Am 17.06.2010 wurden der Magdeburger Zoodirektor Kai Perret sowie Zootierarzt Pierre G., Zoooberinspektor Ortwin K. und Zoobereichsleiter René B. wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu Geldstrafen - ausgesetzt zur Bewährung - verurteilt.
Im Mai 2008 hatten die vier Angeklagten drei Tigerbabys kurz nach der Geburt getötet. Zuvor war durch einen Gentest bekannt geworden, dass der Vater, der Tiger Taskan, kein reinrassiger Sibirischer Tiger ist, sondern unter seinen Vorfahren auch ein Sumatra-Tiger war. Der Zoo begründete die Tötung damit, dass die Tiere für die Erhaltungszucht wertlos gewesen seien und damit Platz blockiert hätten, der für reinerbige Tiere gebraucht werde. animal public erstattete damals Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Dieses verbietet ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten und dieser war aus Sicht von animal public nicht gegeben.
Nach anfänglichen Ermittlungen wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Eine Beschwerde von animal public bei der Generalstaatsanwaltschaft führte zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens und schließlich zur Anklageerhebung.
Jetzt befand das Gericht die Tötung der Tiere als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und verurteilte die Angeklagten. Sollten sie sich innerhalb der Bewährungsfrist von zwei Jahren wieder etwas zu Schulden kommen lassen, müssen sie Geldstrafen von 8100 Euro (Perret), 4500 Euro (Tierarzt) sowie je 3600 Euro (Inspektor und Bereichsleiter) zahlen. Zusätzlich wurden die Angeklagten zu Zahlungen an gemeinnützige Einrichtungen in Höhe von 300 bis 600 Euro verurteilt.
animal public begrüßt das Urteil als wegweisend. Seit Jahren agieren deutsche Zoos unter dem Deckmantel des Artenschutzes wie es ihnen beliebt. Sie züchten bewußt Mischlinge, verkaufen die Nachzuchten an dubiose Tierhändler oder propagieren öffentliche die Tötung überzähliger Tiere. Ob die Zoos überhaupt einen Beitrag zum Artenschutz leisten, wird kaum hinterfragt. Warum züchtet der Magdeburger Zoo Tiger, wenn es keine Auswilderungsprojekte gibt? Welchen Beitrag zur Arterhaltung leistet der Zoo Magdeburg, wenn seine Orang-Utan-Zucht wegen haltungsbedingter Probleme mit zwei toten und einem sterbenskranken Tier endet? Warum verkauft der Zoo Magdeburg 24 Humboldt-Pinguine aus seinem "Arterhaltungszuchtprogramm" an einen höchst umstrittenen Tierhändler?
In Magdeburg wurde jetzt erstmals das Handeln eines deutschen Zoodirektors kritisch hinterfragt und als gesetzwidrig verurteilt.. Die Tötung der Tiger war tierschutzwidrig und kein Beitrag zum Artenschutz, so das Gericht. Perplex und ohne jegliches Schuldgefühl reagiert der verurteilte Zoodirektor Perret auf den Richterspruch. Einen rabenschwarzen Tag für die Zoolandschaft nannte er das Urteil.
Auch wenn das Strafmaß gering erscheinen mag, ist das Urteil von weitreichender Bedeutung. Schiebt es doch der Tötung von Tieren in deutschen Zoos einen Riegel vor und zwingt die Zoo so ihr Zuchtmanagement zu überdenken.
Zahlreiche Medien haben über den Fall berichtet. Einige Medienberichte finden Sie hier:
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/7419686.html http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-gegen-magdeburger-zoodirektor-nicht-reinrassige-tigerbabys-eingeschlaefert-1.961144 http://www.mdr.de/brisant/7419686.html
Urteil des Amtsgerichts Magdeburg
21.05.2010 - Wie jetzt bekannt wurde gibt es Pläne zahlreiche Wildtiere aus dem Hwange National Park in Simbabwe zu fangen und nach Nordkorea zu bringen. Darunter zwei junge Elefanten, beide nur 18 Monate alt. Dabei werden Babyelefanten normalerweise bis zum vierten Lebensjahr von ihrer Mutter gesäugt. Die Trennung von ihren Müttern kann für die kleinen Elefanten ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Zweifelsohne werden die Beiden ein Leben lang psychisch unter der gewaltsamen Trennung von ihren Müttern und ihrer Herde leiden.
Aber auch andere Tiere werden leiden müssen. Es ist geplant von jeder Säugetierart die in Hwange lebt zwei Individuen nach Nordkorea zu schicken. Das würde bedeuten, dass auch Nashörner, Löwen, Leoparden und Geparden gefangene werden.
Unter welchen Bedingungen die Tiere in Nordkorea gehalten werden sollen ist nicht bekannt. Egal wie die Käfige oder Gehege aussehen, sie werden niemals geeignet sein den Tieren ihre verlorene Freiheit zu ersetzen.
Gemeinsam mit anderen Tierschützern und Wissenschaftlern aus aller Welt hat animal public sich in einem Offenen Brief an den Direktor des National Parks gewandt und ihn gebeten die grausame Fangaktion zu stoppen. Der Fang dieser Tiere dient weder dem Artenschutz, noch der Bildung. Er wird aber dazu führen, dass zahlreiche Wildtiere ein Leben lang leiden.
Die Vereinigte Republik Tansania plant derzeit den nationalen Elefanten Management Plan zu überarbeiten. Dies haben Elefantenexperten aus aller Welt zum Anlass genommen, sich in einem gemeinsamen Brief an die Verantwortlichen in Tansania zu wenden und ein Ende des Fangs von Elefantenkinder für Zoos und Safariparks zu fordern. Im letzten Jahr wurden vier junge Elefanten in Tansania gefangen und nach Karachi in Pakistan gebracht, um sie dort in einem Zoo und einem Safaripark auszustellen.
Die berühmte Elefantenforscherin Joyce Poole, die den gemeinsamen Brief ins Leben gerufen hat, beschreibt eindringlich, warum es für Elefanten so fatal und traumatisch ist, wenn Jungtiere aus ihrem Familienverband herausgerissen und für kommerziellen Zwecke mißbraucht werden:
„Biologisch gesehen ist jedes einzelne Elefantenjunge enorm wichtig für seine Mutter, muss sie doch eine Menge Zeit, Energie und Anstrengung in seine Entstehung und Aufzucht investieren. 22 Monate Tragzeit, vier Jahre Stillen und mindestens zwölf Jahre Großziehen und Beschützen.
Deshalb haben Elefanten Verhaltensweisen außerordentlich intensiver Betreuung und wechselseitiger Bindung mit ihren Jungen entwickelt. Soll ein Kalb bis zum Erwachsensein überleben, muss es sich seinerseits eng an die Mutter und andere Familienmitglieder halten.“
Eingesperrt in kleine Käfigwagen oder wie Sträflinge festgekettet, ihrer Freiheit und Würde beraubt, so fristen Hunderte Wildtiere ein elendes Dasein in deutschen Zirkusbetrieben. Alle paar Tage werden sie an einen neuen Ort gekarrt, um die immer gleichen Kunststücke zu zeigen. Vor mittlerweile sieben Jahren hat der Bundesrat beschlossen, dass die Haltung von Wildtieren insbesondere Elefanten, Affen und Bären in reisenden Zirkusbetrieben grundsätzlich verboten werden soll. Umgesetzt wurde dieser Beschluss von der Bundesregierung nicht.
In anderen Ländern, wie Österreich, Finnland, Dänemark, Schweden ist die Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusbetrieben bereits teilweise oder sogar ganz verboten.
Nun hat Bundesministerin Aigner angekündigt die „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben und ähnlichen Einrichtungen“ überarbeiten zu wollen. Von dem bereits beschlossenen Verbot ist keine Rede. Was soll eine Reform bringen? Ein paar Quadratmeter mehr, eine längere Eisenkette? Nicht mit uns! animal public fordert eine verbindlich Rechtsverordnung, die den Zirkusbetrieben die Haltung von Wildtieren verbietet. Bitte unterstützen Sie diese Forderung!
Schicken Sie eine Protestpostkarte an die zuständige Ministerin Ilse Aigner. Postkarten können Sie ganz einfach und kostenlos per Mail bestellen: info@animal-public.de
25 Verbände fordern Absage der Bundesregierung an gefährlichen Walfangkompromiss
In geheimen Verhandlungen hat Deutschland gemeinsam mit elf Ländern in den letzten Monaten ein Kompromisspapier für die Internationale Walfangkommission IWC erarbeitet. Es soll die konträren Interessen von Walschutz- und Walfangländern berücksichtigen. Das Papier sieht vor, das bestehende Verbot des kommerziellen Walfangs für zehn Jahre außer Kraft zu setzen. Island, Norwegen und Japan würde jährlich der Abschuss von fast 1.400 Wale gestatten, teils sogar im Antarktis-Schutzgebiet. Island und Norwegen dürften sogar mehr Wale töten, als sie durchschnittlich in den letzten Jahren gejagt haben. Um dies zu verhindern haben 25 Umwelt- und Tierschutzorganisationen Bundeskanzlerin Merkel in einem Offenen Brief aufgefordert, auf ein Ende des kommerziellen Walfangs zu drängen, statt gefährliche Kompromisse einzugehen.
06.05.2010 - Die intensive Lobbyarbeit des Tierschutznetzwerks ENDCAP, zu dessen Gründungsmitgliedern animal public zählt, war erfolgreich. Im Rahmen der Kampagne „Europes Forgotten Animals“ haben animal public und die anderen ENDCAP Mitgliedsverbände sich in den letzten Jahren dafür eingesetzt, dass der Schutz von Wildtieren in Gefangenschaft in der europäischen Politik mehr Beachtung findet.
Gestern, am 05.05.2010, stimmte das Europäische Parlament über den Tierschutz Aktionsplan ab (Entschließung des Europäischen Parlaments vom 5. Mai 2010 über die Bewertung und Beurteilung des Aktionsplans für Tierschutz 2006-2010 (2009/2202(INI)).
Ausdrücklich Erwähnung haben diesmal endlich auch die Wildtiere gefunden, die in Zoos und Zirkussen gefangen gehalten werden. So stimmte das Europäische Parlament dafür, dass dem Wohlergehens aller Tiere – „zur Nahrungsmittelerzeugung genutzte Tiere, Heimtiere, Zirkustiere, Zootiere und auch streunende Tiere“ als fühlende Wesen in vollem Umfang Rechnung zu tragen ist.
Auch die Kritik von animal public und der anderen ENDCAP Mitgliedsverbände an den Haltungsbedingungen in zoologischen Gärten ist aufgegriffen worden. So heißt es in der Entschließung: „[Das Europäische Parlament] erklärt sich besorgt darüber, dass es an einer strengen Überwachung der Einhaltung der Richtlinie 1999/22/EG des Rates im Zusammenhang mit der Haltung von Wildtieren in zoologischen Gärten mangelt [...]“
Für animal public und die anderen ENDCAP Mitgliedsverbände ist dies ein erster großer Erfolg auf europäischer Ebene. Gemeinsam werden wir weiter für den Schutz und die Rechte von Wildtieren in Gefangenschaft eintreten.
05.05.2010 – Tausende Wildtiere leiden in Deutschland unter untragbaren Haltungsbedingungen in Zoos und Zirkussen. Ein Grund dafür sind die unzureichenden Haltungsanforderungen des Säugetiergutachtens und der Zirkusleitlinien. Nach jahrelangen Protesten von Tierschützern hat die Bundesregierung nun angekündigt beide überarbeiten zu wollen und die Verbände um Stellungnahmen gebeten. Auch wenn die Überarbeitung dieser Haltungsvorgaben auf lange Sicht für viele Tiere eine Verbesserung ihrer Lebensqualität bedeuten kann, sieht animal public das Vorhaben der Bundesregierung mit Besorgnis. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusbetrieben ist nicht möglich. Ein Verbot der Haltung ist daher unumgänglich. Ein paar Quadratmeter mehr, ein zusätzlicher Kletterbaum und eine längere Eisenkette genügen nicht. Wir fordern daher ein rechtsverbindliches Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen. Damit ist animal public nicht allein. Diese Forderung ist auch Bestandteil eines gemeinsamen Positionspapiers verschiedener Tier und Naturschutzverbände, die an das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gesandt wurde.
animal public bittet Ministerpräsidenten um Mithilfe
03.05.2010 - Bereits 2003 haben die Bundesländer im Bundesrat für ein grundsätzliches Verbot der Haltung von Tieren wildlebender Arten, insbesondere Affen, Bären und Elefanten, gestimmt. Bislang wurde dieses Verbot jedoch nicht umgesetzt. Nun kündigte die zuständige Bundesministerin Aigner an, die Zirkusleitlinien überarbeiten zu wollen. Aus Sicht von animal public genügt das nicht. Es braucht ein rechtsverbindliches Verbot der Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusunternehmen. Daher hat animal public die Ministerpräsidenten aller Bundesländer angeschrieben und sie gebeten der Regierung gegenüber für eine Umsetzung des Bundesratsbeschlusses von 2003 einzutreten.
08.04.2010 - „Mit jeder einzelnen Suchanfrage unterstützen Sie eine Hilfsorganisation Ihrer Wahl!“ – so das Motto der Internet-Suchmaschine benefind.de. Das Sozialunternehmen benefind spendet den gesamten Erlös der gleichnamigen Suchmaschine an viele verschiedene Hilfsorganisationen und seit kurzem auch an animal public. Dank der Unterstützung durch Bing.de, der Suchmaschine von Microsoft, werden dem Nutzer gleichzeitig Suchergebnisse auf gewohnt hohem Niveau präsentiert.
31.03.2010 - Am Montag haben die letzten Tiere, die Schimpansen Fritz und Frederike, den ehemaligen Tierpark Kalletal verlassen. Sie haben ein neues Zuhause in der bekannten Auffangstation AAP in Holland gefunden.
Fast ein Jahr hat die ungewisse Zukunft der Tiere im Tierpark Kalletal Tierschützer, Behörden und Öffentlichkeit beschäftigt. Lange stand der Tierpark zum Verkauf, ohne dass ein passender Käufer gefunden werden konnte. Als der Tierpark schließlich gegen Ende letzten Jahres verkauft wurde, stellte sich bald heraus, dass der neue Halter der Tiere nicht die Zuverlässigkeit besitzt, einen Tierpark zu führen. Die zuständige Veterinärbehörde erteilte ihm keine Erlaubnis. Als er daraufhin drohte die Tiere verhungern zu lassen schritt das Veterinäramt ein, kümmerte sich um Versorgung und Vermittlung.
In Absprache mit dem Veterinäramt startete animal public einen europaweiten Aufruf um geeignete Plätze für die Tiere zu finden. Viele Tierschützer aus der ganzen Welt haben sich gemeldet und Hilfe angeboten. Diesen möchten wir ganz herzlich danken! Innerhalb weniger Woche konnten alle Tiere vermittelt werden. Mit den Schimpansen Fritz und Frederike haben dann am Montag die letzten Tiere den ehemaligen Tierpark Kalletal verlassen.
26.02.2010 – Der geplante Affen- und Elefantenpark auf der Ferieninsel Rügen wird nicht gebaut. Ein Erfolg für animal public e.V.. Der Verein hatte gegen den Bau des Parks gekämpft.
Wo früher Munition und Minen der NVA lagerten sollten nach den Plänen eines Investors zukünftig dutzende Affen Touristen belustigen. Auf dem Rücken von dressierten Elefanten sollten Besucher, so die Idee des Investors, durch die ehemalige Militärliegenschaft in Bergen auf Rügen reiten. Dieses Projekt ist jetzt gescheitert. Der Landkreis lehnte die Erteilung einer Zoo-Genehmigung für das Vorhaben ab.
Ein Erfolg für den Verein animal public e.V., der gemeinsam mit aktion tier e.V. und dem Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. gegen das Projekt mobil gemacht hatte. Die Pläne des Investors, die einen direkten Kontakt zwischen den Wildtieren und den Besuchern vorsahen, sind aus Sicht von animal public e.V. tierschutzwidrig. Daher hatte animal public e.V. alle Stadtvertreter angeschrieben, eine ausführliche Stellungnahme und ein Expertengutachten an das Veterinäramt geschickt, um den Bau zu verhindern. Dies ist jetzt gelungen.
Der Investor hat zwar die Möglichkeit einen neuen Antrag zu stellen, das ist aber eher unwahrscheinlich, wie Andrea Köster, Bürgermeisterin der Kreisstadt, bei einer Stadtvertretersitzung mitteilte, fehlen ihm die finanziellen Mittel.
24.02.2010 – Nicht nur animal public ist seit einigen Monaten bei Facebook zu finden, sondern auch die Berliner Bären Schnute und Maxi. „Liberate the Berlin bears! / Schließt den Berliner Bärenzwinger!“ heißt die von animal public und Born Free ins Leben gerufene Facebook Gruppe, die sich für die Umsiedlung von Schnute und Maxi in eine Auffangstation einsetzt. Jeder kann beitreten und mithelfen, indem er an die politisch Verantwortlichen schreibt.
23.02.2010 - Mit sofortiger Wirkung hat das Veterinäramt des Kreises Lippe die Versorgung der Tiere im ehemaligen Tierpark Kalletal übernommen. Gestern hatte der derzeitige Halter der Tiere dem Tierschutzverein animal public e.V. telefonisch mitgeteilt er habe kein Geld mehr für den Unterhalt der Tiere und drohte die Tiere verhungern zu lassen. Das Veterinäramt wurde sofort eingeschaltet und war heute bereits vor Ort. Der Amtsveterinärin gegenüber gab Herr S. an die Tiere seit Sonntag nicht mehr gefüttert zu haben und beantragte die Euthanasie der Tiere.
Aus Sicht des Veterinäramtes ist die Situation der Tiere noch nicht lebensbedrohlich, jedoch seien sie enormen Stress ausgesetzt. Daher kümmert sich ab sofort das Kreisveterinäramt bis auf Weiteres um die Notversorgung.
Herr S. hat das Gelände des Tierparks Kalletal mit Tierbestand Ende letzten Jahres gekauft. Wegen Zweifeln an seiner Zuverlässigkeit verweigerte das Veterinäramt des Kreises Lippe ihm die Erteilung einer Betriebsgenehmigung und forderte die Auflösung des Tierbestandes. Ein Vorgehen, das von animal public e.V. begrüßt wurde, denn auch aus Sicht des Tierschutzes gab es massive Zweifel an der Eignung von Herrn S. als Betreiber eines Tierparks. Herr S. löste den Tierbestand jedoch nicht auf, sondern reichte Klage gegen den Kreis ein. Hilfsangebote von Tierschutzorganisationen bei der Vermittlung der Tiere behilflich zu sein wurden von ihm abgelehnt. Nun haben sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigt.
animal public e.V. bemüht sich jetzt um eine zügige Vermittlung der Tiere, darunter Schimpansen, Tiger, Wölfe und Dingos. Jede Hilfe ist dabei willkommen.
19.02.2010 – Nackt und vor Kälte zitternd, so posierten am Freitag drei als Reptilien bemalte Models auf dem Berliner Alexanderplatz gegen die nicht artgerechte Haltung von Wildtieren in Privathand.Mit der spektakulären Aktion startet die Kampagne „Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer – artgerecht ist nur die Freiheit“ von animal public e.V. und aktion tier e.V.. Seit einigen Jahren nimmt in Deutschland die Haltung von exotischen Wildtieren in privaten Haushalten zu. Statt Hund, Katze oder Kaninchen schaffen sich immer mehr Menschen Pythons, Bartagamen oder Chamäleons an. Dabei ist eine artgerechte Haltung dieser Tiere in Privathand nicht möglich. Kein Aquarium kann ein Korallenriff ersetzen, kein Terrarium den Regenwald, kein Käfig bietet einem Vogel ausreichend Platz zum Fliegen.
28.12.2009 - Derzeit gastiert der "Zirkus Voyage" als Weihnachtszirkus in Berlin, mit dabei die minderwüchsige Elefantendame Mausi.Mausi hat so schwere Arthrose, dass ihre Hinterbeine inzwischen deformiert sind. Jeder Transport ist dadurch mit starken Schmerzen für die Elefantendame verbunden. Zudem leidet Mausi an Verhaltensstörungen und gilt seit dem Tod ihrer engsten Sozialpartnerin, der Elefantenkuh Anja, als sozial isoliert. Die "Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen" zu der auch animal public gehört, fordert vom zuständigen Veterinäramt aktiv zu werden und Mausi in einen Zoo zu bringen. Dort hätte sie die nötige medizinische Betreuung und müsste keine weiteren schmerzhaften Transporte erdulden. Bitte unterstützen Sie diese Forderung.
17.12.2009 - Verkleidet als Weihnachtsmänner und Engel demonstrierten heute Aktivisten der "Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen", zu der auch animal public gehört, vor dem "Zirkus Voyage" in Berlin. Ziel dieser außergewöhnlichen Demonstration war es die Öffentlichkeit auf das Leiden der Elefantekuh Mausi aufmerksam zu machen. Mausi hat so schwere Arthrose, dass ihre Hinterbeine inzwischen deformiert sind. Jeder Transport ist dadurch mit starken Schmerzen für die Elefantendame verbunden. Zudem leidet Mausi an Verhaltensstörungen und gilt seit dem Tod ihrer engsten Sozialpartnerin, der Elefantenkuh Anja, als sozial isoliert. Die "Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen" fordert daher Mausi in einen Zoo zu bringen, wo sie eine angemessene medizinische Betreuung erhält und keine weiteren Transporte erdulden muss.
14.10.2009 – Pünktlich zum Berliner Tierschutztag hat die Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen, zu deren Gründungsmitgliedern animal public gehört, neue Plakate und Faltblätter veröffentlicht. Die Materialien stehen in verschiedenen Größen im Internet druckfertig zum kostenfreien Download bereit:
Seit über 20 Jahren steht die Tierhaltung des Tierparks Lübeck in der Kritik von Tierschützern. Die Gehege der Tiere sind zu klein, unstrukturiert, marode, die Versorgung unzureichend. So vegetieren die Schimpansen Bimbo und Konga in einem baufälligen Verhau vor sich hin. Ihr Fell ist stumpf, der Blick leer. Wissenschaftliche Gutachten haben schon vor Jahren die von Seiten des Tierschutzes kritisierten Mängel in der Tierhaltung bestätigt.
Vor einem Jahr beschloss die Bürgerschaft dann endlich den Pachtvertrag für den Tierpark nicht zu verlängern.
Doch bis heute ist nichts passiert. Daher fordern wir die sofortige Kündigung des Pachtvertrags und die Verbringung aller Tiere in geeignete Auffangstation. Hilfsangebote, z.B. von der Schimpansenauffangstation AAP aus den Niederlanden gibt es, doch bislang wurden diese von den Verantwortlichen in Lübeck nicht in Anspruch genommen.
Heute wird die Lübecker Bürgerschaft wieder tagen. Bitte helfen Sie uns den Tieren zu helfen. Schreiben Sie den Verantwortlichen und fordern Sie die sofortige Kündigung des Pachtvertrags und die Umsiedlung der Tiere in Auffangstationen.
das Schicksal der Tiere im Tierpark Lübeck macht mich sehr betroffen. Bereits vor einem Jahr hat die Bürgerschaft beschlossen aus den seit Jahren bekannten Problemen Konsequenzen zu ziehen und den Pachtvertrag für den Tierpark nicht zu verlängern. Wie ich erfahren habe wurde der Beschluss bislang nicht umgesetzt, der Pachtvertrag nicht gekündigt. Das ist mir vollkommen unverständlich. Auch für die Tiere hat sich die Situation nicht gebessert, obwohl Tierschutzorganisationen ihre Mithilfe angeboten haben. Ich möchte Sie bitten sich dafür einzusetzen, dass der Pachtvertrag endlich gekündigt wird und die Tiere in geeignete Auffangstationen umgesiedelt werden.
19.09.2009 – Gemeinsam haben Tierschützer verschiedenster Vereine am Samstag vor dem „Circus Krone“ in Berlin demonstriert. Zusammengeschlossen zur „Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen“ engagieren wir uns für ein gesetzliches Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus. Unterstützung erhielten wir in der letzten Woche nicht nur von Dr. Klaus Lüdcke, dem Berliner Landestierschutzbeauftragten, sondern auch von Politikern verschiedenster Parteien.
„Kein Tier ist eine Zirkusnummer“ ist der Slogan einer neuen Tierschutzinitiative zu deren Gründungsmitgliedern animal public zählt. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus endlich verboten wird. Anläßlich des Gastspiels von „Circus Krone“ in Berlin fand am 16.09.2009 eine erste Pressekonferenz der Initiative statt. Zusammen mit dem Berliner Landestierschutzbeauftragten Dr. Klaus Lüdcke konnten wir die zahlreich erschienenen Medienvertreter über das Leiden der Wildtiere im Zirkus informieren. Presseberichte über die Pressekonferenz der Initiative gegen Wildtierhaltung im Zirkus
Mit einer neuen Onlinepetition wollen wir zudem die verantwortlichen Politiker erreichen. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Unterschrift.
Die Berliner Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen setzt sich zusammen aus den Organisationen „AG Zirkus“ des Berliner Tierschutzvereins, Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, animal public e.V., Deutsches Tierschutzbüro, peta2, Tier und Mensch e.V., Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan sowie Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e.V.
17.09.09 - In einer Pressemitteilung hat Undine Kurth, parlamentarische Geschäftsführerin und tierschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen die Gründung der "Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen" begrüßt.
In der Pressemitteilung heißt es: "Mit diesem gemeinsamen Vorgehen kommen wir dem Ziel näher, die tierquälerische Haltung von Wildtieren in Zirkussen zu beenden. Dabei geht es uns nicht darum, Kindern und Erwachsenen den Spaß am Zirkus zu verderben, wir unterstützen Zirkusse ohne Tierleid - und solche gibt es auch bereits.
animal public fordert: Schließt den Berliner Bärenzwinger
21.08.2009 - Diese Woche wird der Berliner Bärenzwinger im Köllnischen Park 70 Jahre alt. Fast zeitgleich mit dem Angriff Deutschlands auf Polen im Jahr 1939 wurde der Zwinger in Berlin-Mitte eröffnet. Fünf Bären sperrte man dort als lebendige Wappentiere ein. Vier von ihnen wurden während des Krieges getötet. Unmittelbar nach dem Krieg wurde der Bärenzwinger geschlossen und mit Sand zugeschüttet, jedoch nur wenige Jahre später, 1949, mit zwei neuen Tieren wieder eröffnet.
Seit dem Tod von Tilo im Jahr 2007 leben nur noch zwei Bären auf den U-förmigen Betonplattformen des Bärenzwinger, Mutter Schnute (27) und Tochter Maxi (22). Sie trotten nun schon ihr ganzes Leben, am Rand des Grabens entlang. Ein paar Schritte hin, ein paar Schritte zurück. Alu-Bierfässer, Autoreifen und eine Art Planschbecken sollen als Abwechslung dienen.
Dabei wäre ein besseres Leben möglich. In den letzten Jahren wurden in Deutschland zahlreiche Bärenauffangstationen eröffnet. Sie bieten den Tieren weitläufige, natürliche Gehege. Dort können sie ihre arttypischen Bedürfnisse wieder entdecken und befriedigen. animal public fordert die Umsiedlung von Schnute und Maxi in eine solche Bärenauffangstation, damit sie ihren Lebensabend genießen können. Bitte unterstützen Sie diese Forderung und schreiben Sie an die politisch Verantwortlichen:
Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte
Dr. Christian Hanke
Rathaus Tiergarten
Mathilde-Jacob-Platz 1
10551 Berlin
Fax: (030) 9018 32101
Mail: christian.hanke@ba-mitte.verwalt-berlin.de
Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit - Senatskanzlei - Jüdenstr. 1 10178 Berlin Fax (030) 9026-3015 Mail: der-regierende-buergermeister@senatskanzlei.berlin.de
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70jährigen Bestehen des Bärenzwingers hat animal public zudem eine
Flugblattaktion ins Leben gerufen. Flugblätter können Sie direkt bei animal public bestellen:
animal public e.V.
Postfach 11 01 21
40501 Düsseldorf
17.04.2009 – Nach Kritik von animal public zeigt sich der bayerische Umweltminister, Markus Söder selbstkritisch. Bei seinem Besuch des Nürnberger Delfinariums relativierte er seine Äußerung, in dem geplanten Delfinarium-Neubau würde der natürliche Lebensraum der Delfine auf vorbildliche Art nachempfunden.
Eine Presseeinladung, in der Söder diese Bemerkung als Zitat eingefügt hatte, war von animal public öffentlich kritisiert worden. Auf Pressenachfragen, an welchen Punkten er die Einschätzung, der natürliche Lebensraum sei «vorbildlich nachempfunden», festmache, führte er lediglich die «deutlich erweiterten Flächen» an. Und er ruderte zurück: Einem Vergleich mit der freien Wildbahn würde die Lagune „nie standhalten“.
15.04.2009 - Bayerns Umweltminister Söder will Zam Donnerstag im Zoo Nürnberg über den Fortschritt des Bauprojekts Delphin-Lagune informieren. Bis Juni 2011 soll nach Angaben des Tiergartens die Lagune fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 24 Millionen Euro. Söder lobte die Delphin-Lagune schon vor seinem Besuch: «Hier wird auf vorbildliche Art der natürliche Lebensraum der Delfine nachempfunden.»
animal public kritisierte diese Aussage Söders. Den Besuchern soll in Nürnberg ein natürlicher Lebensraum vorgegaukelt werden. In Wahrheit ist die Anlage in Nürnberg weit davon entfernt. Zudem befürchtet animal public, dass in der Zukunft neue Wildtiere gefangen werden, um die Bestände zu erhalten. Denn die Zuchtbilanz in Nürnberg ist verheerend. Seit 1971 sind in Nürnberg 30 Delfine gestorben. Binnen rund drei Jahren gab es dort sieben tote Delfinbabys.
03.03.2009 - Echte Spinnen, Skorpione und Käfer in Kunstharz gegossen, mit dieser Beilage wirbt die Kinderzeitschrift „Mini-Biester“. Laut Eigenwerbung will die Zeitschrift Kindern „das geheime Leben der Insekten“ näher bringen. Für jede Ausgabe sterben Zehntausende Tiere. Auf der Homepage der Zeitschrift heißt es, die Tiere seien alle speziell auf Farmen für die Zeitschrift gezüchtet worden. Wie die Tiere getötet wurden steht dort jedoch nicht.
Die Tierschutzvereine „animal public e.V.“ und "aktion tier e.V." fordern von dem Verlag den Vertrieb echter Tiere sofort einzustellen und auf Imitationen aus Kunststoff zurückzugreifen.
Am 16.01.2008 fand im Bundestag auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen ein tierschutzpolitisches Fachgespräch zum Thema Amtstierärzte statt.
Trotz Tierschutzgesetz und Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz beklagen die Mitarbeiter von animal public, wie auch viele andere Tierschützer, dass Tierleid oft nicht beendet sondern mit Wissen der zuständigen Behörde über Jahre geduldet wird.
Dies war Thema des Fachgesprächs, zu dem Vertreter von Tierschutzvereinen und Amtstierärzte geladen waren. Laura Zimprich hat als Sprecherin des Vereins animal public die Problematik im Bereich der Zirkus- und Zootierhaltung erläutert.
Bitte helfen Sie mit!
Sechs Jahre nach dem Erlass und dem Inkrafttreten der EU-Zoorichtlinie, die vorschreibt, dass alle Zoos in der EU eine Betriebserlaubnis benötigen und bestimmten Anforderungen hinsichtlich der Tierhaltung und ihres Beitrags zum Artenschutz genügen müssen, bleiben viele Zoos hinter diesen Mindestanforderungen zurück.
Tausende Tiere müssen in europäischen Zoos unter schlimmsten Bedingungen dahinvegetieren, in Gehegen, die ihnen das Ausleben ihrer grundlegenden biologischen Bedürfnisse unmöglich machen.
Darum hat ENDCAP (The European network to END the keeping of wild animals in CAPtivity), zu dessen Mitgliedern animal public zählt, eine Postkartenaktion ins Leben gerufen, um den gefangenen Wildtieren in Europas Zoos zu helfen.
animal public und ENDCAP vertreten die Überzeugung, dass Wildtiere nicht in Zoos gehalten werden sollten. Aber um zumindest das schlimmste Tierleid zu mindern fordern die Verbände eine sofortige Umsetzung der bestehenden EU-Zoorichtlinie in allen EU-Mitgliedstaaten und eine Überarbeitung und Verschärfung der Richtlinie.
In ganz Europa verteilen die Mitgliedsverbände von ENDCAP die Protestpostkarten, die sich an den EU-Kommissar für Umweltpolitik richten. Bitte unterstützen Sie diese Aktion! Sie können die Karte ganz einfach von der animal public Homepage herunterladen, ausdrucken und versenden.
Text der Postkarte: Sehr geehrter Herr Kommissar, als Bürger der Europäischen Union bin ich besorgt darüber, dass noch immer viele Tiere in europäischen Zoos unter erbärmlichen Umständen gehalten werden, die noch nicht einmal den geringsten Tierschutzanforderungen entsprechen. Bitte verhelfen Sie diesen Tieren zu einem besseren Leben, indem Sie Haltungsstandards in der EU-Zoorichtlinie festschreiben. Mit freundlichen Grüßen
12.11.2008 -Sechs Jahre nach dem Erlass und dem Inkrafttreten der EU-Zoorichtlinie, die vorschreibt, dass alle Zoos in der EU eine Betriebserlaubnis benötigen und bestimmten Anforderungen hinsichtlich der Tierhaltung und ihres Beitrags zum Artenschutz genügen müssen, bleiben viele Zoos hinter diesen Mindestanforderungen zurück.
Immer noch werden tausende Tiere in europäischen Zoos unter elendsten Bedingungen in Gehegen gehalten, die sich in den letzten 100 Jahren kaum verändert haben und die ihnen selbst das Ausleben ihrer grundlegenden biologischen Bedürfnisse unmöglich machen. Das Resultat sind oftmals physische und psychische Störungen.
Am 11.11.2008 trafen sich Vertreter von ENDCAP*, Mitglieder des Europäischen Parlaments und Mitarbeiter der Europäischen Kommission im Europäischen Parlament in Brüssel um darüber zu beraten, wie man Europas vergessenen Tieren helfen kann.
ENDCAP, zu dessen Mitgliedsorganisationen animal public zählt, forderte nicht nur eine sofortige Umsetzung der bestehenden EU-Zoorichtlinie in allen EU-Mitgliedstaaten, sondern auch eine Überarbeitung und Verschärfung der Richtlinie.
Der Zuspruch von Seiten der EU-Parlamentarier war groß und auch die Kommission signalisierte Handlungsbereitschaft. Medienvertreter aus aller Welt waren anwesend und berichteten über den Empfang und die politischen Forderungen von ENDCAP.
*ENDCAP - The European network to END the keeping of wild animals in CAPtivity
27.10.08 – Auf Rügen plant ein Investor den Bau eines Affen- und Elefantenparks, in Lübbenau sollen zukünftig Pinguine Besucher in eine Spaßbad locken und in den Bonner Rheinauen möchte ein Unternehmer ein Löwengehege errichten. Auch wenn die Tierarten unterschiedlich sind, so haben diese Projekte eines gemeinsam: sie degradieren Wildtiere zu Unterhaltungsobjekten. Dabei ist gerade die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft äußerst problematisch. Selbst wenn die geplanten Gehege großzügig sind und neuste tiergartenbiologische Erkenntnisse berücksichtigt werden ist die Haltung von Löwen, Affen, Elefanten und Pinguinen in Gefangenschaft niemals artgerecht. Auch kann das gerne genutzte Artenschutz-Argument nicht überzeugen. So gibt es für afrikanische Löwen genauso wenig ein EEP (Erhaltungszuchtprogramm), wie für Berberaffen. Für Humboldt-Pinguine hingegen gibt es eines, ausgewildert werden die Tiere allerdings nicht, zu gering ist die Chance, dass sie überleben.
animal public setzt sich gegen den Bau dieser Tierhaltungen ein. Auch Sie können aktiv werden.
Schreiben Sie dem Bürgermeister von Lübbenau und teilen Sie ihm mit, was Sie von einer Pinguinhaltung im Spaßbad „Spreewelten“ halten.
Bürgermeister der Stadt Lübbenau / Spreewald
Helmut Wenzel,
Kirchplatz 1
03222 Lübbenau / Spreewald
Sammeln Sie Unterschriften gegen den Bau eines Löwengeheges in der Bonner Rheinaue. Die Unterschriftenliste erhalten Sie beim Tierschutzverein Bonn. Link: Tierschutzverein Bonn
Rügen/Düsseldorf/München/Berlin, 14.07.2008. Im Forst von Mölln-Medow mitten auf der Ferieninsel Rügen plant ein Investor die Errichtung eines Affen- und Elefantenparks. Der Tierschutzverein aktion tier e.V. und seine Kooperationspartner, der Tierschutzverein Rügen/ Hiddensee e.V. und der Wildtierschutzverein animal public e.V. halten das Parkkonzept für tierschutzwidrig und wollen den Bau verhindern.
Geht es nach den Plänen des Investors sollen dort, wo früher Munition und Minen der NVA lagerten zukünftig dutzende Affen Touristen belustigen. Auf dem Rücken von Elefanten sollen die Besucher, so die Idee des Investors, durch die ehemalige Militärliegenschaft in Bergen auf Rügen reiten.
Judith Brettmeister von aktion tier e.V.- Geschäftsstelle München ist entsetzt über diese Pläne: „Elefanten und Affen sind Wildtiere, sie dauerhaft im direkten Kontakt zu Menschen zu halten ist nicht artgerecht und widerspricht den neusten Erkenntnissen der Tiergartenbiologie.“
Auch Christian Luckau, vom lokalen Tierschutzverein Rügen/Hiddensee e.V. ist gegen die Bebauungspläne. Neben der Tierschutzproblematik sieht er in dem direkten Kontakt zu den Tieren auch eine Gefahr für die Besucher. So können die Affen nicht nur für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen, sondern auch mit ihren Zähnen und Krallen Besuchern erhebliche Verletzungen zufügen. In Gibraltar, wo wild lebende Affen als Touristenattraktion gelten, mussten in einem einzigen Jahr 55 Personen ärztlich behandelt werden, nachdem sie von Affen gebissen wurden. Elefanten gelten sogar als die gefährlichsten Wildtiere in Menschenhand. Seit 1982 starben bei 90 bekannt gewordenen Angriffen in Zoos 40 Menschen; über 50 wurden verletzt, 20 davon schwer. Alleine in den vergangenen zehn Jahren gab es 17 Tote, hauptsächlich Pfleger. Erst letzte Woche kam es in einem Zoo in Dänemark zu einem Angriff eines Elefanten auf ein Kind.
Laura Zimprich, Sprecherin von animal public e.V. hält das Projekt zudem für rechtlich bedenklich: „Gemäß EU-Zoorichtlinie und Landeszoogesetz muss die Haltung von Tieren den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung tragen, zudem müssen die Tiere artgemäß und verhaltensgerecht untergebracht werden. Dies bedeutet nach neusten tiergartenbiologischen Erkenntnissen bei Elefanten eine „Hands-off“ Haltung im Herdenverband, inklusive Bullenhaltung. Dann ist aber ein Reitbetrieb, wie geplant, nicht möglich.“
Die Tierschützer fordern daher von den Stadtvertretern der Stadt Bergen auf Rügen den Bau des Affen-und Elefantenparks zu stoppen.
09.07.08 - Viele Jahre seines Lebens musste der Schimpanse Fredy einsam in einem alten Zirkuswagen fristen. Im Januar 2007 hatte sein Halter endlich ein Einsehen und übergab Fredy der Auffangstation AAP in den Niederlanden (weitere Informationen). Doch auch nach der Rettung des Schimpansen war seine Zukunft ungewiss. Niemand wusste ob er mit seinen Artgenossen würde kommunizieren können, sich in eine Gruppe integrieren lassen. Doch mit viel Geduld ist es den Betreuern der Auffangstation AAP gelungen Fredy mit anderen Schimpansen zu vergesellschaften. Nun lebt er zusammen mit Julio, Gingo und Urtain, die im November 2007 aus Spanien in die Auffangstation AAP kamen.
06.05.08 – Einen Tag nach der Geburt wurden im Zoo Magdeburg drei lebensfähige Tigerbabys getötet. Aus einem einzigen Grund: sie waren nicht reinrassig. Ein Gentest hatte gezeigt, dass ihr Vater "Taskan" nicht nur von Sibirischen , sondern auch von Sumatra-Tigern abstammt. Mischlinge, so der Zoo, blockierten den eingeschränkten Platz für die wichtige Erhaltungszucht von Tigern.
"animal public" erstattet gemeinsam mit den „Menschen für Tierrechte“ Anzeige wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen die Verantwortlichen des Zoos. Das Tierschutzgesetz verbietet ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten und dieser ist aus Sicht beider Vereine hier nicht gegeben.
Denn die angeführen Erhaltungszuchtbemühungen sind mehr theoretischer, als praktischer Natur. So wurde seit über einem Jahrzehnt kein Tiger aus einem deutschen Zoo zum Zweck der Auswilderung exportiert. Hingegen aber zahlreiche Przewalskipferde. Ihr Bestand geht auf lediglich 12 Tiere zurück. Nicht nur fortlaufende Inzucht, sondern auch die Einkreuzung eines Hauspferds ist dokumentiert. Trotzdem werden diese Tiere im Zoo weiter gezüchtet, ausgewildert und immer wieder als Paradebeispiel für die Arterhaltungszucht in Zoos angeführt.
Laura Zimprich, Hiltrud Breyer, Dr. Madeleine Martin (von l.)
Am 10. Oktober 2007 nahmen 25 Tierschutzorganisationen aus 20 Ländern zusammen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Repräsentanten der Europäischen Kommission an einem Empfang im Europäischen Parlament teil. Geladen hatte zu diesem Empfang ENDCAP um einen besseren Schutz von Wildtieren in Gefangenschaft auf nationaler und, wo nötig, europäischer Ebene zu fordern. Bei dem Empfang brachten die Sprecher Dr. Caroline Lucas MEP, Mojca Drcar Murko MEP und Neil Parish MEP ihre volle Unterstützung der Anliegen von ENDCAP zum Ausdruck.
Der Empfang übertraf alle vorherigen Erwartungen. Dutzende Europaabgeordnete und Mitglieder der Kommission kamen um ihre Unterstützung für ENDCAP und die Idee dahinter zum Ausdruck zu bringen.
animal public konnte die Grüne Europaabgeordnete Hiltrud Breyer und die hessische Tierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin willkommen heißen.
Der ENDCAP Film machte allen Anwesenden deutlich wie sehr Wildtiere in Gefangenschaft leiden und wie dringend die Gesetze zum Schutz dieser Tiere verbessert werden müssen.
AAP passt sich der wachsenden Nachfrage nach Tierauffangplätzen für nicht-heimische Säugetiere an und hat einen neuen Komplex in Almere/Niederlande eröffnet.
Diese Außenauffanganlage ist insbesondere für die etwas größeren nicht-heimischen Säugetiere - wie z. B.: Nasenbären, Stinktiere, Waschbären, Marderhunde und Eisfüchse ausgelegt. Die Gehege sind geräumig und können jeweils mit dem Nachbargehege verbunden werden, um den Resozialisierungsprozess zu fördern. Professionelle Tierpfleger mit einer speziellen Ausbildung für diese Abteilung gewährleisten, dass die Tierpflege dauerhaft und in optimaler Qualität geboten werden kann.
Demonstration vor dem japanischen Generalkonsulat in Düsseldorf
Am Dienstag, den 25. September, haben "animal public" und der
"Bundesverband Menschen für Tierrechte" gemeinsam vor dem japanischen
Generalkonsulat in Düsseldorf gegen die größte Massentötung von Walen
und Delfinen demonstriert. Am so genannten "Japan Dolphin Day"
protestieren Tierschützer weltweit gegen das brutale Blutbad, das jedes
Jahr von Oktober bis April in der kleinen japanischen Stadt Taiji
stattfindet. Mit ihren Booten umzingeln die Fischer die Delfine und
treiben sie in eine flache Bucht, wo sie den hilflos gefangenen Tieren
mit Messern die Kehlen durchschneiden oder sie mit Speeren erstechen.
Das Fleisch der Tiere wird zu Nahrung, Tierfutter und Düngemittel
verarbeitet. Aber auch Delfinarien profitieren von dem
Delfin-Massaker.
Einige Tiere werden jedes Jahr am Leben gelassen und für Show-Zwecke
verkauft.
Aktiv werden: Onlineprotest gegen die Delfinmassaker
Protest vor dem japanischen Konsulat gegen Massentötung von Walen und Delfinen
Am Dienstag, den 25. September, veranstalten "animal public" und der
"Bundesverband Menschen für Tierrechte" vor dem japanischen
Generalkonsulat in Düsseldorf eine Kundgebung gegen die größte
Massentötung von Walen und Delfinen. Am so genannten "Japan Dolphin
Day" protestieren Tierschützer weltweit gegen das brutale Blutbad, das
jedes Jahr von Oktober bis April in der kleinen japanischen Stadt Taiji
stattfindet. Mit ihren Booten umzingeln die Fischer die Delfine und
treiben sie in eine flache Bucht, wo sie den hilflos gefangenen Tieren
mit Messern die Kehlen durchschneiden oder sie mit Speeren erstechen.
Das Fleisch der Tiere wird zu Nahrung, Tierfutter und Düngemittel
verarbeitet. Aber auch Delfinarien profitieren von dem Delfin-Massaker.
Einige Tiere werden jedes Jahr am Leben gelassen und für Show-Zwecke
verkauft.
Alle Tierfreunde sind eingeladen am 25.09.07 ab 11:00 bis 13:00 Uhr vor dem japanischen
Generalkonsulat auf der Immermannstr. 45 in Düsseldorf gegen das
Massaker zu demonstrieren.
19.01.07 - Heute haben Mitarbeiter
der Auffangstation "AAP" in Zusammenarbeit mit animal public den
Schimpansen Fredy aus einem deutschen Zirkus abgeholt. Er darf seinen
Lebensabend in der holländischen Auffangstation beschließen
und nach Jahren der Einzelhaltung endlich wieder mit Artgenossen
gemeinsam leben. Sein Besitzer, ein ehemaliger Zirkusdompteur, gab
den alten Schimpansen freiwillig ab.
Primaten sind hoch intelligente und
soziale Tiere. Sie gehören zu den nächsten Verwandten des
Menschen. Doch obwohl an ihrer physischen und psychischen
Leidensfähigkeit keine Zweifel bestehen, werden noch immer
Tausende von ihnen in europäischen Tierversuchslaboren benutzt.
Tierschützer fordern schon lange
ein Ende aller Versuche an Primaten. Die Europaparlamentarier Robert
Evans, Paulo Casaca, David Martin, Sajjad Karim und Carl Schlyter
haben jetzt eine schriftliche Erklärung vorgelegt die ein erster
wichtiger Schritt in diese Richtung ist (Schriftliche Erklärung
0064/2006). Gefordert wird Experimente mit Schimpansen und die
Nutzung wild gefangener Primaten in der EU zu verbieten, sowie die
Einstellung aller Versuche an nicht menschlichen Primaten in den
nächsten sechs Jahren.
animal public hat alle deutschen
EU-Abgeordneten angeschrieben und gebeten diese Erklärung zu
unterzeichnen. Bis zum 18.01.2006 haben sie dafür Zeit.
Mit einer aussergewöhnlichen Kampagnenidee hat die
Werbeagentur "Saatchi und Saatchi GmbH" aus Frankfurt den Kampf von
animal public gegen den Robbenmord in Kanada unterstützt.
Ein süßes
Robbengesicht ziert Baseballs, die animal public in Sportbars
verteilte, um
Menschen zur Unterstützung des EU-Importverbotes von Robbenfellen aufzurufen. Der Dreh:
Auf der Rückseite befindet sich die grausame Wahrheit: "Jedes
Jahr werden 100.000 mit einem Schläger getötet" und ein
Verweis auf die animal public Internetseite.
Dort findet sich eine
neue Online-Kampagne gegen den grausamen Robbenmord.
Gleichzeitig hat animal public die von "Saatchi & Saatchi"
entworfenen Baseballs an politische Entscheidungsträger in Berlin und
Brüssel versandt, mit der Bitte ein Importverbot von Robbenpelzen
möglichst bald auf den Weg zu bringen.
Saatchi & Saatchi GmbH
PO Box 110363
60038 Frankfurt am Main
Vorsitzende von animal public als
Sachverständige geladen
Berlin, 08.11.06 - Vor rund drei Jahren sprach sich der
Bundesrat für ein grundsätzliches Verbot bestimmter
Wildtierarten, insbesondere Elefanten, Bären und Affen im Zirkus
aus.
Seither sind immer neue Missstände
in Zirkustierhaltungen öffentlich geworden. Laut Auskunft des
BMELV gab es in Deutschland zwischen 2000 und 2003 über 1077
Beanstandungen zu Zirkustierhaltungen (dabei fehlen die Zahlen aus
Berlin und Schleswig-Holstein).
Eine erschreckende Zahl, wie die
Abgeordneten im Bundestags Agrar-Ausschuss übereinstimmend
fanden.
Bei der Expertenanhörung wurde dann deutlich, dass der Handlungsbedarf groß ist.
Laura Zimprich, Vorsitzende von animal
public e.V., die als Sachverständige geladen war, erklärte, dass nicht alleine der Vollzug des Tierschutzrechts im
Zirkus ein Problem ist, sondern, dass die Missstände bei der
Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusunternehmen systemimmanent
sind.
Europa wächst zusammen. Auch im Hinblick auf die Tierschutzpolitik. Zunehmend werden tierschutzpolitische Entscheidungen nicht mehr auf Bundesebene, sondern auf europäischer Ebene getroffen. Um den Interessen von Wildtieren auch in der europäischen Politik eine Stimme zu geben, hat animal public e.V. zusammen mit anderen Organisationen ENDCAP ( the European network to END the keeping of wild animals in CAPtivity) gegründet.
Wie die Tier- und Artenschutzorganisation animal public e.V. mitteilte, hat sie bei der Regierung von Oberbayern Widerspruch gegen die Genehmigung zum Abschuss des eingewanderten Braunbären eingelegt.
Der Braunbär, der seit 170 Jahren in Deutschland ausgerottet ist, gehört nach dem internationalen Artenschutzrecht zu den streng geschützten Arten und darf daher weder gefangen noch getötet werden. Am 22.05.06 erließ die Regierung von Oberbayern eine Allgemeinverfügung die diese Verbote für den eingewanderten Braunbären „Bruno“ aufhebt und seinen Fang oder Abschuss genehmigt. „Es ist allen geeigneten Jagdausübungsberechtigten gestattet, dem von Österreich auf oberbayerisches Gebiet übergewechselten Braunbären nach zustellen, um ihn zu fangen und oder zu töten“, heißt es in der Verfügung.
10.05.2006 – In Glowe auf der Insel Rügen plant die Firma "Nature Projekt GmbH" den Bau eines neuen Delfinariums. Fünf Delfine sollen mit Shows mehrere Hundert Tausend Touristen in die strukturschwache Gegend locken. animal public vertritt die Überzeugung, dass eine tier- oder artgerechte Haltung von Delfinen in Gefangenschaft nicht möglich ist.
Die öffentliche Kritik an der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren fünf von neun Delfinarien in Deutschland geschlossen haben. In Großbritannien schlossen sogar alle 30 Delfinarien ihren Betrieb.
Daher versuchen die Projektbetreiber den Bau des Delfinariums mit Delfintherapien zu rechtfertigen. Deren Wirkung wird in Fachkreisen durchaus angezweifelt.
Woher die fünf Delfine für das geplante Delfinarium kommen sollen haben die Verantwortlichen noch nicht dargelegt. Da die Nachzucht von Delfinen in Gefangenschaft kaum erfolgreich ist, ist nicht auszuschließen, dass die Tiere direkt oder indirekt aus Wildfängen stammen werden.
In einer gemeinsamen Erklärung haben 20 Tier- und Artenschutzverbände aus Deutschland, darunter auch animal public e.V., sich gegen den Neubau dieses Delfinariums ausgesprochen.
26.01.06 - Am Samstag hat die
französische Behörde für Jagd
und Wildtiere (ONCFS) die Elefantenkuh Vicky, die über Jahre im
deutschen Zirkus "Giovanni Althoff" gehalten wurde, aus einem französischen
Zirkus beschlagnahmt. Das Tier wurde in einen Zoo gebracht.
Im November 2005
brachten die ehemaligen Betreiber des Zirkus "Giovanni Althoff"
in einer Nacht- und Nebelaktion ihre vier verbliebenen Elefanten ins
Ausland und entzogen sie so einer geplanten behördlichen
Beschlagnahme. In Zusammenarbeit mit "One Voice" gelang es animal
public e.V. die Tiere in einem Zirkus in Frankreich aufzuspüren. Die französischen Behörden wurden alarmiert. Die Zirkusbetreiber schafften die geschwächte Elefantenkuh Vicky fort. Ende Dezember entdeckte "One Voice" Vicky im Zirkus "Willie Zavatta" in der Nähe
von Paris. Die Elefantenkuh stand angekettet in einem LKW, hatte Wunden und zeigte
stereotypes Verhalten.
Quelle: One Voice
Der Zirkus besaß
nicht die nötigen Papiere für die Haltung des Elefanten.
Daher konnte "One Voice" erwirken, dass die Behörden das
Tier beschlagnahmten und in den Zoo von Thoiry brachten. Der
Direktor des französischen Zirkusses Zavatta muss sich nun am
13. Februar vor dem Strafgericht Melun südwestlich von Paris
verantworten.
Gemeinsam mit "One Voice" wird
animal public dafür kämpfen, dass auch die anderen drei
Elefanten des ehemaligen Zirkus "Giovanni Althoff" noch
beschlagnahmt werden.
Auf Einladung der englischen Organisation Born Free trafen sich Anfang Juni über 40 Tierschützer aus 17 europäischen Ländern in West Sussex. Beraten wurde über die Problematik der Wildtierhaltung in Gefangenschaft. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen europäischen Ländern gibt es große Tierschutzprobleme im Bereich der Zoo-, Zirkus- und privaten Wildtierhaltung. Um diesen Problemen gemeinsam zu begegnen wurde bei der Konferenz in West Sussex die Gründung eines internationalen Netzwerkes beschlossen. Informationen sollen gebündelt werden, um so vor Ort, aber auch auf politischer Ebene effektiver arbeiten zu können. animal public e.V. und der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. waren als deutsche Vertreter vor Ort und unterstützen das Netzwerk als Gründungsmitglieder.
In Düsseldorf haben Mitarbeiter der Tierschutzorganisation animal public der Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast 7000 Unterschriften für ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus überreicht. Tierfreunde aus ganz Deutschland hatten sich in den letzten Jahren an der Unterschriftensammlung beteiligt. Renate Künast versprach animal public, dass man im Ministerium an diesem Thema arbeite
und entsprechende gesetzliche Maßnahmen in Vorbereitung seien.
So voll, wie am ersten Berliner
Tierschutztag, war das Berliner Abgeordnetenhaus wohl selten. Über 500
Menschen kamen um die ANIMAL PASSION SHOW zu sehen und feierten mit
Jubel die tierfreundlichen Webpelzkreationen der Lette Verein Studenten.
Am ersten Berliner Tierschutztag, dem 26.11.04, stand im
Abgeordnetenhaus von Berlin alles ganz im Zeichen des Tierschutzes. Für
den Morgen hatte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit
dem Tierschutzverein animal public e.V. zu einer Tierschutztagung
geladen, zu deren Eröffnung eigens Bundesverbraucherschutzministerin
Künast kam, um ein Grusswort zu sprechen. Politiker und
Tierschutzexperten aus ganz Deutschland referierten den Tag über zum
Themenkomplex Tierschutz und Politik.
Im November 2002 beschlagnahmte das Umweltamt der Stadt Worms 36 Tiere
eines Zirkusunternehmers, die unter untragbaren Umständen auf einem
alten Industriegelände eingepfercht waren. Darunter zahlreiche
exotische Wildtiere, wie zwei Liger, ein Mandrill und 13 Paviane. Für
fast alle Tiere wurde mit viel Mühe ein neues Zuhause gefunden, nur die
Paviane konnten, da es in Deutschland keine geeignete Auffangstation
gibt, nicht vermittelt werden.
Sich einmal fühlen wie Michael Schumacher und dabei was Gutes tun. Das
konnten am verkaufsoffenen Sonntag in Konstanz die Passanten beim
Reisebüro Kuoni. Das Reisebüro hatte einen Formel Eins Wagen-Simulator
aufgebaut. Gegen eine kleine Spende konnte Interessierte erleben, wie
es sich anfühlt mit über 200 km/h über eine Formel Eins Rennstrecke zu
rasen. Den Erlös des Tages, ganze 150,00 Euro, spendete Kuoni an animal
public e.V..