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Der Bestand
freilebender heimischer Greifvögel wurde seit Mitte des letzten
Jahrhunderts zusehends weniger. Die Zerstörung ihrer natürlichen
Lebensräume, Umweltgifte, rücksichtslose Bejagung und andere Störungen
durch den Menschen brachten diese Tierart an den Rand des Aussterbens.
Deshalb wurden Anfang der 80er Jahre alle heimischen Greifvogelarten
unter Schutz gestellt. Die Tiere zu fangen, zu jagen oder ihre Nester
auszuhorsten ist seither verboten.
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Von interessierter Falknerseite wird
immer wieder behauptet, dass Greifvogelaushorstungen in Deutschland
nicht mehr vorkommen, weil der Bedarf durch Zucht gedeckt wird und
die Nachzuchten erschwinglich sind. Falknerorganisationen verweisen
auf ihre Zuchterfolge und auf die angeblich geringen z.B. für
Wanderfalken erzielbaren Preise.
Ein aktueller Fall in Brandenburg und
Sachsen zeigt wieder einmal in erschreckender Weise, in welchem
Umfang Greifvögel auch in Deutschland illegal ausgehorstet
werden. Er bestätigt Greifvogelschützer und ihre Aussagen,
dass der illegale Handel weiterhin einen erheblichen Umfang hat und
eine Bedrohung für viele Arten darstellt. Die Täter
erzielten mehrere 100.000 DM Gewinn.
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Greifvögel faszinieren seit jeher die Menschen. Ihre Geschicklichkeit,
ihre Flugkünste und ihre Schnelligkeit ließen sie zu Symboltieren für
Macht, Stärke und Freiheit werden. Doch dies wurde den Herrschern der
Lüfte zum Verhängnis. Auch heute noch gibt es Menschen, die den
Wunsch haben einen solch mächtigen Vogel zu besitzen, zu beherrschen.
In der BRD werden 80.000 Greifvögel in Gefangenschaft gehalten. In
Burgfalknereien, Tierparks und bei Hobbyfalknern fristen sie ein
elendes Dasein.
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