Archive for März 2015

Schon über 30.000 Flyer „Manege frei von Tierquälerei“ an Zirkusbesucher verteilt

Freitag, 27. März 2015

01.03.2015 – Aus einer aktuellen Veröffentlichung der Bundesregierung geht hervor, dass derzeit noch immer über 140 Zirkusbetriebe in Deutschland Wildtiere halten. Darunter rund 150 Großkatzen, 80 Elefanten, 30 Affen und 15 Robben.
Die meiste Zeit eingesperrt in winzige Käfigwagen oder wie Sträflinge festgekettet, fristen diese Tiere ein elendes Dasein. Alle paar Tage werden sie an einen anderen Ort gekarrt, um die immer gleichen Kunststücke zu zeigen. Antrainiert werden ihnen diese häufig mit Schlägen, Elektroschocks oder spitzen Eisenhaken.

In 18 EU-Ländern ist die Haltung bestimmter oder aller Wildtierarten im Zirkus mittlerweile verboten. Nur unsere Bundesregierung unternimmt nichts, um diesen Tieren endlich zu helfen. Und das trotz unzähliger Tierschutzpetitionen und zweier Bundesratsbeschlüsse.

Daher ist der Protest vor Ort umbso wichtiger. Gemeinsam müssen wir die Besucher und Pressevertreter aufklären, um so das Leid der Tiere zu beenden. Im Mai 2014 hat animal public daher den Flyer „Manege frei von Tierquälerei“ erstellt. Er sieht aus wie ein Werbeflyer für ein Zirkusgastspiel und hat doch eine ganz andere Botschaft. Knapp und für jeden verständlich informiert der Flyer über das Leiden der Zirkustiere und fordert dazu auf, keine Wildtierzirkusse zu besuchen.

Die Resonanz war duchweg positiv. Innerhalb des ersten halben Jahres konnten über 30.000 Exemplare des Flyers bei Zirkusgastspielen in ganz Deutschland an Zirkusbesucher verteilt werden. Wir möchten den zahlreichen engagierten Tierschutzinitiativen danken, die dies möglich gemacht haben.
In diesem Jahr möchten wir noch viel mehr Menschen über das Leiden von Wildtieren im Zirkus informieren. Mit Aufklärung und öffentlichem Druck können wir erreichen, dass die Wildtierhaltung im Zirkus auch in Deutschland verboten wird. Bitte helfen Sie uns dabei.

Den Flyer können Tierschützer und Tierschutzinitiativen kostenlos bei uns bestellen, wir bitten lediglich um Erstattung der Porto- und Verpackungskosten in Form einer Spende.

Flyer jetzt bestellen

 

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30.000 Stimmen für Jagdreform in Nordrhein-Westfalen

Dienstag, 17. März 2015
Foto: B.Schälte / Landtag NRW

Foto: B.Schälte / Landtag NRW

Düsseldorf, den 17. März 2015 – Tier- und Naturschutzverbände überreichen Landtagspräsidentin Carina Gödecke Unterschriften für ökologisches Jagdgesetz in Nordrhein-Westfalen

Heute haben Vertreter von animal public, BUND und TASSO e.V. der Landtagspräsidentin Carina Gödecke mehr als 30.000 Unterschriften für ein ökologisches Jagdgesetz überreicht. Ein Bündnis der Tier- und Naturschutzverbände Nordrhein-Westfalens hatte ein halbes Jahr lang Unterschriften dafür gesammelt, zehn Eckpunkte in die Landesjagdgesetznovelle zu integrieren. In ihrer Resolution fordern die Verbände die Ausrichtung des Jagdgesetzes am Tier- und Naturschutz.

„Auch wenn unsere Forderungen nur zu einem kleinen Teil berücksichtigt worden sind, ist der jetzige Entwurf des Landesjagdgesetzes ein Fortschritt für den Tierschutz in NRW“, sagt Laura Zodrow, Sprecherin der Tierschutzorganisation animal public.

„Die Unterschriften zeigen, dass es für eine konsequente Novelle des Jagdgesetzes landauf landab eine breite Unterstützung in der Bevölkerung gibt“, konstatiert Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO. Der Versuch, den ländlichen Raum gegen die Jagdgesetznovelle zu instrumentalisieren, sei damit gescheitert.

Der derzeit vorliegende Jagdgesetzentwurf sei ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen der Jagd, des Forstes und des Tier- und Naturschutzes.

„Es ist schade, dass bei der Abwägung des ökologischen Jagdgesetzes ausgerechnet die Ökologie die meisten Federn lassen soll“, sagt Holger Sticht, Vorsitzender des BUND NRW. So fehle beispielsweise eine vollständige Beendigung des Jagdzwangs und der Jagd in Naturschutzgebieten. Die Landesregierung habe zwar mit der Jagdgesetznovelle den richtigen Weg eingeschlagen. Der BUND-Chef hofft jetzt aber, dass im weiteren parlamentarischen Verfahren deutlich mehr ökologische Akzente gesetzt werden und der Tierschutz angemessen berücksichtigt wird.

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Initiative „Europa ohne Delfinarien“ im EU-Parlament vorgestellt

Montag, 09. März 2015

Am 04. März 2015IMG_0796 hat das Tierschutzbündnis „Dolphinaria-Free Europe“ seine Initiative für ein Europa ohne Delfinarien im EU-Parlament vorgestellt. Gezeigt wurde die preisgekrönte Dokumentation „Blackfish“ über das Leiden von Orcas in Gefangenschaft. Gleichzeitig fand ein intensiver Austausch zwischen den EU-Abgeordneten und Delfin-Experten aus aller Welt statt. Die Resonanz war sehr positiv. Viele der Abgeordneten haben ihre Unterstützung zugesagt und sich symbolisch mit dem Logo des Bündnisses fotografieren lassen.

banner-dfeDerzeit werden in 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union rund 307 Wale und Delfine gehalten. In kleinen Pools, die nicht annähernd ausreichen die artgemäßen Bedürfnisse der Tiere zu befriedigen, müssen sie allerlei alberne Kunststücke vorführen, mit Touristen schwimmen oder für Souvenirfotos herhalten. Viele der Tiere sind chronisch krank, werden ständig mit Antibiotika oder Fungiziden behandelt oder erhalten zur Verhaltenskontrolle Hormone und Psychopharmaka, um sie an die artwidrigen Haltungsbedingungen anzupassen.

Foto 1In 13 EU-Mitgliedstaaten gibt es keine Delfinarien mehr. In Zypern, Kroatien und Slowenien ist die Haltung von Delfinen und Walen in Gefangenschaft verboten, Ungarn hat den Import von Delfinen und Griechenland jegliche Tiervorführungen untersagt.

Das Bündnis „Dolphinaria-Free Europe“, zu dessen Gründungsmitgliedern animal public e.V. zählt, möchte erreichen, dass die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft auch in den übrigen EU-Mitgliedstaaten beendet wird. Derzeit gehören dem Bündnis 19 Vereine aus 11 Ländern an, die sich auf EU-Ebene gemeinsam für dieses Ziel einsetzen und an der Schaffung von Auffang- und Auswilderungsstationen für Delfine und Wale arbeiten.

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Petitionsübergabe und Gegendemo zu Jägeraufmarsch

Mittwoch, 04. März 2015
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Foto: PETA

Stuttgart, 4. März: Stellvertretend für Wildtierschutz Deutschland e.V. und Animal Public e.V. übergeben die Stuttgarter Tierrechtsvereine MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V., PETA Deutschland e.V., Tierrechtsinitiative Stuttgart (TiRS) der Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch am kommenden Mittwoch über 25.000 Unterschriften der Petition „Keine Hobbyjagd in Baden-Württemberg“.

Die Landesregierung ist mit dem Versprechen angetreten, ein ökologisch fundiertes und stärker an den Belangen des Tierschutzes ausgerichtetes Jagdgesetz in der laufenden Legislaturperiode auf den Weg zu bringen. War aus Sicht des Tierschutzes bereits das Jagd- und Wildtiermanagement-Gesetz (JWMG) eine weitgehende Enttäuschung, so zeigt nun auch der Entwurf zur Durchführungsverordnung (DVO), dass sich für die Tiere nur wenig zum Positiven ändert.

Der Verordnungsentwurf enthält zahlreiche Tierarten, die aus reinem Freizeitinteresse getötet werden. So verursachen beispielsweise Fuchs oder Dachs keine volkswirtschaftlich relevanten Schäden. Ihr ökologischer Nutzen wird in den Betrachtungen der Jagdseite zu Unrecht vollkommen unberücksichtigt gelassen.  Andere Tierarten wie Feldhase, Rebhuhn oder Waldschnepfe sind ganz oder teilweise in  ihrem Bestand gefährdet. Fast ganzjährige  Jagdzeiten verhindern, dass Wildtiere ihre Jungen in Ruhe aufziehen können. Insbesondere die Bejagung zwischen April und Juli führt zu einer massiven Störung der Fortpflanzung zahlreicher Arten, z.B. zu Brutabbrüchen auch seltener Vogelarten.

Die Tierschützerinnen und Tierschützer kritisieren scharf die Kampagne des Landesjagdverbands BW zur Aufweichung der Durchführungsverordnung zum Landesjagd- und Wildtiermanagementgesetz. Der Landesjagdverband habe noch immer nicht verstanden, dass die Gesellschaft eine Stärkung des Tierschutzes verlangt. „Es ist unerträglich, dass der Landesjagdverband den Tierschutz mit Füßen tritt. Zehntausende Füchse, Dachse, Rabenvögel, Schwäne und andere werden jedes Jahr in Baden-Württemberg getötet und verschwinden in der Mülltonne“, erläutert Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Einsatz von Jungfuchsfallen – vormals in Baden-Württemberg nur mit Sondergenehmigung gestattet – nun grundsätzlich erlaubt sein soll. Fuchswelpen werden dazu mittels Drahtgitterfalle am Ausgang des Fuchsbaus abgefangen.. Eine Klapptüre versperrt ihnen den Weg zurück in den Bau, so dass der Jäger sie töten kann.

Eine wissenschaftlich haltbare Begründung für die Fuchsjagd gibt es nicht: Wie jagdfreie Gebiete zeigen, regeln sich Fuchsbestände selbständig; eine Dezimierung von Füchsen ist weder sinnvoll noch überhaupt möglich, weil intensive Bejagung die Geburtenraten in die Höhe schnellen lässt.

Unter dem Motto „Mehr Rechte für Füchse statt für Jäger“ laden die Stuttgarter Vereine daher zu einer Gegendemonstration zum geplanten Jägeraufmarsch ein: Ein „Jäger“ zielt auf ein „Fuchskind“ im Käfig. Aktivisten mit Fuchsmasken halten Bildposter und Tafeln: „Euer Hobby ist mein Tod“ und „Jungfuchsfallen verbieten!“

Demo in Stuttgart am 4. März 2015, 11:30 – 13 Uhr am Schlossplatz zwischen Jubiläumssäule und Springbrunnen

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Spaß für Urlauber – Qual für Tiere

Montag, 02. März 2015

Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf

P1050409Berlin, 2. März 2015: Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) vom 4. bis 8. März in Berlin fordern elf deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen von den Reiseveranstaltern, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen. Ob Delfine, Tiger oder Elefanten – noch immer müssen zahllose Wildtiere zur Unterhaltung von Touristen leiden. Ein Kriterienkatalog soll den Reiseveranstaltern helfen, ihre Angebote tierfreundlich zu gestalten.

Attraktionen mit Wildtieren stehen bei Reisenden hoch im Kurs und füllen die Kassen der Veranstalter. Für die betroffenen Tiere ist das Leben als Attraktion jedoch meist eine lebenslange Qual. Zudem werden unzählige Tiere in freier Wildbahn eingefangen, um die Nachfrage zu bedienen. „Wild gefangene Delfine werden in winzigen Pools gehalten, Löwen- und Tigerbabys für Fotos mit Urlaubern von ihren Müttern getrennt und Elefanten brutal als Reittiere abgerichtet“, beschreibt James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund die Missstände in vielen Urlaubsländern.

Die Tier- und Artenschutzverbände fordern, dass deutsche Reiseunternehmen solche Attraktionen aus dem Programm nehmen und sich zu wirklich tierfreundlichen Standards bekennen. „Dies bedeutet ein Angebot ohne Wildfänge, Delfinarien, Tiershows, Elefanten als Reit- und Showtiere und unseriöse Tierwaisenhäuser“, so Laura Zodrow von Animal Public.

„Die Tourismusunternehmen entscheiden darüber, welche Attraktionen sie ihren Kunden anbieten. Sie tragen damit auch Verantwortung für das Wohl der Tiere. Diese dürfen sie nicht auf die Touristen übertragen, die ihnen bei der Buchung von Tierattraktionen vertrauen. Die gute Nachricht ist, dass es tierfreundliche Alternativen und nachhaltige Möglichkeiten der Tierbeobachtung gibt, die es erlauben, Wildtiere dort zu schützen, wo sie hingehören: In der Wildnis“, sagt Kathleen Frech von World Animal Protection.

Delfinarien in der Kritik
Touristen ist oft nicht bewusst, welche Grausamkeiten sich hinter dem scheinbaren Urlaubsspaß verbergen. Zum Beispiel kaufen Delfinarien in Urlaubsländern wie Thailand, Ägypten und Tunesien aus der berüchtigten japanischen Delfinjagd in Taiji die schönsten Tiere für tausende Dollar ab, die übrigen werden getötet. „Mit großer Sorge beobachten wir, dass die Reisebranche indirekt die grausame Jagd auf Delfine mitfinanziert. Jedes Jahr sterben Hunderte von ihnen einen qualvollen Tod“, sagt David Pfender von Whale and Dolphin Conservation.

Reiseindustrie in der Verantwortung
Mit ihrem Positionspapier wollen die Tierschützer der Reiseindustrie Kriterien an die Hand geben, die einen Missbrauch von Wildtieren für Touristenattraktionen verhindern und den Schutz von Wildtieren fördern. „Für Elefantenritte und dubiose Elefantencamps werden Elefanten noch immer in freier Natur eingefangen, brutal abgerichtet und ihr Leben lang in Ketten gehalten. Einige Reiseanbieter ziehen jetzt die Konsequenzen und streichen solche inakzeptablen Angebote. Doch andere machen hiermit weiterhin Geschäfte“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken der Tourismusindustrie – weg von der Ausbeutung von Wildtieren, hin zu einem verantwortungsvollen Umgang. Dies fordern auch die Kunden immer mehr ein.“

Das Positionspapier der Tier- und Artenschutzverbände finden Sie hier (2015-Positionspapier_Wildtier_Tourismus), es wurde unterzeichnet von Animal Public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutscher Tierschutzbund e.V., Gesellschaft zur Rettung der Delfine e.V., Meer e.V., Menschen für Tierrechte -Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Peta Deutschland e.V., Pro Wildlife e.V., Vier Pfoten Stiftung für Tierschutz, Whale and Dolphin Conservation, World Animal Protection.

Kontakte:
Deutscher Tierschutzbund e.V.:
Marius Tünte, Tel. 0228-60 496-0; Tuente@tierschutzbund.de

Pro Wildlife e.V.:
Daniela Freyer, Tel. 089 81299 508 oder mobil 0179 433 2423; daniela.freyer@prowildlife.de
World Animal Protection:
Kathleen Frech, Tel. 0151 511 558 29; kathleenfrech@worldanimalprotection.org

Animal Public e.V.:
Laura Zodrow, Tel. 0211-56 949 730; laura.zodrow@animal-public.de

Whale and Dolphin Conservation:
Michaela Harfst, Tel. 089 6100 2395; michaela.harfst@whales.org

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