Archive for Juli 2016

Update Orca Morgan

Freitag, 29. Juli 2016

Update 17.03.2016

Am 17. März diesen Jahres hat SeaWorld bekannt gegeben, die Zucht von Orcas zu beenden. Damit läuft die Orca-Haltung in den Freizeitparks des Unternehmens aus. Mit diesem Schritt reagierte SeaWorld nach eigenen Angaben auf den Wandel der öffentlichen Meinung. Insbesondere seit Veröffentlichung der Dokumentation „BLACKFISH“ waren die Besucherzahlen der Parks massiv zurückgegangen und die Aktie des Unternehmens kontinuierlich gefallen.

„SeaWorld hat zugehört und wir ändern uns. Die Gesellschaft ändert sich und wir ändern uns mit ihr“, heißt es in der Erklärung des Unternehmens.

Dies ist ein Meilenstein für den Tierschutz. SeaWorlds Entscheidung wird weltweit Einfluss haben, auch auf die Zukunft von Orca Morgan. Morgan wird derzeit im Loro Parque (Teneriffa), zusammen mit anderen SeaWorld Orcas gehalten. Als Wildfang, der frisches Blut in die Orca-Zucht von SeaWorld gebracht hätte, war sie für das Unternehmen von großem Wert. Mit dem Ende der Orca-Zucht besteht neue Hoffnung, dass Morgan doch noch ausgewildert wird.

Die „Free Morgan Foundation“ hat daher am 22.03.2016 SeaWorld um ein Treffen ersucht, um über die Zukunft von Morgan zu beraten.

Update 22.07.2016

In den letzten Monaten sind Videos von Morgan aufgetaucht, die Anlass zu großer Besorgnis geben. Ein Video zeigt das Orcaweibchen in einem Becken für medizinische Behandlungen, wie sie immer wieder mit ihrem Kopf gegen ein Metalltor schlägt. Ein zweites Video Loro Parquezeigt Morgan nach der Show mehrere Minuten auf dem Betonboden der Bühne regungslos außerhalb des Wassers liegend, ein vollkommen unnatürliches und auch gefährliches Verhalten. Es wird vermutet, dass Morgan so handelt, um den Aggressionen der anderen Orcas im Becken zu entfliehen.

Doch nicht nur psychisch, sondern auch physisch leidet das wild gefangene Orcaweibchen unter der Gefangenschaft. Das Tier weist erhebliche Verletzungen aufgrund abnormaler und stereotyper Verhaltensweisen auf. Ihre Zähne sind mittlerweile in einem katastrophalen Zustand, Beobachtungen zufolge, weil sie am Beton des Beckens kaut.

Die „Free Morgan Foundation“ hat die aktuellen Tierschutzprobleme in der Orcahaltung des Loro Parques in einem umfassenden wissenschaftlichen Report zusammengefasst.

Den ganzen Report finden Sie hier: www.freemorgan.org/visser-lisker-2016-ongoing-welfare-concerns/.

In einem offenen Brief hat sich die „Free Morgan Foundation“ zudem am 15.07.2016 erneut an SeaWorld, sowie deren Partnerorganisation, die Humane Society of the United States (HSUS) betreffend der Einstellung der Orcazucht, gewandt und ihre Hilfe bei der Umsiedlung von Morgan in eine Auffangstation angeboten. Der letzte Brief wurde von SeaWorld, sowie HSUS weitestgehend ignoriert und entsprechend eine Zusammenarbeit bislang verweigert.

Morgans ganze Geschichte finden Sie hier: www.animal-public.de/free-morgan/

Was Sie tun können um Morgan zu helfen

Der „Loro Parque“ auf Teneriffa ist ein privater Vergnügungspark, der dem deutschen Unternehmer Wolfgang Kiessling gehört. Unter den etwa 1,5 Millionen Menschen, die den Park jährlich besuchen, sind viele deutsche Touristen. Solange sich mit Morgan und ihren Artgenossen Geld verdienen lässt, wird der „Loro Parque“ sie weiter in Gefangenschaft halten.

Bitte informieren Sie daher ihre Freunde, Bekannte und Verwandte über Morgans Schicksal und bitten Sie sie, sollten sie Urlaub auf Teneriffa machen, den Park nicht zu besuchen und auch alle Mitreisenden über Morgans Schicksal zu informieren.

Schreiben Sie dem „Loro Parque“ und lassen Sie die Verantwortlichen wissen, was Sie davon halten, dass man Morgan ihr Recht auf ein artgemäßes Leben in Freiheit verwehrt.
loroparque@loroparque.com
diradjunto@loroparque.com

Nutzen Sie das Internet, um mehr Menschen über Morgans Schicksal zu informieren.
Posten Sie diesen Link auf Facebook:
www.animal-public.de/free-morgan/
Schreiben Sie eine Bewertung auf die Tripadvisor Seite des „Loro Parque“ http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g187479-d4778000-Reviews-Loro_Park-Tenerife_Canary_Islands.html

Unterstützen Sie die Arbeit von animal public e.V. für die Befreiung von Morgan als Fördermitglied oder mit einer Spende.

 

Foto © Free Morgan Foundation

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Newsletter 30.07.2017

Donnerstag, 28. Juli 2016

Liebe Freunde und Förderer,

nachdem der Bau des größten Hai-Aquariums Europas im baden-württembergischen Sinsheim aufgrund massiver Proteste gescheitert ist, wollen die Investoren jetzt eines im hessischen Pfungstadt bauen. Noch bevor der Plan überhaupt bekannt wurde, stimmten die Stadtverordneten in Pfungstadt ohne öffentliche Debatte für den Verkauf eines städtischen Grundstücks an die Investoren.

Seit Bekanntwerden dieser Entscheidung wächst der Widerstand gegen den Bau von SHARK CITY. Nicht nur Tier- und Artenschutzverbände sprechen sich gegen das riesige Hai-Gefängnis aus, sondern auch immer mehr Anwohner. Innerhalb kürzester Zeit ist es den Hai-Schützern in Pfungstadt gelungen, genug Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln. Schon vor Ablauf der Frist haben sie mehr Unterschriften gesammelt als nötig.

Obwohl dies auch den Pfungstädter Politikern bekannt ist, hat der Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschuss diese Woche einstimmig für die Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Hai-Aquarium gestimmt. Wieder ohne öffentliche Diskussion.

Bitte helfen Sie uns dieses unsinnige und unmoralische Bauvorhaben zu stoppen. Haie gehören ins Meer und nicht in Betonbecken. Unterschreiben Sie noch heute unsere Petition und bitten Sie auch Freunde und Bekannte dies zu tun. Zudem können Sie uns mit einer Spende oder als Fördermitglied helfen, unsere Kampagne gegen den Bau von Europas größtem Hai-Gefängnis zu intensivieren.

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Unterschreiben: Menschenaffen als „Lebendiges Welterbe“

Mittwoch, 27. Juli 2016

unesco

 

Die Grundrechte von Bonobos, Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas müssen endlich anerkannt werden. Bitte unterstützen Sie den Aufruf an die UNESCO, unsere nahen Verwandten zum „lebendigen Welterbe“ zu erklären.

Das 1993 initiierte Great Ape Project, zu dessen Unterstützern animal public e.V. gehört,  beinhaltet die Forderung, die Großen Menschenaffen – Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos –  aufgrund ihrer großen genetischen Ähnlichkeit mit dem Menschen und ihren ähnlich komplexen kognitiven, affektiven und sozialen Fähigkeiten bestimmte Grundrechte zuzuerkennen, die bislang dem Menschen vorbehalten sind, das Grundrecht auf Leben, auf individuelle Freiheit und auf körperliche wie psychische Unversehrtheit. Damit sind praktisch alle Fälle erfasst, die Menschenaffen in Bezug auf Menschen betreffen können: Jagd, Wildfang, Zirkus, Zoo, Tierversuche sowie Zerstörung ihrer Lebensräume. Es solle den Großen Menschenaffen der gleiche moralische und gesetzlich zu schützende Status zukommen, der allen Menschen zukommt. Letztlich gibt es keinen vernünftigen Grund, ihnen die geforderten Grundrechte vorzuenthalten.

Nach ersten Erfolgen in Neuseeland und auf den Balearen ziehen sich die Bestrebungen, die geforderten Grundrechte für die Großen Menschenaffen in geltendes Landesrecht umzusetzen, sehr in die Länge.

Anfang 2016 initiierte das Great Ape Project daher eine Kampagne, die Großen Menschenaffen bei der UNESCO  als „Lebendiges Welterbe“ (Living World Heritage) anerkennen zu lassen. Durch solche Anerkennung würde das besonders geschützte Welterbe, das bislang ausschließlich Naturlandschaften sowie menschengemachte Kulturschöpfungen umfassst, erstmals auch auf bedrohte Tierarten ausgeweitet.

Die Initiative geht Hand in Hand mit den ursprünglichen Forderungen des Great Ape Project nach personalen Grundrechten für die Großen Menschenaffen. Mit dem Appell an die UNESCO zieht sie gewissermaßen eine weitere Ebene ein, die die eminente Dringlichkeit des Anliegens unterstreicht: wenn nichts unternommen wird, könnten schon in zehn Jahren die letzten Orang Utans aus der freien Wildbahn verschwunden sein, bald darauf auch Gorillas, Bonobos und Schimpansen.

Die Anerkennung der Großen Menschenaffen als „Lebendiges Welterbe“ könnte zu erheblich besserem Schutz der noch in Freiheit lebenden Menschenaffen beitragen, zu größerem Schutz ihrer natürlichen Heimaten sowie zu größerem Schutz der den Lebensraum mit ihnen teilenden lokalen und indigenen Bevölkerung. Zudem könnte sie beitragen zu besseren und würdevolleren Lebensbedingungen für die in Zoogefangenschaft lebenden und nicht wiederauswilderbaren Tiere sowie zur Schaffung von Auffangstationen und Reservaten für verwaiste oder beschlagnahmte Individuen. Sie könnte überdies beitragen zu einem Ende des Missbrauchs von Menschenaffen als Versuchsobjekte sowie einem absoluten Verbot ihres Einsatzes in Zirkussen oder zu sonstigen Unterhaltungszwecken; letztlich auch ihrer Zurschaustellung in Zoos. Die vom Great Ape Project geforderten Grundrechte für die Großen Menschenaffen kämen in greifbarere Nähe.

Die Kampagne hat bereits über 200.000 Unterstützer gefunden, darunter renommierte Wissenschaftler und Philosophen. Bitte unterschreiben auch Sie noch heute.

Die Unterschriften werden gesammelt und direkt dem World Heritage Center der UNESCO in Paris übergeben.

UNESCO soll Menschenaffen zum „Lebendigen Welterbe“ erklären

Orang-Utans, Bonobos, Schimpansen und Gorillas haben die selben Vorfahren wie wir. Bitte erkennen Sie die Menschenaffen als Lebendiges Welterbe an.

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Verbände kritisieren FDP als tierschutzfeindliche Lobbypartei

Montag, 18. Juli 2016

Sulzbach/Ts., 12. Juli 2016 – Das Bündnis Jagdreform Hessen, ein Zusammenschluss von zehn Tier- und Naturschutzorganisationen, kritisiert die FDP-Landtagsfraktion, welche gegen die aktuell geltende hessische Jagdverordnung klagen will.

Wenn es nach dem Willen der FDP in Hessen geht, sollen die jetzt geltenden Schonzeiten, zum Beispiel für Füchse und Waschbären während der Aufzucht ihrer Jungen, abgeschafft werden. Das würde bedeuten, dass künftig kleine Fuchs- und Waschbär-Welpen elendig sterben müssen, weil ihre Eltern von Jägern geschossen, mit Totschlagfallen getötet wurden oder mit der Pfote in eine Falle geraten sind, aus der sie sich schwer verletzt unter erheblichen Schmerzen und Todesängsten vergeblich zu befreien versuchen. Auch Baummarder, Hermeline, Iltisse, Mauswiesel, Möwen oder Türkentauben, die nach der aktuellen Jagdverordnung unter ganzjährigem Schutz stehen, dürften weiter bejagt werden.

shutterstock_Steve Oehlenschlager„Die FDP scheint hier mit ihrer tierschutzfeindlichen Haltung verzweifelt um die Wählergunst der Jäger zu buhlen“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO e. V. und Mitbegründer des Bündnisses. Damit würden die errungenen Verbesserungen für den Tierschutz in der neuen Jagdverordnung wie beispielsweise Schonzeitenverlängerungen oder die Streichung von Jagdzeiten für bestimmte Tierarten ausgehebelt werden.

Die einseitige Nähe der FDP zur Jagd sei leider immer wieder offensichtlich. So wurde zum Beispiel im Januar 2016 der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich von der Jägerschaft mit dem „Goldenen Mümmelmann“ ausgezeichnet, weil dieser sich wie die Jäger auch zum vermeintlichen Schutz von Hase und Rebhuhn für eine intensive Bejagung von sogenanntem Raubwild und somit gegen die von Ministerin Priska Hinz geplanten Schonzeiten für Fuchs, Waschbär, Marder und weitere Beutegreifer eingesetzt habe.

„Dieses angebliche Engagement für den Schutz von Hase und Rebhuhn verliert jedoch schnell an Glaubwürdigkeit“, meint Mike Ruckelshaus. Denn der Landesjagdverband Hessen habe sich mit öffentlicher Unterstützung von der FDP im Zuge der Novellierung der hessischen Jagdverordnung für die weitere Bejagung von Rebhühnern und Feldhasen ohne Rücksicht auf deren Besatzdichte ausgesprochen, und in Hessen wurden im Jagdjahr 2014/15 immerhin 3.290 Hasen geschossen.

„Die jetzt eingeführte ganzjährige Schonzeit für einige Tierarten ist ein Fortschritt für mehr Tierschutz im hessischen Jagdrecht“, so der Tierschutzexperte. Die Staatszielbestimmung Tierschutz müsse auch bei der Jagdausübung Anwendung finden. Daher räume die neue hessische Jagdverordnung nun endlich erstmals auch für Füchse und Waschbären Schonzeiten ein.

Das Bündnis Jagdreform Hessen (BJH) ist ein Zusammenschluss von zehn Tier- und Naturschutzorganisationen:

  • animal public e.V.
  • Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.
  • Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V.
  • ETN – Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.
  • Landestierschutzverband Hessen e.V.
  • Menschen für Tierrechte, Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
  • Natur ohne Jagd e.V.
  • PETA Deutschland e.V.
  • TASSO e.V.
  • Wildtierschutz Deutschland e.V.

 

Foto © shutterstock_Steve Oehlenschlager

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