Übermächtig hebt sich die Silhouette
einer Elefantenherde vom Rot des afrikanischen Abendhimmel ab.
Gemächlich ziehen die imposanten Tiere dahin, verweilen immer wieder
für einen Moment. Sie nehmen Rücksicht auf die Kälber, die miteinander
spielen. Elefantenkinder werden nicht nur von ihren Müttern umsorgt und
behütet, sie stehen unter dem Schutz der ganzen Herde. Liebevoll werden
sie von ihren Tanten und älteren Schwestern beschützt und erzogen.
Spielerisch und ohne Furcht erkunden sie so mit unbändiger Lebensfreude
ihre Welt.
Ganz anders sieht das Leben von Elefanten in Gefangenschaft aus. Als
Publikumsmagneten sollen sie die Kassen von Zoos und Zirkussen füllen.
Doch wie es den Tieren dabei ergeht, weiß kaum ein Besucher.
Die meiste
Zeit im Zirkuswagen oder im Elefantenhaus angekettet, fristen Elefanten
ein monotones Dasein, fern ihrer Heimat. Ihre natürlichen
Verhaltensweisen wie Wandern, Nahrungssuche, Baden, Suhlen, intensive
Körperpflege, Spielen und zärtlichen Kontakte zu ihren Artgenossen
können sie nicht ausleben. Soziale Gruppen, die ihr Leben in Freiheit
prägen, fehlen. In vielen Zirkussen mangelt es zudem noch am Futter und
Schutz vor der ungewohnten rauhen Witterung. Aber auch den Zooelefanten
geht es kaum besser.
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