Archive for November 2014

Tiergarten Nürnberg: 5 neue erschreckende Enthüllungen

Freitag, 28. November 2014

IMG_0810Rund 30 Millionen Euro haben der Neubau der Delphinlagune und des Manatibeckens im Tiergarten Nürnberg gekostet. Eine Fehlinvestition, wie eine aktuelle Veröffentlichung des Stadt Nürnberg zeigt. Denn aufgrund von technischen Problemen sind nicht nur Delfine und Seelöwen in der neuen Anlage zu Schaden gekommen, sondern auch zahlreiche Fische qualvoll gestorben.

Hier die 5 wichtigsten Fakten aus der aktuellen Veröffentlichung der Stadt Nürnberg:

  • In den letzten beiden Jahren ist es aufgrund von technischen Problemen mehrfach zu einer Verunreinigung des Wassers im neuen Delfinarium gekommen. Die Delfinen erlitten dadurch Infektionen, die mit Antibiotika behandelt werden mussten
  • Aufgrund technischer Probleme im Manatibecken, wurden an die hundert Perlmuttbarsche in die Rotationsklärer gespült und verendeten qualvoll.
  • Ebenfalls im Manatibecken kam es bei verschiedenen Fischen zu Schädigungen an den Schleimhäuten und großflächigen Hautveränderungen mit Pilzbefall. Die Ursache war angeblich nicht zu vermitteln.
  • Bei den Seelöwen und Delfinen traten im Frühjahr 2012 massive Hautschädigungen, bei einigen Tieren sogar Hautentzündungen auf. Ursache war die Wasserqualität, aber wo der Fehler genau lag, konnte nach Angaben des Tierparks nicht ermittelt werden.
  • Im Februar erlitten 4 Paviane massive Erfrierungen. Zwei jungen Weibchen verloren dadurch Finger- und Zehengliedmaßen und wurden vom Tierpark eingeschläfert.

Die aktuelle Veröffentlichung belegt einmal mehr, dass trotz enormen technischen und finanziellem Aufwand eine artgemäße Haltung von Delfinen in Gefangenschaft nicht möglich ist. Wir fordern, dass der Tiergarten Nürnberg endlich diesen großangelegten Tierversuch aufgibt und die Haltung beendet.

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Mimi und Dolly gerettet: Schimpansen aus Wedemark in niederländischer Auffangstation eingetroffen

Montag, 24. November 2014

Wedemark /Düsseldorf, 24. November 2014 – Tierschutzkampagne mit Happy End: Über 30 Jahre lang mussten die beiden Schimpansendamen Mimi und Dolly in einem kleinen Hinterhof-Verschlag im niedersächsischen Wedemark ausharren. Nach erfolgreicher Kampagnenarbeit der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. sowie des Tier- und Artenschutzvereins animal public e.V. wurden die beiden Menschenaffen schließlich am vergangenen Donnerstag in die Schimpansen-Auffangstation AAP im niederländischen Almere transportiert. Dort wurden sie zunächst gründlich untersucht, die kommenden Wochen bleiben sie in Quarantäne. Anschließend dürfen sich Mimi und Dolly behutsam an ein artgerechtes Schimpansenleben gewöhnen, das die beiden betagten Tiere wohl nur noch aus ihren frühen Kindheitstagen kennen. Weil das Veterinäramt der Region Hannover trotz mehrerer Anzeigen keine ausreichenden Schritte zur Befreiung der Tiere unternahm, wandten sich PETA und animal public Anfang September 2014 an die Öffentlichkeit. Binnen weniger Tage appellierten über 25.000 Menschen per Online-Petition an die Behörde, Mimi und Dolly zu retten. Letztendlich ließ sich der Halter daraufhin davon überzeugen, dass die Menschenaffen in der Auffangstation wesentlich tiergerechter untergebracht werden können.

„Die Rettungsaktion lief problemlos ab. Die beiden Tiere wurden von einem erfahrenen Tierarzt nur leicht sediert, um sie in die Transportkisten zu setzen. Die Fahrt in die Niederlande haben sie gut überstanden“, sagt Laura Zodrow von animal public e.V., die die Umsiedlungsaktion begleitet hat.

„Wir hoffen, dass den betagten Schimpansinnen noch ein paar Jahre bleiben, um einen schönen Lebensabend zu verbringen“, ergänzt Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Die Privathaltung von exotischen Tieren sollte sofort verboten werden, damit sich solche Dramen nicht ständig wiederholen.“

Die Organisationen wurden erstmals Ende 2012 auf die Schimpansenhaltung auf dem Gelände einer Gartenbau-Firma in Wedemark aufmerksam. Recherchen brachten zutage, dass Mimi und Dolly die meiste Zeit in einem ca. neun Quadratmeter großen Verschlag gehalten wurden. Je nach Witterung konnten die Tiere zusätzlich einen kleinen Außenkäfig benutzen. Bis vor einigen Jahren mussten sich sogar drei Schimpansen das viel zu kleine Gehege teilen. Behördliche Richtlinien und Mindestanforderungen bezüglich der Gehegegröße und –struktur wurden permanent unterschritten. Die Organisationen erneuern in diesem Zusammenhang ihre Kritik an der Veterinärbehörde, die die desolaten Haltungsbedingungen auf dem Grundstück jahrzehntelang duldete.

In der Natur leben Schimpansen in Gruppen mit komplexer Sozialstruktur zusammen, die zeitweise mehrere Dutzend Tiere umfassen können. Die Menschenaffen nehmen dabei einen Lebensraum in Anspruch, der in Waldgebieten bis zu 50 Quadratkilometer, in Savannen sogar weitaus mehr betragen kann. Schimpansen sind die nächsten Verwandten des Menschen; das Erbgut beider Spezies gleicht sich bis zu 98 Prozent.

Kontakt Pressestelle animal public:
Telefon: +49 (0)211 – 56 949 730
Mail: info@animal-public.de

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Befreit: Mimi und Dolly

Freitag, 21. November 2014

mimi-seitenanfangErinnern Sie sich an die Schimpansen Mimi und Dolly? Vor einigen Monaten baten wir Sie, uns mit einer Protestmail bei der Befreiung der Tiere zu helfen.

Mimi und Dolly kamen wahrscheinlich vor über 40 Jahren als Wildfänge nach Deutschland. Häufig erschoss man die Mütter, um ihre Babys zu fangen und sie an Zoos und Zirkusse zu verkaufen. Auch Mimi und Dolly wurden in einem Zirkus gehalten, bevor ein Privatmann sie übernahm, als Attraktion für seine Gärtnerei. In eben dieser Gärtnerei fristeten sie über 30 Jahre ein erbärmliches Dasein in einem winzigen Verschlag, das geflieste Innengehege maß weniger als 9 qm.

Als animal public von der katastrophalen Menschenaffenhaltung erfuhr, haben wir mit dem Halter und dem Veterinäramt Kontakt aufgenommen und versucht eine Abgabe der Tiere zu erwirken. Doch monatelange Bemühungen blieben ohne Erfolg. Darum informierten wir schließlich gemeinsam mit unseren Kollegen von PETA die Presse und veröffentlichten einen Hilferuf im Internet.

Innerhalb von wenigen Tagen gingen über 25.000 Protestmails beim Veterinäramt ein, verschiedene Zeitungen und auch das Fernsehen berichteten. Der immense öffentliche Druck veranlasste das Veterinäramt endlich zum Handeln. Die Androhung einer Beschlagnahme führte dazu, dass der Halter sich bereit erklärte Mimi und Dolly freiwillig abzugeben.

Auf Vermittlung von animal public konnte ein Platz in der holländischen Auffangstation AAP gefunden werden. Diese ist auf die Pflege von misshandelten Menschenaffen spezialisiert. Die Tiere werden dort in sehr weitläufigen und gut strukturierten Gehegen gehalten und behutsam wieder an ein artgemäßes Leben gewöhnt.

In dieser Woche war es endlich soweit. Nach über 30 Jahren haben wir Mimi und Dolly aus ihrem Verschlag befreit. Mit Hilfe von Schimpansenexperten und einem Tierarzt konnten die beiden Tiere problemlos verladen werden. Die nötige Narkose und den Transport haben sie sehr gut überstanden. Jetzt kümmern sich die erfahrenen Spezialisten von AAP liebevoll um Mimi und Dolly.

„Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!“ In diesem Sinne möchten wir allen danken, die uns bei der Rettung von Mimi und Dolly unterstützt haben.

Die Rettung in Bildern:

Als Projektpate können Sie uns helfen, auch anderen Menschenaffen in Not zu helfen. Hier finden Sie alle Informationen über eine Projektpatenschaft.

 

Nachruf

am 21.07.2016 musste die Auffangstation AAP die Entscheidung treffen, die Schimpansin Dolly einschläfern zu lassen. Zehn Tage zuvor ging es Dolly plötzlich schlechter. Sie tauchte nicht auf um zu essen, trank kaum noch etwas und wollte sich immerwieder hinlegen.

Daraufhin wurde sie zusammen mit ihrer Weggefährting Mimi von der Gruppe getrennt und unter tierärztliche Aufsicht gestellt.

Leider verbesserte sich ihr Zustand trotz intensiver Pflege durch die Tierpfleger, Veterinäre und auch Mimi nicht, sondern verschlechterte sich nur kontinuierlich, bis sie weder aß, noch trank und ernsthaft geschwächt war, mit ihren 45 Jahren.

Dies ist ein trauriger Tag für das AAP-Team, aber ein noch trauriger Tag für ihre alte Freundin Mimi. Sie und Dolly haben viel zusammen durchgemacht bevor sie im November 2014 nach Almere in den Niederlanden 2014 kamen.

Als sie bei AAP ankamen, die frische Luft genießen konnten und viel Raum zum Klettern und Spielen hatten, blühten sie regelrecht auf. Sie bekamen den Spitznamen „die Golden Girls von AAP“, denn obwohl sie mit dem ansehnlichen Schimpansen Tanno vergesellschaftet wurden, für den sie beide schwärmten, blieben die beiden Freundinnen doch unzertrennlich. Bis jetzt.

Sich daran zu gewöhnen, dass ihre Freundin Dolly nicht mehr da ist, wird sehr hart für Mimi werden. Darum haben die Tierpfleger ihr die Chance gegeben, sich von ihrer toten Freundin zu verabschieden. „Mimi war sichtlich bewegt, aber wir glauben, dass es ihr in ihrem Trauerprozess helfen wird“, sagt Peter Levelink, Teamleiter des Schimpansenkomplexes.

„Glücklicherweise hat sie bereits neue Freunde bei AAP gefunden, bei denen sie Trost suchen kann. Wir hoffen, dass sie Mimi helfen können, ihre alten Tage noch zu genießen, auch ohne Dolly.“

Der genaue Grund für Dollys gesundheitliche Verschlechterung ist unbekannt. Für eine Autopsie wurde sie zur Universität von Utrecht gebracht. Die Medizinischen Untersuchungen blieben leider ergebnislos.

Eines ist jedoch klar: sie wird sehr vermisst werden. Von Mimi, aber auch allen anderen in ihrem Umfeld.

 

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animal public kommentiert NRW Gefahrtiergesetz

Dienstag, 18. November 2014

Giftschlange18.11.2014 – Seit Jahren nimmt die Haltung von exotischen Wildtieren in Privathand zu, darunter auch viele gefährliche Tiere. Schätzungen zufolge werden in Deutschland derzeit etwa 100.000 Gift- und 200.000 Riesenschlangen gehalten. Hinzu kommen unzählige giftige Skorpione, Spinnen und gefährliche Säugetiere, wie Raubkatzen oder Affen. In einigen Bundesländern gibt es Regelungen zur privaten Haltung gefährlicher Tiere, in anderen hingegen kann bislang jeder Bürger ohne Einschränkung ein gefährliches Wildtier halten, darunter auch NRW.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas soll sich jetzt ändern. Im Oktober 2014 hat NRW-Umweltminister Johannes Remmel den Entwurf eines Gefahrtiergesetzes vorgestellt.
Geplant ist die Haltung einiger besonders gefährlicher Tierarten, darunter verschiedene Giftschlangen, Skorpione, Spinnen, aber auch Wölfe, Großkatzen, Bären und Menschenaffen zu verbieten.
Die Haltung anderer, etwas weniger gefährlicher Wildtiere, soll zukünftig genehmigungspflichtig sein. Voraussetzung für die Haltung sollen Zuverlässigkeit und der Nachweis einer Sachkundeprüfung, einer Haftpflichtversicherung und einer geeigneten, sicheren Haltungseinrichtung sein.
Derzeit gehaltene gefährliche Wildtiere müssen innerhalb von vier Monaten gemeldet werden.
Die illegale Haltung eines gefährlichen Wildtieres kann nach dem neuen Gesetz zukünftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren geahndet werden.

animal public hat den Gesetzentwurf im Rahmen der Verbändeanhörung zur Stellungnahme zugesandt bekommen. Obwohl das Gesetz aus Sicht von animal public ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, sieht der Verein auch noch Nachbesserungsbedarf.
So fordert animal public in seiner Stellungnahme auch die Haltung von Riesenschlangen zu verbieten. Die Gefahr, die von diesen Tieren ausgeht, wird häufig unterschätzt. Erst im letzten Jahr wurden zwei Kinder in Kanada im Schlaf von einem Python erwürgt. Das Tier war seinem Halter, dem Besitzer einer Zoohandlung, entkommen. Zudem fordert animal public strengere Vorgaben für die Sachkundeschulung und Sachkundeprüfung, damit diese ihren Zweck auch erfüllt.

Nach Auswertung der Verbändeanhörung, soll das Gesetz in den Landtag NRW eingebracht werden. Es könnte dann im Sommer 2015 in Kraft treten. Aus Sicht von animal public ist das neue Gesetz nicht nur ein Beitrag zum Schutz der Bevölkerung, sondern auch der betroffenen Tiere. Denn Krokodile, Wölfe, Warane und Paviane können nun mal nicht artgerecht in Privathand gehalten werden.

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Protest gegen Pandabären-Importpläne

Mittwoch, 12. November 2014

070628-zoo-berlin_0067Berlin, den 12.11.2014 – Wie diese Woche bekannt wurde, möchte der Zoo Berlin zwei Pandabären aus China importieren. Der Tier- und Artenschutzverein animal public e.V. kritisiert dieses Vorhaben aufs Schärfste. Der Import sei kein Beitrag zum Artenschutz, sondern diene lediglich dazu Besucher anzulocken und die Kassen des Zoos zu füllen. animal public hat daher eine Online-Protestaktion gestartet, um den Import zu verhindern.

Im Jahr 2012 starb Bao Bao, der letzte Pandabär im Berliner Zoo. Nun wurde bekannt, dass der Zoo zwei neue Tiere aus China importieren möchte. Von einer Leihgabe für eine Millionen Euro jährlich ist die Rede. Der Tier- und Artenschutzverein animal public e.V. bezeichnet dies als unethisch.

Pandabären sind hoch bedroht. Schätzungen zufolge leben nur noch einige hundert Tiere in freier Natur. Die Tiere, die der Zoo Berlin importieren möchte, stammen aus chinesischen Zuchtfarmen. Dort werden die seltenen Pandas regelrecht produziert. Mittels Elektro-Ejakulation wird von den männlichen Tieren Sperma gewonnen und den bewusstlosen, auf Holzbrettern festgeschnallten, weiblichen Tieren injiziert. Diese schmerzhafte und entwürdigende Prozedur wird während des zehntägigen Zeitraums der Fruchtbarkeit täglich wiederholt.

Dem Artenschutz dient die Pandazucht nicht, sondern dem chinesischen Staatshaushalt. Der Verleih von Pandabären an westliche Zoos bringt China jedes Jahr Millionen ein. Der Lebensraum der letzten wilden Pandas wird währenddessen unaufhaltsam zerstört, ohne dass die chinesische Regierung die notwendigen Maßnahmen ergreift, um diesen zu schützen.

Die in Gefangenschaft gezüchteten Pandas können nach Ansicht von Experten nicht ausgewildert werden, da sie nicht in der Lage sind in freier Natur zu überleben. Trotzdem hat auch der Berliner Zoo über ein Jahrzehnt versucht mittels künstlicher Befruchtung seine Pandas zu vermehren, ein Jungtier hätte wohl mehr Geld gebracht als der berühmte Eisbär Knut.

Laura Zodrow, Sprecherin von animal public, erklärt: „Die Haltung und Zucht von Pandas im Berliner Zoo, ist kein Beitrag zum Artenschutz, sondern dient lediglich dazu Besucher anzulocken und die Kassen zu füllen. Gleichzeitig wird damit das chinesische Regime unterstützt, das Geld auf Kosten einer bedrohten Tierart verdient, statt ihren Lebensraum zu schützen.“

animal public fordert vom Berliner Zoo, die Panda-Importpläne aufzugeben und hat dafür eigens eine Online-Protestaktion (http://www.animal-public.de/panda/) gestartet. „Der Berliner Zoo gilt bereits als artenreichster Zoo der Welt. Tausende Tiere werden in winzigen veralteten Gehegen mitten in der Berliner Innenstadt, zwischen Ku’damm und Bahnhof Zoo gehalten. Statt diese traurige Menagerie jetzt weiter zu vergrößern und die unethische Panda-Politik der chinesischen Regierung zu unterstützen, sollte der Berliner Zoodirektor lieber Sorge dafür tragen, die Lebensbedingungen der vorhandenen Tiere zu verbessern“, so Laura Zodrow abschließend.

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Stoppt den sinnlosen Pandabären-Import!

Dienstag, 11. November 2014

banner-pandaAuf engstem Raum fristen über 20.000 Wildtiere im Zoo Berlin ein tristes Dasein –  fern ihrer natürlichen Heimat. Mitten in der Innenstadt, zwischen Ku‘ damm und Bahnhof Zoo, drängen sich Elefanten, Eisbären, Schimpansen, Gorillas, Nashörner und viele mehr in winzigen Betongehegen.
Nun will der Zoo Berlin diese traurige Menagerie noch vergrößern. Für eine Gebühr von einer Millionen Euro jährlich sollen zwei Pandabären aus China ausgeliehen werden. Das müssen wir verhindern! Bitte helfen Sie uns dabei!
Der natürliche Lebensraum der Pandabären sind die nebligen, dicht mit Bambus bewachsenen Berghänge und wasserreiche Hochtäler Chinas; mit milden Wintern und kühlen Sommern. Zwei Tieren droht nun ein Leben hinter Panzerglas und Betonwänden, mitten in Berlin.

Mit Artenschutz hat das nichts zu tun. Schon die letzten beiden Pandas, die über drei Jahrzehnte im Zoo Berlin gehalten wurden, haben sich in der artwidrigen Umgebung und dem unnatürlichen Klima nicht fortgepflanzt. Selbst mehrere künstliche Befruchtungen blieben erfolglos. Ähnlich negativ ist auch die Nachzuchtbilanz in anderen Zoos außerhalb China.

Der erneute Import von zwei Pandabären ist somit kein Beitrag zum Artenschutz, er dient lediglich dazu Besucher anzulocken und die Kassen des Berliner Zoos zu füllen.

Bitte unterstützen Sie unseren Protest und schreiben Sie dem Berliner Zoodirektor, fordern Sie ihn auf, von den Pandabären-Importplänen abzulassen und stattdessen den Tieren, die sich schon im Zoo befinden ein besseres Leben zu ermöglichen.

Panda-Import verhindern

Sehr geehrter Herr Dr. Knieriem,

aus der Presse habe ich von Ihren Plänen, zwei Pandabären zu importieren erfahren. Dies hat mich schockiert. Der Zoo in Berlin steht seit Jahren in der öffentlichen Kritik. Ständig wurden neue Tierarten angeschafft und auf wenigen Hektar in der Berliner Innenstadt der artenreichste Zoo Europas errichtet, auf Kosten der Tiere, die in kleinen veralteten Gehegen dahinvegetieren.

Mit dem Import von Pandabären setzen Sie diese zurückgewandte Zoopolitik fort.
Ich fordere Sie hiermit auf, von den Panda-Importplänen abzulassen und stattdessen die Haltungsbedingungen für die Tiere zu verbessern, die sich bereits in Ihrer Obhut befinden.

Mit freundlichen Grüßen

[signature]

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Delfinpate werden

Donnerstag, 06. November 2014

banner-delfin-patenUnterstützen Sie uns im Kampf für eine Welt ohne Delfinarien.

In Urlaubsregionen in aller Welt boomt das Geschäft mit gefangenen Delfinen. Der Familie entrissen, ihrer Freiheit beraubt, fristen die Tiere ein elendes Dasein in winzigen Betonbecken, dazu gezwungen mit zahlenden Touristen zu schwimmen, für Fotos herzuhalten oder alberne Kunststücke vorzuführen. Auch in Deutschland werden noch immer Delfine in Zoos gefangen gehalten. animal public e.V. setzt sich für ein ein Ende der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ein. Unterstützen Sie uns mit einer Projektpatenschaft im Kampf für eine Welt ohne Delfinarien.

 

Das macht animal public:
animal public e.V. betreibt intensive Lobbyarbeit, auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, um den Interessen der Delfine Gehör zu verschaffen. Zudem betreiben wir Aufklärungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, denn nur wenn sich mit den intelligenten Meeressäugern kein Geld mehr verdienen lässt, wird ihr Leiden ein Ende haben.

delfin-urkunde-fuer-internetAls Pate helfen Sie uns:

  • die Interessen der Tiere auf allen politischen Ebenen zu artikulieren
  • die Öffentlichkeit über das Leiden der Tiere aufzuklären
  • hinter den Kulissen zu recherchieren
  • uns international mit anderen Tierschutzvereinen zu vernetzen, damit wir der weltweit operierenden Delfinarienindustrie die Stirn bieten können

Ihre Vorteile:

  • Sie erhalten eine persönliche Delfin-Patenschaftsurkunde
  • Die Patenschaft kann steuerlich geltend gemacht werden
  • Sie können die Patenschaft jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen

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Gerettet: Boris und Bruse

Sonntag, 02. November 2014
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Hier mussten Boris & Bruse leben

Über zehn Jahre fristeten die beiden Berberaffen Boris und Bruse ihr Dasein in einem kleinen selbstgezimmerten Verschlag bei einem privaten Affenhalter. Aufgrund der räumlichen Enge und des unnatürlichen Sozialgefüges hatten sie keine Möglichkeit ihre normalen Verhaltensweisen auch nur annähernd auszuleben. Obwohl die Haltung alles andere als tiergerecht war, wurde sie vom zuständigen Veterinäramt geduldet. Durch eine Tierfreundin, die die beiden Affen durch Zufall entdeckte und im Internet nach Hilfe suchte, wurden animal public und die niederländische Organisation AAP auf das Schicksal der beiden Tiere aufmerksam gemacht.
100_0285Der Halter zeigte sich einsichtig und erklärte sich bereit die Tiere freiwillig abzugeben. Gemeinsam mit AAP organisierte animal public daraufhin den Transport der Tiere in die spanische Auffangstation Primadomus. Doch dann stellte sich das zuvor jahrelang untätige Veterinäramt quer und weigert sich die notwendigen Transportbescheinigungen auszustellen. Dadurch geriet die Rettung von Boris und Bruse in letzer Minute in Gefahr. Der aufwendig geplante Transport von Deutschland nach Spanien drohte im letzten Moment am Veterinäramt zu scheitern. Erst nach harten Auseinandersetzungen wurden die nötigen Papiere schließlich ausgestellt. Gemeinsam mit AAP und zahlreichen anderen Tierschützern ist es uns gelungen die beiden Tiere nach zehn Jahren aus ihrem Verschlag zu befreien. Boris und Bruse leben jetzt in der spanischen Auffangstation Primadomus und können dort ihre Leben zukünftig auf einem großen Freigelände genießen.

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Das neue Zuhause von Boris und Bruse

 

Das Schicksal von Boris und Bruse ist leider kein Einzelfall. In Deutschland werden unzählige Affen von Privatpersonen unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten. animal public setzt sich daher für ein gesetzliches Verbot der privaten Affenhaltung ein. Doch bis es soweit ist, werden wir noch anderen Tieren helfen müssen.
Dabei brauchen wir Ihre Hilfe, die Organisation und Durchführung von Tierrettungen kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld. Bitte unterstützen Sie uns dabei als Mitglied oder Spender.

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