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Wenn Elefanten von Afrika träumen PDF Drucken E-Mail
von Karin Hutter

ele wild 1.jpg
Molweni - seid gegrüßt!
Ich bin Loxa. Mit Vor- und Familiennamen heiße ich Loxodonta Africana. Aber weil sich das kein Warzen-Schwein merken kann, werde ich nur „Loxa“ gerufen. Loxa, Loxa, Loxa! Gefällt mir ganz gut. Ich bin ein Elefanten-Mädchen, nach eurer Zählung so ungefähr im Teenager-Alter und lebe im südlichen Afrika. Ich weiß, ihr Zweibeiner sagt gerne „Dickhäuter“ zu uns. Das ist aber großer Quatsch, wir sind überhaupt nicht dickfellig – im Gegenteil, sehr zart besaitet! Und unsere Haut ist äußerst empfindlich. Wir spüren jeden Piekser – selbst den Stich einer Mücke.

Weil meine Sippe gerade eine ruhige Zeit verbringt, kann ich euch ein wenig erzählen: von mir, meinen Geschwistern, meinen kleinen Cousins, den Cousinen und Tanten und natürlich von meiner Mutter, der liebevollsten und klügsten Mutter der Welt.

Mein Bruno - Die Verteidigung der Bärin PDF Drucken E-Mail

von Karin Hutter

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Hallo, guten Tag! Ich heiße Jurka. Mein vollständiger Name lautet Jurka Ursula Arctos. Auf gut deutsch: ich gehöre der Familie der Braunbären an. Doch, doch, ich weiß, dass ihr mich kennt. Ich bin die Mutter von Bruno. Ja, genau jenem Bruno, der in Bayern am 26. Juni 2006 erschossen wurde. Von Jägern. Er wurde kaum zwei Jahre alt. Seine Geschichte - oh - habt ein wenig Geduld, ich werde sie euch später erzählen. Versprochen!
Das Märchen vom letzten Wolf PDF Drucken E-Mail
von Karin Hutter

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Es war einmal vor langer, langer Zeit. Da erließ ein mächtiger Herrscher in seinem Reich ein höchst ungewöhnliches Gesetz. Von einem Tag zum anderen mussten alle Untertanen ausnahmslos dasselbe lieben und dasselbe hassen wie er. Auf sein Geheiß hatten die Hofgelehrten ellenlange Listen erstellt und fortan war es unter Strafe verboten, etwas, was auf der Hassliste stand, zu lieben oder umgekehrt.
Wenn Caretta kribbelig wird - aus dem Leben einer Meeresschildkröte PDF Drucken E-Mail
von Karin Hutter

Hallo! Guten Tag. Mein Name ist Caretta Caretta. Jawohl, so heiße ich mit vollständigem Vor- und Nachnamen. Klingt hübsch, nicht wahr? Ich bin eine Meeresschildkröte und schätzungsweise schon 50 Jahre auf dieser Welt. So genau weiß ich das gar nicht. Auf ein Jährchen mehr oder weniger kommt es auch nicht an, denn wir Carettas können steinalt werden. 80 Jahre oder mehr sind keine Seltenheit. Ich bin etwa einen Meter lang und wiegen mit meinem Panzer so viel wie ein großer, kräftiger Mensch. Trotzdem kann ich prima schwimmen und tauchen.
Nicht schlecht, Herr Specht! PDF Drucken E-Mail
von Karin Hutter

Als Lisa morgens aus dem Bett kroch, fiel ihr erster Blick auf die Schuhe. Nachdenklich musterte sie ihre schwarz-weißen Turnschuhe mit der roten Lasche. Da kam ihr eine verrückte Idee. Sie ging in die Hocke, kniff die Augen zusammen und warf sich schließlich vor ihren alten Tretern auf den Boden. Ja, murmelte sie, so könnte es gewesen sein. Nachdem sie ihre Schuhe von allen Seiten begutachtet hatte, war sie ihrer Sache ziemlich sicher: Specht Junior muss sie verwechselt haben.
Exotenbörsen - Tiere als Wühltischware PDF Drucken E-Mail
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Elf Uhr morgens in Hamm Westfalen. Stimmengewirr schlägt mir entgegen, als ich die Zentralhallen betrete. Hunderte Menschen unterhalten sich lebhaft, stehen dicht gedrängt um Verkaufsstände herum. Die Luft ist stickig. Auf den ersten Blick sind nur Köpfe und Rücken zu  erkennen. Sie versperren die Sicht auf die Ware. Nur das Blöken eines Schafes erinnert daran, was hier gehandelt wird - lebende Tiere. Ich bin bei einer Exotenbörse, das ist ein Börse, bei der Tiere aus aller Welt zum Verkauf angeboten werden. Solche Veranstaltungen finden mehrmals im Jahr statt. Bei manchen werden Reptilien und Amphibien, wie Schildkröten, kleine Frösche oder Krokodile, bei anderen Säugetiere, wie Waschbären, Affen oder Stinktiere verkauft. Heute sind es Säugetiere.
Frau Adebar im gemachten Nest PDF Drucken E-Mail
von Karin Hutter

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Hallo! Ich bin Adebar. Ach was, ich muss mich nicht vorstellen - den Klapperstorch kennt doch jedes Kind! Dass er die Babys bringt, ist natürlich ein Märchen. Heutzutage brauche ich eine gehörige Portion Glück, um heil über die Runden zu kommen. Wenn ich nur an meinen letzten Rückflug aus dem afrikanischen Winterquartier denke - kaum in meinem Brutgebiet eingetroffen, fing der Stress schon wieder an. Ich hatte keine Minute zu verlieren, denn es war bereits Ende April. Höchste Zeit für die Brutvorbereitungen. mein Nest war zwar noch gut erhalten, trotzdem mussten ein paar kleine arbeiten erledigt werden. Während ich hier und da etwas ausbesserte, unterhielt ich mich mit den neuen Untermietern, einem netten Bachstelzen-Paar. Nicht zu vergleichen mit dem lärmenden Spatzengesindel, das seit Ewigkeiten in meinem Horst Wohnrecht hat.