionenprojekt fest. Angeblich
soll die „Lagune“ dazu dienen kranken und behinderten Kindern durch
eine Delfintherapie zu helfen. Um dies zu untermauern stellte der Zoo
unlängst gemeinsam mit der Universität Würzburg eine Studie vor, die
die Therapieerfolge belegen soll. Experten sehen dies als
haltlose Überinterpretation der gewonnenen Erkenntnisse.
Jetzt ist das Projekt auch bei
Kinderhilfsorganisationen in die Kritik geraten.
So spricht sich Maria Kaminski,
Präsidentin des Bundesverbandes Autismus Deutschland gegen diese
Therapieform aus: "Ich favorisiere andere Therapieformen, deren
Wirkung bereits seit langer Zeit wissenschaftlich sehr gut bewiesen
ist und die zudem weitaus günstiger angeboten werden. Schon
alleine der Kostenfaktor spricht eindeutig gegen die Delfintherapie,
die oftmals mehrere Tausend Euro verschlingt und die Eltern
behinderter Kinder in Existenznöte bringen kann. Nicht zu
vergessen ist auch, dass Delfine Wildtiere sind, die in
Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können."
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22.09.06 – Nach sechsjähriger
Studie haben die Universität Würzburg und das Delfinarium
Nürnberg nun die Ergebnisse ihrer Studie über
Delfintherapien im Delfinarium Nürnberg vorgestellt. In einer
Pressemitteilung heisst es:
"Aufgrund der nachgewiesenen
Therapieeffekte bei schwerstbehinderten Kindern im Alter von fünf bis 10
Jahren wird künftig im Tiergarten Nürnberg Delfintherapie angeboten,
die von den teilnehmenden Familien selbst zu finanzieren ist."
Dr. Karsten Brensing, Meeresbiologe bei
der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, hält
dies für eine haltlose Überinterpretation der gefundenen
Ergebnisse. Nach detaillierter Evaluierung der Studie kommt er zu dem
Schluss: "Die Studie belegt lediglich, dass die Eltern glauben, die
Delfintherapie hätte einen Effekt auf ihre Kinder. Dies ist
weder überraschend noch überzeugend. Die ursprüngliche,
wichtige Fragestellung - ist Delfintherapie effizienter als jene mit
domestizierten Tieren - wurde nicht beantwortet."
Die detaillierte kritische Evaluierung
der vorgelegten Studie zur Delfintherapie ist unter
www.wdcs-de.org
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Helfen Sie mit das größte
und brutalste Delfin-Massaker
der Welt zu stoppen!
In der kleinen japanischen Stadt Taiji
findet jedes Jahr die weltweit brutalste und größte
Massentötung von Delfinen und kleineren Walen statt.
Mit ihren Booten umzingeln die Fischer
die Delfine und treiben sie in eine flache Bucht, wo sie den hilflos
gefangenen Tieren mit Messern die Kehlen durchschneiden oder sie mit
Speeren erstechen. Minutenlang wälzen sich
die sterbenden Tiere umher. Das
Wasser färbt sich rot von ihrem Blut und die Luft füllt sich mit
ihren Schreien.
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02.08.06 - Die Liste der Todesfälle im
Delfinarium Nürnberg reist nicht ab. Allein in den letzten zwei
Monaten starben vier Tiere. Am 18. Mai 2006 brachte das
Delfinweibchen Anke ein Jungtier zur Welt welches nach wenigen Minuten
verstarb. Am 19.06.06 musste das Delfinweibchen Daisy eingeschläfert
werden, nachdem ihr Junges im Mutterleib gestorben und ihre
Gebärmutter zerrissen war. Am 24.07.06 schließlich kam es
nach der Geburt eines Delfinkalbes zu einem Kampf zwischen seiner
Mutter Nynke und dem Delfinweibchen Anke, bei dem das Jungtier so
stark verletzt wurde, dass es starb. Das war der neunte Todesfall in
nur acht Jahren. Trotzdem hält man im Tierpark Nürnberg an
der Delfinhaltung fest. Sogar der Ausbau des Delfinariums in eine
Delfinlagune ist geplant.
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Der Delfintrainer Rick O`Barry war es, der in den 60er Jahren Flipper zum Fernsehstar machte. Er trainierte die insgesamt fünf Delfine die in der Serie Flipper darstellten. Als eines Tages das Delfinweibchen Kathy in seinen Armen einfach aufhörte zu atmen und starb, änderte er sein Leben und wurde zum entschiedenen Gegner der Gefangenhaltung von Delfinen. Er gründete "Dolphin Project" und konnte inzwischen 14 Delfine aus der Gefangenschaftshaltung befreien und wieder auswildern.
Zum Neubau eines Delfinariums auf Rügen sandte er animal public das folgende Statement:
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10.05.2006 – In Glowe auf der Insel Rügen plant die Firma
"Nature Projekt GmbH" den Bau eines neuen Delfinariums. Fünf Delfine
sollen mit Shows mehrere Hundert Tausend Touristen in die
strukturschwache Gegend locken. animal public vertritt die Überzeugung,
dass eine tier- oder artgerechte Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
nicht möglich ist.
Die öffentliche Kritik an der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren fünf von neun Delfinarien
in Deutschland geschlossen haben. In Großbritannien schlossen sogar
alle 30 Delfinarien ihren Betrieb.
Daher versuchen die Projektbetreiber den Bau des Delfinariums mit
Delfintherapien zu rechtfertigen. Deren Wirkung wird in Fachkreisen
durchaus angezweifelt.
Woher die fünf Delfine für das geplante Delfinarium kommen sollen haben
die Verantwortlichen noch nicht dargelegt. Da die Nachzucht von
Delfinen in Gefangenschaft kaum erfolgreich ist, ist nicht
auszuschließen, dass die Tiere direkt oder indirekt aus Wildfängen
stammen werden.
In einer gemeinsamen Erklärung haben 20
Tier- und Artenschutzverbände aus Deutschland, darunter auch animal
public e.V., sich gegen den Neubau dieses Delfinariums ausgesprochen.
Bitte unterstützen Sie diesen Protest hier!
Gemeinsame Erklärung
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... dem Artenschutz ? Die
Nachzucht von Delfinen in Gefangenschaft ist wenig erfolgreich. Selten
erblickt ein Delfin das künstliche Licht der Delfinarien und wenn doch,
dauert ihr Leben zumeist nur wenige Stunden. Die Geschlechtreife
erreicht kaum eines der Tiere. Deshalb ist auch das Argument der
Arterhaltungszucht, mit dem die Betreiber von Delfinarien ihr
Fortbestehen rechtfertigen, vollkommener Humbug. Die Zahl der Tiere,
die für die kommerziellen Nutzung gestorben sind, ist wesentlich größer
als die der erfolgreichen Nachzuchten. Auch könnte ein noch so
erfolgreiches Zuchtprogramm, wenn es dies denn gäbe, die psychische
Folter, der die Delfine in Gefangenschaft ausgesetzt sind, nicht
rechtfertigen.
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Mit einer schwungvollen Bewegung durchbricht der Delfin die Oberfläche
des glasklaren Wassers, wirbelt wie schwerelos durch die Luft und dreht
sich um seine eigene Achse, bevor er wieder elegant in das blaue Nass
eintaucht. Am azurblauen Horizont steht die Sonne wie eine überreife
Orange. Es ist windstill, die Palmen beugen sich anmutig über den
kleinen Sandstrand. Nur das Dröhnen der Umwälzpumpen zerstört die
Postkartenidylle. Vor dem gigantischen Wandgemälde kniet der Trainer
mit einem Eimer toter Fische. Laute Musik vom Band begleitet die
Delfinvorführung, das Publikum klatscht begeistert. Doch wie sieht das
Leben der Showdelfine wirklich aus?
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