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Die Borstentiere sind den Menschen sehr ähnlich: Sie haben es gern bequem und sicher
von Karin Hutter
Wildschweine sind ungeheuer clever. Wenn im Herbst landauf, landab zur Treibjagd geblasen wird und ganze Jägerbatallione die Natur unsicher machen, ändern die Schwarzkittel ihre Überlebensstrategie.
Dann ziehen viele Wildschweinrotten um. Nicht selten in menschliche Wohngebiete. Denn in Siedlungen, Grünanlagen, Friedhöfen und Gärten ist die Jagd verboten – aus Sicherheitsgründen. Allein bei Gefahr im Verzug darf geschossen werden. Ob das allerdings kürzlich in Rüsselsheim(!) der Fall war, wo die Polizei mit 100 Schuß sechs wilde Schweine exekutierte, muss bezweifelt werden.
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19.12.2006, Insel Tilos/Griechenland - Die weltweite
Unterstützung für ein Jagdverbot auf der Insel Tilos hat bei den
politisch Verantwortlichen in Griechenland zu einem Umdenken geführt.
Offensichtlich haben sie sich vom Druck der Jagdlobby nicht länger
beeinflussen lassen. Konstantinos Mentzelopoulos, Direktor der
Tilos-Naturpark-Gesellschaft, überbrachte heute die gute Nachricht:
Demnach stimmte die griechische Regierung einer Umweltstudie zu, in der
die Einrichtung eines Naturparks sowie ein komplettes Jagdverbot auf
der gesamten Insel Tilos empfohlen wird. Rechtlich gesehen ist nun die
griechische Regierung in der Pflicht, diese Forderungen zu schnell wie
möglich umzusetzen. Eine internationale Öffentlichkeit wird diesen
Prozess kritsch begleiten.
Herzlichen Dank an alle, die sich für den Tier- und Naturschutz auf der Insel stark gemacht haben!
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Rede von Karin Hutter über den Abschuss des Braunbären Bruno
Als wir von animal public die ersten Nachrichten von einem in der bayerisch-österreichischen Grenzregion wandernden Braunbären erhielten, bekamen wir einen Riesenschreck. Wir ahnten was geschehen würde. Kurze Zeit und ein paar tote Schafe und Hühner später, lag der Schießbefehl auf dem Tisch. Ein erschütterndes Lehrbeispiel, wie schnell einer besonders geschützten Tierart der Schutzstatus abgesprochen werden kann.
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Tilos, das Juwel der Ägäis ist in Gefahr Die wunderschönen Insel Tilos, die zur Inselkette des Dodekanes in der südostlichen Ägäis gehört, zählt wegen seiner vielfältigen und seltenen Pflanzen- und Tierwelt zum Natura 2000-Network, dem Naturerbe Europas. Mit Förderung aus dem dreijährige EU Life-Nature-Programm soll der Bestand des gefährdeten Eleonorenfalken, des Habichtsadlers und der Mittelmeerkrähenscharbe gestützt werden.
Dank natürlicher Frischwasser-Quellen auf der 63 km2 großen Insel,
konnten sich 16 verschiedene Biotope entwickeln. So beherbergt Tilos
mehr als 400 heimische Pflanzenarten und 100 verschiedene Vogelarten.
In den EU-Berichten wird Tilos als Heimat für 10% der gesamten
Weltpopulation des auf Madagaskar überwinternden Eleonorenfalken
geführt.
Dazu kommen noch eine Reihe seltene Greifvogelarten wie Adlerbussard,
Habichtsadler und Wanderfalke, um nur einige zu nennen. Da seit 19
Jahren auf der gesamten Insel ein Jagdverbot besteht, haben sich
nämlich auch Chukar-Huhn und Felsentaube vermehrt.
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In Deutschlands Wald- und Flur töten ca. 340.000 Hobbyjäger jedes Jahr
über 4 Millionen Tiere. Dabei verbergen sich unter dem Deckmäntelchen
der Waidgerechtigkeit übelste Tierquälereien. Nun soll das Jagdgesetz
von 1976, das noch auf dem Reichsjagdgesetz fußt, endlich novelliert
werden.
animal public fordert:
Verbot des Abschusses von Haustieren
Jäger haben zur Zeit noch das
Recht angeblich wildernde Hunde und streunende Katzen zu töten.
Festzustellen wann ein Tier streunt oder wildert und ob es überhaupt
eine Gefahr für andere Tiere ist, liegt in ihrem Ermessen. So kommt es
immer wieder vor, dass Hunde, die sich beim Spaziergang einige Meter
von ihrem Besitzer entfernt haben, vor den Augen ihres entsetzten
Halters erschossen werden. Auch Katzen, die einige hundert Meter vom
Haus entfernt übers Feld laufen, sind Todeskandidaten. Für die Jäger
sind gerade die toten Katzen durchaus nutzbar – ihr Fell für
Rheumadecken, ihr Körper als Fuchsköder. Jedes Jahr fallen in
Deutschland ca. 40.000 Hunde und 350.000 Katzen Jägern zum Opfer.
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von Karin Hutter
Die
Zahl der Hobbyjäger, die ihre Jagdfantasien im Ausland ausleben, wächst
ständig. Sei es, weil sie in den heimatlichen Revieren nicht recht zu
Schuss kommen - oder sei es, weil sie einfach mal ohne Einschränkung
draufhalten wollen auf alles, was da kreucht und fleucht. So hehre
Begriffe wie Hege, jagdlicher Anstand, Waidgerechtigkeit sind schnell
vergessen, wenn es gilt Beute zu machen - um jeden Preis.
Auch
- und besonders gern auf Tierarten, die hier unter strengem Schutz
stehen. Wo kann man den sonst ohne Skrupel aus dem Vollen schöpfen,
zielen und schießen bis die Schulter schmerzt? 80 "Stück" Flugwild -
Enten, Fasane und Rothühner in Spanien, 10 Wildschweine an einem Tag in
der Türkei, mein Gott, was soll's. Jagdethik, was ist das? Diana lacht
sich kaputt.
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von Karin Hutter
Redebeitrag anläßlich des internationalen Symposiums
“Natur ohne Jagd”, Berlin 2. August 2002
Die Mehrheit der Bevölkerung müsste mit Konsequenzen rechnen, wäre die
Ausübung ihres Hobbys mit Tierquälerei verbunden. Nicht so die Jäger!
Jagdausübung ist immer noch einer von vielen "vernünftigen" Gründen,
die brutale Übergriffe auf Wehrlose rechtfertigen. Die Fallenjagd,
diese Spezial-Gebiet des jägerischen Handwerks macht bis heute keine
Ausnahme. Jäger geben offen zu: Die Fallenstellerei hat ein schlechtes
Image.
Ich will mithelfen, dass es noch schlechter wird.
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Internationales Symposium »Natur ohne Jagd«
Berlin, 2. August 2002, Technische Universität
Einleitung
 Quelle: www.tierschutzbilder.de Infolge eines
sich weiterentwickelnden Erkenntnis- und Forschungsstands in der
Ökologie und Wildbiologie sowie einer sich verändernden Einstellung
vieler Menschen zu Natur und Tieren geraten Jagd und Jäger zunehmend
ins Kreuzfeuer der Kritik. Ökologen weisen darauf hin, dass die Jagd
auch in der uns heute umgebenden Kulturlandschaft keineswegs
erforderlich ist und überdies oftmals zu signifikanten Schädigungen von
Tierpopulationen und ihren Lebensräumen führt; Tierschützer machen
geltend, dass die Jagd ein vollkommen überflüssiger Schauplatz
gesetzlich legalisierter Tierquälerei und Tiertötung ist.
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